Jurassic World: Blue in der VR-Filmkritik – Dinos zum Anfassen

Ein Dino-Film in VR erwartet euch in Jurassic World: Blue. Wir verraten, was euch im neuen Werk der Felix and Paul Studios erwartet und ob sich der Auslug auf die Islar Nublar lohnt.

  • von Benjamin Hillmann am 06.06.2019, 13:35 Uhr
Jurassic-World-Blue-Header

Bereits 2018 erschien Jurassic World: Blue im Episodenformat. Der VR-Kurzfilm erzählt die Vorgeschichte zum Kinofilm Jurassic World: Das gefallene Königreich. Überzeugen die Virtual Reality-erprobten Felix and Paul Studios (u.a. Marshall from Detroit) mit ihren virtuellen Dinosauriern? Welche Abenteuer erwarten Raptor-Weibchen Blue und kann uns das kostenlose Werk trotz kurzer Spieldauer überraschen? Antworten liefert unser Review.

  1. Ab auf die Dino-Insel
  2. Auf die Größe kommt es an
  3. Das Problem mit der Kamera
  4. Unsere Wertung

Ab auf die Dino-Insel

Ähnlich wie das gelungene Dino-VR-Spiel Island 359 verschlägt es uns in Jurassic World: Blue auf eine Insel. Hier verfolgen wir die Geschichte des Raptor-Weibchens Blue, das nach den Ereignissen von Jurassic World in Freiheit auf der Islar Nublar weilt. Doch es brodelt im Dino-Paradies, und das ganz wortwörtlich. Ein alter Vulkan ist nämlich auf der Insel wieder erwacht und droht, die Dinosaurier ein zweites Mal auszurotten.

Der Vulkanausbruch ist nicht nur die Prämisse des neuen Kinofilms, sondern spielt auch in dem VR-Kurzfilm eine Rolle. Denn während Blue im ersten Kapitel noch ohne Sorgen (sofern Dinosaurier von so etwas geplagt werden) durch den Dschungel pirschte, findet sich das Raptoren-Weibchen zu Beginn von Kapitel 2 in einer alles verschlingenden Aschewolke wieder.

Als VR-Zuschauer befinden wir uns natürlich mittendrin und hören zunächst erstmal mehr, als wir sehen. Dabei spielt die Produktion sehr schön mit räumlichen Soundeffekten, die aus den Headset-Kopfhörern erklingen. Das Fauchen eines Dinos zu hören, während wir uns desorientiert im undurchsichtigen Nebel umschauen, erzeugt definitiv Spannung.

Auf die Größe kommt es an

Im Gegensatz zum ersten Kapitel begegnet Blue dieses Mal übrigens weitaus größeren Exemplaren ihrer Artgenossen. Wir wollen von dem ohnehin kurzem Filmerlebnis nicht zu viel vorwegnehmen, aber einen Tyrannosaurus Rex hautnah unter der VR-Brille zu erleben, hat schon einen besonderen Effekt. Besonders wenn uns dieser aus vollem Hals entgegen brüllt.

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Die Handlung des 360 Grad-Films fügt sich dabei zwar ohne Probleme zwischen die Ereignisse der beiden Jurassic World-Kinofilme ein, das Wort „Handlung“ wirkt hier allerdings fast überstrapaziert. Das Seherlebnis gleicht eigentlich mehr einer unkommentierten Tierdoku, nur das die Tiere in diesem Fall eigentlich seit Millionen von Jahren ausgestorben sind.

Letztendlich ist Jurassic World: Blue eben vor allem ein Showcase für die grandiosen, computeranimierten Dinosaurier des Visual Effects-Studios Industrial Light & Magic. Die Designer hinter den Effekten der Filmreihe arbeiteten nämlich für die VR-Produktion mit den ausführenden Felix and Paul Studios zusammen.

Das Problem mit der Kamera

Unter einem kleinen Manko leidet der VR-Ausflug in die Jurassic World dann aber doch: Der dynamischen Kamera. Denn in beiden Kapiteln beginnt sich ab einem bestimmten Punkt, die Kamera leicht nach vorne bzw. hinten zu bewegen. Dabei entsteht das Gefühl, als würden wir über dem Boden schweben – egal ob im Sitzen oder im Stehen.

Auch wenn die zusätzliche Bilddynamik natürlich für mehr Abwechslung sorgt, hat sie doch einen leicht desorientierenden Effekt, der obendrein der Immersion entgegenwirkt. Für Leute mit schwachem Magen kann das sogar zu leichtem Unwohlsein führen. Ein einfacher Trick schafft aber etwas Abhilfe. Stellt euch hin und lauft auf der Stelle, sobald die Kamerabewegung startet. Das sollte eurem Gleichgewichtssinn zumindest etwas entgegen kommen.

Unsere Wertung

Jurassic World: Blue ist ein weiteres beeindruckendes Kurzfilm-Projekt für den Oculus Store. In diesem Fall spielte dabei sicherlich auch die enge Zusammenarbeit mit den Experten hinter den Kinofilmen eine entscheidende Rolle.

Benjamin Hillmann

Mein Fazit:

Für Fans der Jurassic Park-Filme und sonstige Dino-Enthusiasten ist Jurassic World: Blue ein Muss. Aber auch abseits davon sollte sich eigentlich kein VR-Nutzer die realistisch in Szene gesetzten Uhrzeit-Reptilien entgehen lassen. Zu bemängeln bleibt nur ein weiteres Mal, dass der kostenlose Film VR-Headsets ohne Zugriff auf den Oculus Store vorenthalten bleibt.

Ihr solltet Jurassic World: Blue definitiv eine Chance geben, wenn ihr

  • Fans der Kinoreihe seid
  • einen Dinosaurier mal hautnah erleben wollt
  • eine beeindruckende 360 Grad-Filmerfahrung sucht

Der Kurzfilm für VR-Brillen ist nichts für euch, wenn

  • euch leicht schwindelig wird
  • euch riesige Echsen Angst machen
  • ihr kein Headset mit Oculus Store-Zugriff besitzt

Den 360 Grad-Film Jurassic World: Blue erhaltet ihr hier:

Getestet mit: Oculus Rift

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Benjamin Hillmann
Benjamin Hillmann

Zuhause zwischen Star Wars, Hellboy-Comics & Klängen von Nick Cave. Geht gerne mit Nathan Drake auf Schatzsuche. Gefühlt geistig verkoppelt mit David Lynch & Hideo Kojima.

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