Firewall: Zero Hour im Test – Counter-Strike VR

Mit Firewall: Zero Hour beschert First Contact Entertainment PSVR-Spielern einen waschechten Mehrspieler-Hit. Hat der Taktik-Shooter vielleicht sogar das Zeug, die breite Masse für VR zu begeistern?

  • von Benjamin Hillmann am 17.06.2019, 15:34 Uhr
Firewall-Zero-Hour-Header

Innovation ist zwar wichtig, manchmal braucht es aber auch nur eine gestandene Idee im neuen Gewand, um einen Erfolg zu feiern. Mit dem Online-Shooter Firewall: Zero Hour gelingt First Contact Entertainment genau so eine Punktlandung, die sich für Sonys PlayStation VR sogar zum System-Seller entwickeln könnte.

  1. Team-Taktik-Shooter im VR-Gewand
  2. Aim-Controller geschultert und los!
  3. Multiplayer is King: Nichts für Einzelgänger
  4. Unsere Wertung

Team-Taktik-Shooter im VR-Gewand

Bereits nach einer Runde Firewall: Zero Hour wird schnell klar, dass hier ein ganz bestimmter Shooter Modell stand: Die Rede ist natürlich von der ehemaligen Half-Life-Mod Counter-Strike. Statt Terroristen und Antiterroreinheit ziehen in Firewall allerdings zwei konkurrierende Söldner-Teams in den Kampf. Deren Einsatzziel ist nicht Bombenentschärfung oder Geiselbefreiung sondern das Hacken bzw. Verteidigen eines Laptops.

Nicht nur das grundsätzliche Spielprinzip, sondern auch das Setting der verschiedenen Karten erinnert dabei stark an Counter-Strike. Wir liefern uns Duelle in urbanen Umgebungen wie Bürokomplexen, Dockanlagen oder Lagerhallen. Vor jeder Runde wählen wir außerdem aus verschiedenen Figuren, Klassen und Waffen-Loadouts.

Jeder der zwölf Söldner besitzt eine eigenen Spezialfähigkeit (z.B. höhere Laufgeschwindigkeit), weitere Perks werden im Spielverlauf freigeschaltet. Die Wahl der Klasse entscheidet zudem darüber, ob wir etwa als Angreifer oder Unterstützer spielen, während sich in den Loadouts die eigene Ausrüstung modifizieren bzw. zusammenstellen lässt. Diese Optionen müssen wir allerdings mit Hilfe von Erfahrungspunkten und verdienten Credits erst freischalten.

Aim-Controller geschultert und los!

Firewall klingt zunächst also erstmal nach klassischer Multiplayer-Kost. Als ich mich mit Sonys Aim-Controller dann aber das erste Mal in die Online-Schlacht stürze, bemerke ich schnell die einzigartigen Vorteile, die Virtual Reality bietet.

Einerseits ermöglicht mir das Spielen mit dem PSVR-Headset beispielsweise, mich vorsichtig um Ecke zu beugen und durch Türrahmen zu spähen. Anderseits eröffnet mit der Aim-Controller auch ganz neue Möglichkeiten innerhalb der virtuellen Welt.

Beispielsweise deute ich mit meiner Waffe in eine bestimmte Richtung, um einem Team-Kameraden ein visuelles „Go“ zu geben. An einer Stelle des Matches halte ich mein Gewehr dank der Bewegungserkennung sogar blind um die Ecke und gebe so Feuerschutz.

Die Steuerung mit dem Aim-Controller funktioniert ausgezeichnet. Mit der zusätzlichen Hardware spielt sich Firewall: Zero Hour sehr intuitiv und nach ein bisschen Eingewöhnungszeit klappt selbst genaues Zielen ausgesprochen gut.

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Das Spiel lässt sich zwar auch mit dem Dual Shock-Gamepad spielen, ich empfehle aber definitiv Sonys VR-Knarre. Nicht nur wegen dem besseren Handling, sondern vor allem auch wegen der zusätzlichen Immersion.

Multiplayer is King: Nichts für Einzelgänger

Wer also regelmäßig oder auch nur mal ab und zu mit Freunden online spielt, sollte bei Firewall: Zero Hour unbedingt zuschlagen. PSVR-Besitzer, die in der Vergangenheit bereits neidisch auf den PC-VR-Hit Pavlov VR geschielt haben, erhalten hier ein rundum gelungenes Mehrspieler-Erlebnis.

Wer sich bevorzugt nur allein in VR bewegt, wird mit Firewall: Zero Hour allerdings wohl nur bedingt glücklich. Singleplayer erwartet nämlich nur ein kurzes Tutorial sowie die Möglichkeit, im Trainings-Modus gegen Bots anzutreten. Immerhin wird das aber auch mit Erfahrungspunkten belohnt.

Unsere Wertung

Benjamin Hillmann

Mein Fazit:

Firewall: Zero Hour ist eine kleine Offenbarung für Sonys VR-Brille. Denn der Taktik-Shooter beweist, dass VR-Online-Duelle auf Konsole nicht nur funktionieren, sondern richtig Laune machen. Wer einmal mit dem Aim-Controller im Anschlag auf die Pirsch gegangen ist, will das Headset für zukünftige Internet-Scharmützel gar nicht mehr absetzen.

Firewall: Zero Hour ist genau das richtige für euch, wenn ihr:

  • euren Aim-Controller entstauben wollt
  • auf der Suche nach einem coolen Online-Shooter seid
  • der Name Counter-Strike ein Lächeln auf euer Gesicht zaubert
  • gerne im Team arbeitet und euer Vorgehen gemeinsam plant

Der Online-Taktik-Shooter ist wahrscheinlich nichts für euch, wenn ihr

  • einen umfangreichen Einzelspieler-Modus erwartet
  • keinen Aim-Controller besitzt (kein Kauf nur für das Spiel lohnt sich!)

Firewall: Zero Hour für PSVR könnt ihr hier kaufen:

Getestet mit: PlayStation VR

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Benjamin Hillmann
Benjamin Hillmann

Zuhause zwischen Star Wars, Hellboy-Comics & Klängen von Nick Cave. Geht gerne mit Nathan Drake auf Schatzsuche. Gefühlt geistig verkoppelt mit David Lynch & Hideo Kojima.

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