EXIT VR: HUXLEY im Test – Immersives Escape Room-Erlebnis

EXIT Live Adventures verbindet die klassische Escape Room-Erfahrung mit neuster Virtual-Reality-Technik. Wir haben uns am Berliner Standort des Exit VR-Betreibers die HTC Vive samt PC-Backpack umgeschnallt und die HUXLEY VR-Mission für euch gespielt.

  • von Benjamin Hillmann am 21.06.2019, 16:36 Uhr
Huxley-Header

Live Escape Rooms und Virtual Reality sind wie für einander gemacht. Einerseits erfreut sich das ortsgebundene Rätselraten als soziales Event wachsender Beliebtheit. Anderseits entfaltet Virtual Reality gerade als Gruppenerfahrung mit ausreichend Platz und voller Bewegungsfreiheit eine besondere Faszination.

Wir haben uns deshalb sehr darüber gefreut, auf Einladung von EXIT Live Adventures die mit dem Deutschen Computerspielpreis 2018 ausgezeichnete HUXLEY-Mission zu testen.

  1. HUXLEY: Im VR-Escape Room gemeinsam die Welt retten
  2. Mitten im Sturm!
  3. Sci-Fi-Abenteuer mit hohem Immersionsgrad
  4. Exit VR: Spielzeit und Blick hinter die Kulissen
  5. Unsere Wertung

HUXLEY: Im VR-Escape Room gemeinsam die Welt retten

HUXLEY ist ein ortsgebundenes („location-based“) Virtual-Reality-Spiel. Das heißt, ihr werdet vor Ort in Berlin (bzw. in Dortmund, Hannover oder Speyer) mit VR-Brille, Bewegungscontroller und PC-Rucksack ausgestattet und erlebt einen auf die dortigen Räumlichkeiten optimierten VR-Trip.

Wie bei klassischen Escape Room Games können wir zunächst Jacken und Taschen in einem Schließfach verstauen und werden dann zum Spielbereich geführt.

Während EXITs reale Escape Room-Spiele in einem Bunker aus DDR-Zeiten stattfinden, gestaltet sich das Ambiente des Exit VR-Spiels auf den ersten Blick ziemlich nüchtern: Wir betreten einen ca. 25 qm großen Raum, der bis auf die an einer Wand baumelnde VR-Hardware leer ist. Kein Wunder, schließlich erwartet uns die eigentliche Spielumgebung auch erst nach Aufsetzen der Brille.

Voll ausgerüstet und nach einer kurzen Einführung durch die Spielleiterin stehen wir auch schon in der postapokalyptischen Zukunft von HUXLEY. Zu Beginn des Spiels wählen wir zunächst einen von vier Avataren. Bei der Auswahl können sich VR-Neulinge auch gleich mit der Bedienung der Vive-Bewegungscontroller vertraut machen.

Wir haben bei unserem Test zu zweit in einem Team gespielt. Grundsätzlich können sogar bis zu vier Spieler eine Gruppe bilden und auf Wunsch sogar gegen vier weitere Spieler antreten. Das Team, das als erstes das Spielziel erreicht und das Überleben der Menschheit im 22. Jahrhundert sicherstellt, gewinnt.

Mitten im Sturm!

Nach dem Spielauftakt im virtuellen Erdorbit zieht es uns schon bald auf die verwüstete Oberfläche des Planeten. Hier müssen wir gemeinsam das erste größere Rätsel lösen. Beeindruckt sind wir zunächst aber vor allem von dem hervorragenden Mittendrin-Gefühl.

Dank einer Windmaschine spüren wir etwa am eigenen Leib die Stürme, die auf der verwüsteten Erdoberfläche toben. Sowas bekommen wir beim VR-Erlebnis daheim nicht geboten! Dank dem PC-Rucksack, an dem unsere HTC Vive-Brille angeschlossen ist, gibt es außerdem keinen Kabelsalat und damit auch keine Stolperfallen.

Daneben ist es faszinierend, den eigenen Team-Kollegen als VR-Avatar zu sehen, während er auch in Wirklichkeit neben uns steht. Wir befinden uns gemeinsam in einer abgefahrenen Science-Fiction-Welt und könnten uns dabei trotzdem die Hände reichen, würden wir dabei nicht mit den Controllern gegeneinander stoßen.

Kommunizieren können wir übrigens ebenfalls per Mikrofon und Kopfhörer. Sollten wir einmal gar nicht im Spiel voran kommen, kann sich außerdem die Spielleiterin dazu schalten.

Sci-Fi-Abenteuer mit hohem Immersionsgrad

Im späteren Spielverlauf sind wir in einer alten Kathedrale unterwegs, die mit futuristischem Gerät vollgestopft ist, das uns vor allerlei Rätsel stellt. Die Entwickler von HUXLEY nutzen sehr geschickt einen virtuellen Aufzug, um uns zwischen verschiedenen Ebenen wechseln zu lassen. So haben wir den Eindruck, uns natürlich in einer Spielwelt zu bewegen, die wesentlich größer ist als der reale Raum, in dem wir uns befinden.

Grundsätzlich kommen mein Teamkollege und ich uns beim Herumlaufen in der virtuellen Realität nicht in die Quere. Wir vergissen durch den hohen Grad an Immersion allerdings schon mal, dass die dargestellten VR-Avatare nicht unbedingt dem Körperbau des Teammitglieds entsprechen, wodurch wir durchaus mal zusammenstoßen.

Deshalb spielen in Vierer-Teams aus Sicherheitsgründen immer nur zwei Menschen auf einer realen Fläche, die anderen beiden Mitspieler agieren in parallelen Räumlichkeiten.

Exit VR: Spielzeit und Blick hinter die Kulissen

Die HUXLEY-VR-Mission dauert rund 45 Minuten, wir spielen also unter Zeitdruck. Ein Timer am virtuellen Handgelenk lässt uns dabei wissen, wie viel Zeit wir noch haben. Keine Angst: Die Spielleiterin hat die Zeit im Blick und hilft weiter, sollte es einmal gar nicht mehr vorangehen.

Wir haben HUXLEY in rund 40 Minuten beendet und waren nur an wenigen Stellen auf Tipps angewiesen. Spieldesign und Schwierigkeit der Rätsel sind also gut auf die vorgegebene Spieldauer abgestimmt.

Das Team von EXIT VR hat uns danach einen kurzen Blick hinter die Kulissen des Spiels gewährt. Während sich Spieler durch die virtuellen Welten puzzlen, verfolgt die Spieleitern all unsere Aktion über PC-Bildschirme in einem Nebenraum. Auf diese Weise kann sie uns bei Bedarf mit Tipps über unsere Kopfhörer zur Seite stehen.

Alle Bestandteile der HUXLEY-Erfahrung sind durch das dauerhaft installierte Setup sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Das Tracking unserer Bewegungen funktioniert entsprechend gut, das Spiel läuft fehlerfrei.

Der mobile Rechner auf unserem Rücken, mit dem die Vive-Brille verkabelt ist, ist übrigens ein XMG Walker. Dieses speziell für VR gefertigte Backpack ist unter anderem mit einem Intel Core i7-7700HQ-Prozessor und einer GeForce GTX 1070 mit 8 GB GDDR5-Speicher ausgestattet.

Da der Betrieb ordentlich Storm verbraucht, musste während der Spiel-Session einmal bei jedem Spieler der Akku gewechselt werden, was dank der Unterstützung durch die Spielleiterin reibungslos erfolgte. Die virtuellen Lichter gehen also nicht plötzlich aus.

Unsere Wertung

Benjamin Hillmann

Mein Fazit:

Das virtuelle Escape Room-Spiel HUXLEY ist in mehrerer Hinsicht ein tolles Erlebnis. VR-Einsteiger erhalten einerseits die Möglichkeit, Virtual Reality endlich einmal unter optimalen Bedienungen auszuprobieren. Das gemeinschaftliche Spiel an einem Ort und die zusätzliche Bewegungsfreiheit zaubert außerdem auch erfahrenen VR-Nutzern ein Grinsen ins Gesicht.

HUXLEY von EXIT VR wird euch gefallen, wenn ihr:

  • Escape Room Games toll findet
  • gerne im Team Rätsel löst und Aufgaben absolviert
  • nach einer Möglichkeit sucht, selber einmal VR unter optimalen Bedingungen zu testen

HUXLEY ist wahrscheinlich eher nichts für euch, wenn ihr:

  • auf passive VR-Erlebnisse steht
  • lieber ballert, statt rätselt
  • notorische Einzelgänger seid

Tickets für das HUXLEY-VR-Spiel von EXIT VR in Berlin, Dortmund, Hannover und Speyer erhaltet ihr hier:

Getestet mit: HTC Vive

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Benjamin Hillmann
Benjamin Hillmann

Zuhause zwischen Star Wars, Hellboy-Comics & Klängen von Nick Cave. Geht gerne mit Nathan Drake auf Schatzsuche. Gefühlt geistig verkoppelt mit David Lynch & Hideo Kojima.

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