The Rose and I in der VR-Filmkritik: Kleiner Film, große Emotionen

The Rose and I ist ein etwas älterer, aber deswegen nicht weniger sehenswerter VR-Kurzfilm. Wir haben ihn uns für euch angeschaut.

  • von Oliver Schmiedchen am 07.05.2019, 10:13 Uhr
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Die Virtual Reality-Filmschmiede Penrose Studios ist mittlerweile ein regelmäßiger Gast bei großen Filmfestspielen, sei es 2017 in Tribeca oder 2018 in Venedig. Den Grundstein für den Erfolg legte das Erstlingswerk des Studios, The Rose and I, das wohl am treffendsten mit dem Attribut „magisch“ beschrieben werden kann.

Kleine Geschichte, große Emotionen

The Rose and I versetzt uns als Betrachter in ein kleines liebevoll animiertes Sonnensystem, in dem mehrere Planeten eindrucksvoll ihre Bahnen ziehen. Auf einem der Planeten leben der Protagonist des VR-Films sowie die namensgebende Blume, der es im wahrsten Sinne des Wortes nach Zuwendung dürstet.

Wo andere Virtual Reality-Filme wie Dispatch oder The Great C auf eine spannende Story setzen, spricht The Rose and I vielmehr die Emotionen des Zuschauers an und transportiert ein positives Grundgefühl.

In etwa 5 Minuten Spielzeit gibt es Momente zum Staunen und zum Schmunzeln, und beim Abspann meinen wir, den Glauben an das Gute ein wenig wiedergefunden zu haben – The Rose and I ist einfach schön.

The Rose and I: Ein immersives Filmerlebnis

„Einfach schön“ trifft auch auf die in der Unreal Engine 4 realisierte technische Umsetzung des Feelgood-Kurzfilms für VR-Brillen zu. Obwohl wir nie ganz nah am Geschehen selbst dran sind, vermittelt The Rose and I ein fantastisches Präsenzgefühl. Der Protagonist und die Rose sind sehr überzeugend animiert, das Cartoon-Sonnensystem wirkt knuffig und gewaltig zugleich.

Es ist schlicht beeindruckend, wenn ein Saturn-artiger Ringplanet durch unser Blickfeld braust, durch geschicktes Spiel mit der Blickperspektive werden wir immer wieder dazu verlockt, uns umzusehen. Da wirklich viel los ist am virtuellen Firmament, lohnt sich das auch.

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Besonders gelungen ist auch, wie The Rose and I Farben einsetzt, besonders das Ende des Films ist visuell schlicht zum Niederknien schön. Für die Akustik gilt das übrigens ebenfalls: Zwar kommt der Film komplett ohne Worte aus, die perfekt gewählten Soundeffekte machen das aber mehr als wett.

Verantwortlich für die positive Grundstimmung von The Rose and I ist neben der Geschichte selbst auch der musikalische Untermalung, die an klassische Songs von Frank Sinatra erinnert. Die hervorragende Präsentation des Kurzfilms ist ebenso gelungen wie die kleine Story, die er erzählt – The Rose and I ist in jeder Hinsicht eine runde Sache.

Unsere Wertung

The Rose and I hat schon früh das Potential aufgezeigt, dass Virtual Reality für das Medium Film bietet. Dass an dem VR-Kurzfilm ehemalige Pixar- und Dreamworks-Mitarbeiter maßgeblich beteiligt waren, ist in jeder Sekunde zu spüren. The Rose and I macht viel Lust auf die kommenden Projekte der Penrose Studios.

Oliver Schmiedchen

Mein Fazit:

Die Penrose Studios stehen für hochwertige Virtual Reality-Unterhaltung zum Nulltarif. The Rose and I, das Erstlingswerk der Filmschmiede, macht da keine Ausnahme. Sowohl visuell als auch akustisch ist der VR-Kurzfilm ein Genuss, die herzerwärmende Mini-Story sorgt derweil ganz ohne irgendeine Art von Überzeichnung für ein wohliges Gefühl – eine willkommene Abwechslung in einer Zeit, in der Unterhaltung oft entweder auf billigen Klamauk oder einen emotionalen Schlag in die Magengrube setzt. Wer auf der Suche nach einem aufbauenden VR-Erlebnis ist, sollte sich The Rose and I definitiv anschauen, eine preisgünstigere Wellness-Anwendung ist bei einem Preis von exakt 0 Euro nämlich sowieso schwer zu finden.

Ihr solltet euch The Rose and I anschauen, wenn ihr…

  • 5 Minuten in einer magischen Welt verbringen wollt
  • nach einem VR-Film mit positiver Grundeinstellung sucht
  • Zum Nulltarif ausgezeichnet unterhalten werden wollt

The Rose and I ist eher nichts für euch, wenn ihr…

  • atemlose Action und schnelle Schnitte braucht, um Spaß zu haben
  • nach einem VR-Film sucht, der eine Geschichte mit überraschenden Wendungen erzählt

Den kostenlosen VR-Kurzfilm The Rose and I bekommt ihr hier:

Getestet mit: Oculus Rift

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Oliver Schmiedchen
Oliver Schmiedchen

Gamer aus Leidenschaft, dabei seit PlayStation 1-Zeiten. Aktuell zuhause auf Xbox One und in Sachen VR auf dem PC. Hält die SEGA Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten. Feiert Musik von Gucci Mane über Led Zeppelin bis Adam Beyer.

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