Pearl in der VR-Filmkritik: Kurz, auf den Punkt, voller Gefühl

Als Beifahrer erlebt ihr im animierten, englischsprachigen VR-Kurzfilm Pearl die Geschichte eines Vaters und seiner heranwachsenden Tochter.

  • von Redaktion Gamez am 13.06.2019, 18:00 Uhr
Pearl-Header

Regisseur Patrick Osborne, der 2015 bereits den Oscar für seinen Kurzfilm Feast gewann, packt dabei nicht nur jede Menge Emotionen in die knapp sechs Minuten von Pearl, sondern liefert euch auch ein herzerwärmendes Ende in der virtuellen Realität.

  1. Comic-Stil mit viel Gefühl
  2. Show, don’t tell
  3. Unsere Wertung

Comic-Stil mit viel Gefühl

Im Mittelpunkt des Kurzfilms steht das Auto, in dem ihr Beifahrer der Geschichte seid sowie ein spezieller Song, den der Vater anfangs seiner Tochter vorspielt. Im Laufe der Erzählung wird aber klar, dass das Lied nahezu die gesamte Lebensgeschichte von Vater und Tochter umspannt. Pearl verbindet dabei gekonnt die Ebene des Songs mit dem, was wir gerade sehen.

Der Comicstil von Pearl erlaubt es euch, direkt wichtige Details zu erkennen. Allen voran könnt ihr in den Gesichtern der Charaktere unmittelbar deren Gefühl ablesen. Neben der Beziehung zwischen Vater und Tochter spielt das Heranwachsen der Tochter eine zentrale Rolle.

Über relativ große Zeitsprünge hinweg erlebt ihr, wie sie als ein Kind eine unbeschwerte Zeit mit ihrem Vater hat, wie sie ihre rebellische Teenagerzeit mit Freunden durchlebt, bis hin zu ihrer Gegenwart als junge Erwachsene.

Show,  don’t tell

Regisseur Patrick Osborne und sein Team schaffen es, euch in kurzer Zeit die Beziehung zwischen Vater und Tochter nicht nur vorzustellen, sondern euch direkt mit hineinzuziehen. Ihr durchlebt diese Beziehung mit all ihren Hoch- und Tiefpunkten.

Eine Perle der virtuellen Realität
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Diese finden an über 40 verschiedenen Orten statt, die stellenweise recht schnell abgehandelt werden, sodass ihr aufgrund der für VR-Filme typischen, freien Perspektivwahl durchaus mal etwas verpasst.

Wie gut der Film trotz dieser kleinen Unlänglichkeiten ist, zeigt die Reaktion der Kritiker: Pearl stand auf der Liste der nominierten animierten Kurzfilme bei der 89. Oscarverleihung. Damit war Pearl der erste VR-Film, der jemals für einen Oscar nominiert wurde. Der VR-Kurzfilm wurde für Google Spotlight Stories entwickelt und feierte auf dem Tribeca Film Festival 2015 Premiere.

Unsere Wertung

Redaktion Gamez

Mein Fazit:

Pearl weckt in wenigen Minuten mehr Gefühle als mancher Hollywood-Blockbuster in zwei Stunden. Die Verbindung von Song, Geschichte und Film überzeugt auf ganzer Linie und macht den animierten Kurzfilm zu einem wahren Kleinod.

Ihr erhaltet Pearl kostenlos für Oculus Rift / Rift S, HTC Vive / Vive Pro und die kommende Valve Index auf Steam.

Getestet mit: Oculus Rift

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Redaktion Gamez
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