Lucky’s Tale im Test: Ausgefuchstes VR-Jump’n’Run

In Lucky’s Tale begeben wir uns direkt in ein klassisches Jump-n-Run. Ihr dachtet, so etwas funktioniert mit VR nicht? Dann dürfte euch dieses Spiel eines Besseren belehren.

  • von Benjamin Danneberg am 21.06.2019, 11:18 Uhr
Luckys-Tale-Header

Die Perspektive im knuffigen Virtual Reality-Hüpfspielland von Lucky’s Tale ist für den ersten Moment ungewohnt, denn wir hüpfen nicht in der Ego-Ansicht durch die Levels. Die Kamera ist so positioniert, dass wir dem Fuchs Lucky über die Schulter schauen, uns dabei aber auch frei umsehen können.

  1. Lucky’s Tale: Super Mario VR?
  2. Das Gameplay: Lust trifft Frust
  3. Unsere Wertung

Lucky’s Tale: Super Mario VR?

Und das funktioniert erstaunlicherweise bestens! Insbesondere die Präzision, mit der wir durch einfache Kopfbewegung die Zielplattform anpeilen und dann genau darauf landen, ist klasse und beweist ähnlich wie die geniale VR-Version von Hellblade, dass eine Egoperspektive nicht zwingend notwendig ist.

Die Geschichte zum Spiel ist ganz schnell erzählt: Lucky sucht seinen besten Freund (ein kleines Schweinchen), das von einem Monster entführt wurde. Fertig. Der Rest besteht aus sehr klassischem Auf-Gegner-hüpfen, einer Art Wirbelattacke und einem Stampfangriff. Hin und wieder müssen wir auch mit Bomben auf Gegner schießen. Hier ist die Steuerung mittels gewöhnlichem Gamepad ebenfalls präzise und intuitiv.

Das Weltdesign von  Lucky’s Tale ist in ganz besonderer Weise atemberaubend, schließlich spielen wir nicht einfach nur ein Jump-n-Run, das uns frappierend an die guten alten Super Mario-Spiele erinnert: Wir sind mittendrin in dieser kunterbunten Knuddelwelt.

Aufsetzen und Loshüpfen!
OCULUS Rift S
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€ 445

Die Umgebungen sind hübsch und entlocken uns nicht selten ein Staunen, allerdings mangelt es bei genauem Hinschauen ein wenig an Details. Dafür sind die Gegner und Kreaturen im Spiel ganz herzallerliebst gestaltet und toll animiert.

Das Gameplay: Lust trifft Frust

Allerdings haben die Entwickler einen Kardinalsfehler bei der Erstellung der Inhalte gemacht: Sie haben diese nämlich auf einfallslose Weise gestreckt. Um ein neues Level betreten zu können, werden wir gezwungen, alte Levels wieder und wieder zu spielen.

Mal müssen wir‘s in extrem knapp bemessener Zeit durch einen Level schaffen, dann wieder müssen wir exakt alle vorhandenen 25 Münzen finden. Was eigentlich im normalen Durchgang größten Spaß macht – nämlich das Erkunden der Gegend und das Finden der Münzen – wird so zu einer nervigen Sammelorgie.

Unsere Wertung

Benjamin Danneberg

Mein Fazit:

Lucky's Tale ist ein spaßiges Virtual Reality-Hüpfspiel in der Tradition von Super Mario, das einerseits zeigt, dass auch diese Art Spiel hervorragend in VR funktioniert, andererseits aber etwas mehr Inhaltstiefe gebrauchen könnte.

Ihr erhaltet das Virtual Reality-Jump’n’Run für Oculus Rift / Oculus Rift S im Oculus Store.

Getestet mit: Oculus Rift

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg

Projektmanager GameZ. Privat auf SPACE4GAMES zuhause. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy und Baldur's Gate-Profi.

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