Moss im PC-Test: Immer noch ein VR-Meisterwerk

Das anfangs PlayStation VR-exklusive Topspiel Moss ist mittlerweile auch für PC-basierte VR-Brillen erhältlich. Kann das Spiel auch dort begeistern?

  • von Benjamin Danneberg am 25.06.2019, 12:26 Uhr
Moss-PC-Header

Moss ist einfach wunderbar. Zu diesem Schluss kamen wir in unserem ausführlichen Test des einstig exklusiv für die PlayStation VR verfügbaren Abenteuers. Die Version für PC-VR-Brillen unterscheidet sich inhaltlich nicht von der PSVR-Version, deshalb werden wir in diesem Test hauptsächlich auf die technischen Unterschiede eingehen. Für das komplette Bild lest bitte auch unseren vorangegangenen, ausführlichen Test zum Spiel.

  1. Moss: Kleine Maus ganz groß
  2. Messerscharfe Grafik und Top-Tracking auf Vive & Rift
  3. Steuerung auf der PSVR besser
  4. Unsere Wertung

Moss: Kleine Maus ganz groß

In Moss steuern wir die kleine Maus Quill auf der Suche nach ihrem Onkel. Sie hat ein magisches Glasrelikt gefunden und das hat für allerlei Ärger gesorgt. Nun muss sie sich durch Level voller Monster prügeln und puzzeln und wir helfen ihr als stummer Begleiter dabei.

Neben der wunderbar erzählten und vertonten Geschichte beeindruckt vor allem Quill selbst. Sie ist ganz fantastisch animiert, reagiert auf uns und kommuniziert nonverbal mit uns. Es ist unglaublich bezaubernd, wenn Quill uns zuwinkt, uns zu einem High Five auffordert oder uns pantomimisch vormacht, was wir tun müssen um ein Rätsel zu lösen.

Messerscharfe Grafik und Top-Tracking auf Vive & Rift

Auch auf HTC Vive und Oculus Rift kommt das alles ganz wunderbar und sogar noch ein bisschen besser. Durch die höhere Rechenpower unseres PCs können wir die Grafik auf hohe Einstellung verbessern, was das Bild im Vergleich zur PlayStation VR schärfer und klarer macht. Dadurch wird die Welt noch authentischer, noch plastischer. Es ist eine absolute Wucht, wenn wir uns vorbeugen, ganz nah an Quill herangehen können und die unglaublichen Feinheiten der Grafik und der Animation mit offenem Mund bewundern.

Der zweite große Vorteil der PC-Version ist das bessere Tracking von Vive und Rift. Während die PSVR von der suboptimalen Kamera eingeschränkt wird, die unsere Bewegungen nur innerhalb eines Trackingkegels nachverfolgen kann, ist Präzision und Bewegungsfreiheit des Headsets bei Vive und Rift perfekt. Das führt dazu, dass sich die Welt um uns herum noch mal ein bisschen realer anfühlt. Wir werden nicht mehr aus der Immersion gerissen, weil beispielsweise die Controller aus dem Trackingsbereich geraten.

Moss messerscharf genießen
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Nun kann Moss auf der PlayStation VR nichts für die technischen Unzulänglichkeiten der Plattform, es ist auch dort einfach nur ein grandioses Spiel. Aber der Technikpunkt geht hier ganz klar an die PC-VR-Brillen.

Steuerung auf der PSVR besser

An die Steuerung mit den beiden Bewegungscontrollern müssen wir uns allerdings erst mal gewöhnen. Zwar bringen Sie den Vorteil mit, dass wir jetzt zwei Geisthände haben, mit denen wir Quill steuern und gleichzeitig Objekte oder Gegner manipulieren können, was wir auf der PSVR alles mit dem Dualshock-Controller erledigt haben. Auch die Bewegung von Quill über die Touchpads der Vive-Controller ist gewöhnungsbedürftig, wir müssen echtes Fingerspitzengefühl beweisen.

Die Touch-Controller der Oculus Rift haben hier durch den Analogstick einen Bedienungsvorteil. Außerdem müssen wir die Tastenkombinationen für Ausweichen oder Abspringen nach dem Klettern lernen. Hier hat die PSVR-Version durch den Dualshock-Controller in punkto intuitive Bedienung die Nase vorn.

Das sind aber auch schon alle Kritikpunkte, die wir an diesem Meisterwerk vorbringen können. Wie schon im Falle der PSVR-Version zieht uns Moss auch auf dem PC von Beginn an in seinen Bann. Die schärfere Grafik lädt noch mehr dazu ein, die detaillierte Umgebung zu begutachten, aufzustehen und hinter Wände oder in Tunnel zu schauen sowie große Umgebungen wie den Wald eingehend zu studieren.

Das gute Tracking von Vive und Rift macht diese Untersuchung der Spielwelt zu einem Hochgenuss. Wir haben noch viel mehr Zeit als auf der PSVR damit verbracht, die Protagonistin aus der Nähe zu beobachten und von einem Ort zum andern grinsend die Detailverliebtheit von Grafik und Animationen zu bewundern.

Unsere Wertung

Benjamin Danneberg

Mein Fazit:

Ja ich gebe es zu, ich bin ein absoluter Fan von Quill. Diese bezaubernde kleine Maus ist mir in mittlerweile drei Spieldurchläufen ans Herz gewachsen. Die Version für die HTC Vive besitzt zwar nicht ganz die intuitive Bedienung der PSVR-Version, aber man gewöhnt sich dran. Die knackscharfe Grafik, die wunderbaren Animationen und das perfekte Tracking machen Moss auch auf der HTC Vive zu einem absoluten Muss. Es gibt eigentlich keine Ausrede für einen VR-Brillenbesitzer, Moss nicht gespielt zu haben. Holt es euch unbedingt, ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Allein dafür lohnt sich die Anschaffung einer VR-Brille. Von dieser Art Spiel braucht VR dringend noch viel mehr.

Die PC-VR-Version von Moss ist für euch geeignet, wenn…

  • ihr wissen wollt, was eine Killer-App für Virtual Reality ist
  • ihr wissen wollt, wie die Zukunft von VR abseits von Roomscale aussieht
  • ihr euch unweigerlich in eine kleine Maus verlieben wollt
  • ihr Grafikfetischisten seid

Die PC-VR-Version von Moss ist eher nichts für euch, wenn…

  • ihr anstelle eines Herzens einen Stein habt
  • ihr an einer Mäusephobie leidet
  • ihr keine HTC Vive oder Oculus Rift habt (dann nehmt eben die PSVR!)

Das hervorragende VR-Abentuer Moss bekommt ihr hier:

Getestet mit: HTC Vive

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg

Projektmanager GameZ. Privat auf SPACE4GAMES zuhause. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy und Baldur's Gate-Profi.

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