The Legend of Zelda: Twilight Princess HD im Test

Ende 2006 verhalf Nintendos Vorzeige-Fantasy-Held Link mit The Legend of Zelda: Twilight Princess der neuen Wii-Konsole zu einem erfolgreichen Start. Knapp zehn Jahre später soll das hochgelobte und heiß geliebte Werk darbende Wii U-Spieler bis zur Veröffentlichung eines wirklich neuen Zelda-Abenteuers bei der Stange halten. Und das gelingt dem HD-Remake auch ohne Probleme – schließlich hat sich weder an der märchenhaften Story noch an der motivierenden Spielmechanik etwas geändert.

  • von Stephan Freundorfer am 11.03.2016, 9:26 Uhr

Strahlender Held gegen die Finsternis

Wie so oft zu Beginn eines Zelda-Abenteuers führt Serien-Jüngling Link ein friedliches Leben in einem idyllischen Dorf, nach einer kurzen Eingewöhnung in den farbenfrohen Schauplatz und die problemlos handzuhabende Steuerung nimmt aber natürlich das Unheil seinen Lauf. Die Kinder des Dorfes werden entführt und die von einem Schattenreich ausgehende Finsternis droht, das von der lieblichen Prinzessin Zelda beherrschte Königreich Hyrule zu verschlingen.

Zunächst gerät auch Link selbst in die düstere Parallelwelt, wo er die Gestalt eines Wolfes annimmt und auf das hilfreiche Schattenwesen Midna trifft. An Link bzw. dem Spieler ist es nun, durch das Finden und Bekämpfen von Schattenkäfern die Finsternis Stück für Stück zurückzudrängen und insgesamt neun umfangreiche Dungeons zu durchstöbern, Rätsel zu lösen, wichtige Ausrüstungsgegenstände zu finden, kleinere und größere Feinde zu beseitigen und es mit gewaltigen Endgegnern aufzunehmen.

Entspiegeltes Abenteuer

Im Gegensatz zur Wii-Version, die sich durch die Unterstützung des damals neuartigen Bewegungscontrollers auszeichnete, wird das HD-Remake mittels Wii U Gamepad oder Pro-Controller gesteuert, die Wiimote bleibt außen vor. Dies führt dazu, dass Link sein Schwert wieder wie gewohnt in der linken Hand führt – und die Welt wie in der Gamecube-Urversion von Twilight Princess aufgebaut ist, nämlich spiegelverkehrt zur Wii-Variante. Trotz kompletten Verzichts auf eine Wiimote-Steuerung erlaubt die Wii U-Version aber auch den Ausflug in die gespiegelte Wii-Welt, der extra schwere Heldenmodus macht’s möglich.

Neben der praktischeren Inventarverwaltung über den Touchscreen des Wii U-Gamepads hat man der HD-Version von Twilight Princess eine höhere Auflösung und hübschere Texturen gegönnt, was das Spiel zwar zu keinem Optik-Juwel macht, aber dennoch angenehm aufhübscht.

Spannend ist die Unterstützung von Amiibo-Figuren: Der in der limitierten Sammleredition des Spiels enthaltene oder auch einzeln erhältliche Wolf-Link erlaubt den exklusiven Zugang zu einer Bonus-Herausforderung – der Schattenhöhle. Daneben werden weitere Amiibo aus dem Zelda-Universum unterstützt, um Pfeilvorrat (Link) oder Gesundheit (Prinzessin Zelda) aufzufüllen und sogar das Spiel schwerer zu machen (Ganondorf).

Fazit

The Legend of Zelda: Twilight Princess ist ein zauberhaftes, fesselndes Fantasy-Abenteuer, das grafisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sein mag, spielerisch jedoch über alle Zweifel erhaben ist. Wer Links vielleicht aufregendstes Abenteuer auf der Wii versäumt hat oder in aufgebohrter Variante neu erleben will, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen.

 

Dieses Spiel eignet sich für Fans von:

Herzerwärmender Fantasy, herausfordernden Rätseln und gehaltvoller Action-Abenteuer.

 

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer