Mr. Robot VR Experience in der VR-Filmkritik: Eine emotionale Reise

Virtual Reality kann es mit Leichtigkeit schaffen, den Zuschauer in eine Welt voller Emotionen zu ziehen. Mr. Robot beweist das eindrucksvoll.

  • von Benjamin Danneberg am 13.06.2019, 15:34 Uhr
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Die Serie Mr. Robot handelt von Elliot, einem IT-Spezialisten mit Persönlichkeitsstörung. Er hat Probleme, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Er bleibt daher lieber für sich allein und spricht mit einem imaginären Freund. Einzige echte Ausnahme ist seine Nachbarin Shayla, die ihm auch seine Drogen verkauft. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz spezielle, persönliche Beziehung.

  1. Die erste Staffel von Mr. Robot ist Pflicht
  2. Virtuelle Nähe in Virtual Reality neu definiert
  3. Die üblichen Probleme von 360-Filmen
  4. Unsere Wertung

Die erste Staffel von Mr. Robot ist Pflicht

Wir möchten die erste Staffel natürlich nicht spoilern, sie ist absolut sehenswert. Bevor ihr aber diese VR-Erfahrung genießt, empfehlen wir euch dringend, die erste Staffel zu schauen. Der Virtual Reality-Kurzfilm ist von Regisseur Sam Esmail entworfen und umgesetzt worden, dem Mastermind hinter der gesamten Serie. Was als einfacher 360-Grad-Film beginnt, wird zu einer eindrucksvollen Reise in Elliots Gefühlswelt.

Auch die Geschichte möchten wir hier nicht spoilern, zur Handlung nur so viel: Elliot hat Erinnerungen, bittersüße Erinnerungen. Und die teilt er direkt mit uns.

Virtuelle Nähe in Virtual Reality neu definiert

Es ist schon etwas fundamental anderes, ob Elliot uns über einen 2D-Fernseher ansieht, völlig distanziert, oder ob wir mittendrin sind und direkt von ihm fixiert werden, während er zu uns spricht.

Darüber hinaus versteht Regisseur Esmail es hervorragend, mit ruhigen Schnitten und perfekt platzierter Kamera den Schritt weg von der üblichen, eher rauen Nähe der virtuellen Realität zu gehen, hin zur professionellen, bewegenden und homogenen Nähe eines echten Virtual Reality-Films.

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Auch der Einsatz einer virtuellen Szene, die sowohl Elliots Drogenrausch als auch den Höhepunkt der süßen Erinnerung darstellt, ist ganz hervorragend umgesetzt worden.

Die üblichen Probleme von 360-Filmen

Qualitativ leidet auch dieser 360-Grad-Film – wie fast alle anderen Filme dieser Art – unter der schlechten Auflösung. Ebenfalls nervig: In einem bestimmten Winkel des Films wird jeweils der Sound leiser bzw. fällt aus. Das wird allerdings schnell durch die Handlung vergessen gemacht.

Mr. Robot VR Experience ist Fanservice, serienfremde Zuschauer können wegen des fehlenden Hintergrunds die Handlung kaum richtig einordnen, wodurch viel vom eigentlichen Zauber verloren gehen kann. Für Serienkenner dagegen liefert dieser Kurzfilm die vielleicht beste Reise indie emotionale Welt des Elliot Alderson.

Unsere Wertung

Benjamin Danneberg

Mein Fazit:

Sam Esmail weiß genau, wie er Elliot zu inszenieren hat. Das beweist er einmal mehr mit diesem Virtual Reality-Film, der uns so direkt wie nur möglich in Elliots Erinnerungen und in seine Emotionen eintauchen lässt. Für Kenner der Serie ist die Mr. Robot VR Experience absolut empfehlenswert.

Den Virtual Reality-Kurzfilm Mr. Robot VR Experience bekommt ihr für HTC Vive / Vive Pro, Oculus Rift / Rift S, Samsung Gear VR und die kommende Valve Index  kostenlos über folgende Apps:

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg

Projektmanager GameZ. Privat auf SPACE4GAMES zuhause. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy und Baldur's Gate-Profi.

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