Die 9 besten Horrorspiele für den PC 2017 – Gruseln garantiert!

Horror-Expertin Conny von GameZ.de präsentiert euch die 9 besten PC-Horrorspiele, die ihr 2017 spielen könnt! Wer sich gruseln will, muss hier entlang.

  • von Constanze Thiel am 19.07.2017, 14:03 Uhr

Willkommen zur Horror-Show. Klar, hier gibt’s jede Menge Grusel, Blut, Jumpscares und Spiele, für die ihr euch am besten mit massig Taschentüchern ausstattet, um Angstschweiß von Maus und Tastatur zu entfernen. Allerdings bin ich der Meinung, dass sich nichts und niemand allzu ernst nehmen sollte – auch nicht das Horror-Genre.

Deshalb findet ihr in meiner Liste der besten Horrorspiele für PC nicht nur die allergrößten Schocker, sondern ebenso Spiele, die das Genre mit einem Augenzwinkern bedenken. Oder einige Titel, die ihr vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hattet, ich euch aber als extrem empfehlenswert wärmstens ans Herz lege.

Outlast

Eine abgelegene Nervenheilanstalt, in der merkwürdige Dinge vor sich gehen. Ein Journalist, der gegen seinen Willen mitten in diesen Horror stolpert. Klingt für euch wie eine Aneinanderreihung von Klischees? Recht habt ihr. Outlast nutzt eure damit verbundenen Erwartungen allerdings gekonnt aus und erzählt eine Geschichte, die alles andere als ausgenudelt ist.

Ähnlich wie bei Resident Evil 7 seid ihr in diesem Horror-Titel nicht als abgebrühter Profi mit jeder Menge Munition, sondern als Journalist Miles Upshur unterwegs. Weil der besser rennen als kämpfen kann, macht ihr das ganze Spiel lang genau das – weglaufen.

Dreh- und Angelpunkt stellt dabei eine Kamera mit Nachtsichtfunktion dar, mit deren Hilfe ihr euch auch in tiefster Dunkelheit orientiert. Um sie in Betrieb zu halten, müsst ihr im Spiel gut mit gefundenen Batterien haushalten. Warum ich Outlast deshalb für das bessere Resident Evil halte, erkläre ich an anderer Stelle.

Lasst bitte bloß die Hände von Outlast 2, das ist nämlich eine maßlose Enttäuschung und kommt nicht einmal ansatzweise an seinen Vorgänger und dessen Whistleblower-DLC heran.

ObsCure

Dieser Third-Person-Horror kam vor mehr als zehn Jahren auf den Markt. Ich persönlich liebe die Gruselgeschichte rund um unheimliche Vorgänge an einer amerikanischen Highschool aber immer noch heiß und innig. ObsCure bietet, neben einem Koop-Modus für reichlich Blödeleien beim gemeinsamen Spielspaß mit Freunden, eine fantastische musikalische Untermalung des Komponisten Olivier Deriviere (Alone in the Dark, Get Even). Stücke aus dem Soundtrack finden bis heute immer wieder ihr Weg in mein Ohr.

Falls ihr also richtig Lust auf kitschigen Highschool-Horror mit einem gewissen Resident-Evil-Charme habt, widmet euch diesem gut gealterten Goldstück. Wer nach dem Durchspielen nicht genug von Shannon, Stanley und den restlichen Teenies bekommt, kann sich gleich in ObsCure 2 stürzen. Auf einen dritten Teil werdet ihr danach jedoch, ebenso wie ich, vergeblich warten.

Left 4 Dead 2

Ein Klassiker, dessen dritter Teil ebenfalls auf sich warten lässt. Das beste an Left 4 Dead 2 ist, dass die Macher den Spezial-Typen unter den Zombies (Witch, Tank & Co.) jeweils Erkennungsmerkmale spendiert haben.

Das wohl bekannteste habe ich im Anschluss für euch eingebunden. Und lasst euch gesagt sein: Wenn ihr im Spiel bei strömendem Regen durch ein Zuckerfeld lauft, ist die Witch-Melodie das letzte, was ihr hören wollt. (Dieses Musikstück anzuschmeißen, während ihr nachts im Auto durch einen Wald kurvt, ist übrigens auch nicht empfehlenswert.)

Davon abgesehen schickt euch Left 4 Dead 2 ausgerüstet mit E-Gitarren, Bratpfannen, Kettensägen, Katanas und einem beachtlichen Schusswaffenarsenal gegen Zombie-Clowns oder sabbernde Spitter in den Kampf. Für besonders viel Spaß sorgt außerdem der Versus-Modus, in dem zwei Teams, bestehend aus je vier Spielern, gegeneinander antreten. Eine Mannschaft spielt menschliche Überlebende, die andere die übernatürlichen Zombies.

Layers of Fear

Ihr trauert immer noch darum, dass Silent Hills nach dem eindrucksvollen Playable Teaser (P.T.) sein Ende gefunden hat? Dann gebt Layers of Fear eine Chance. Dieses Horror-Adventure zieht euch in die verdrehte Gedankenwelt eines Malers, der bei der Arbeit an seinem Meisterwerk dem Wahnsinn verfällt.

Die gesamte Handlung geht dabei im Haus des Künstlers vonstatten, dessen Flure und Zimmer sich um euch herum wie ein farbbekleckster Drogentrip ständig verzerren und verändern. Während ihr umher wandelt, deckt ihr eine Familientragödie auf, erlebt intensiven psychologischen Horror und wer ganz genau hinschaut, findet zusätzlich Referenzen auf Maler wie Rembrandt oder Hieronymus Bosch. Schaurig schön!

Dead Space

Das, was Isaac Clarke in Dead Space erlebt bloß als schlechten Arbeitstag abzustempeln, wäre eine unglaubliche Untertreibung. Er wird eigentlich als Ingenieur auf einen Reparatur-Auftrag geschickt, der vollkommen eskaliert.

Anstatt seinem eigentlichen Job nachzugehen, modifiziert der Hauptcharakter Werkzeuge zu Waffen um und stellt sich mit Plasma Cutter oder improvisiertem Flammenwerfer den sogenannten Necromorphs entgegen. Das sind blutrünstige Monster, die das Schiff fest im Griff haben, das Isaac zu Beginn bloß reparieren sollte.

Einfach nur drauflos schießen oder prügeln reicht allerdings nicht. Die Necromorphs verfügen über bestimmte Schwachstellen, die es zu identifizieren und im Kampf strategisch auszunutzen gilt. Schwerelosigkeit und Vakuum erschweren zudem einige Levelabschnitte in Dead Space. Zum Glück kann der Protagonist noch auf Spezialfähigkeiten wie Stasis (Verlangsamung von Gegnern sowie Gegenständen) oder Kinesis (Bewegen und Werfen von Objekten) zurückgreifen.

Perception

Cassie Thornton schickt sich in Perception an, das Mysterium um ein Gruselhaus zu ergründen, das sie immer wieder in ihren Albträumen heimsucht. So weit, so klischeebeladen. Was dieses Horror-Adventure hervorhebt, ist seine Umsetzung. Denn die Protagonistin ist blind, was die Gameplay-Mechaniken maßgeblich beeinflusst. Aus der Ego-Perspektive könnt ihr eure Umgebung nur dann erkunden, wenn ihr mit ihrem Blindenstock durch ein Klopfen Geräusche erzeugt.

Zu oft dürft ihr dadurch aber nicht auf euch aufmerksam machen, denn das Haus ist nicht so verlassen wie es auf den ersten Blick scheint. Wer Project Zero und Silent Hill: Shattered Memories mochte, sollte sich diese Perle nicht entgehen lassen. In einem anderen Artikel erfahrt ihr übrigens noch mehr über das Horror-Adventure Perception und seine größte Stärke.

Resident Evil 7: biohazard

Horrorhaus? Check. Fiese Mitglieder einer Hinterwäldlerfamilie, die euch an den Kragen wollen? Check. Abgefahrene Rätsel, ein Haufen Waffen und Ressourcen-Management? Check. Resident Evil 7: biohazard besinnt sich wieder auf Horror anstelle von Action und versetzt euch dank Ego-Perspektive erstmals direkt in die Haut des Protagonisten Ethan Winters. Der ist – ganz anders als Leon S. Kennedy – eben kein abgebrühter Profi, sondern keucht sich auf der Suche nach seiner Frau Mia durch das Anwesen der Baker-Familie.

Resident Evil 7 überzeugt Genre-Fans mit hohem Ekelfaktor, tollem Voice Acting sowie dem besten aus seinen Inspirationsquellen Outlast, F.E.A.R. und dem Playable Teaser zu Silent Hills. Unterm Strich ist der Titel ein gelungener Horrortrip zurück zu den Wurzeln, mehr dazu lest ihr in meinem Test.

Deadly Premonition

Bei Deadly Premonition handelt es sich um eines der am kontroversesten diskutierten Horrorspiele, die jemals veröffentlicht wurden. Ihr schlüpft darin in die Rolle von Spezialagent Francis York Morgan (Nennt ihn bitte einfach nur »York«, macht jeder so.), der einem mysteriösen Mord auf der Spur ist. Doch im Örtchen Greenvale besucht ihr nicht nur Tatorte. An Angelplätzen fischt ihr zum Zeitvertreib nach Munition, erwerbt an Snackautomaten Cracker zu horrenden Preisen oder lest euer Tageshoroskop aus einer Tasse Kaffee.

Klingt absurd, ist auch so. Deadly Premonition kopiert die Serie Twin Peaks ganz ungeniert, verfeinert sie mit einer gehörigen Portion Silent Hill und würzt mit etwas Project Zero nach. Wer bitter ernsten Horror erwartet, ist hier vollkommen falsch.

Stattdessen liefert dieser Titel eine abgeschmackte Story, hakeliges Gameplay sowie Dialoge jenseits von Gut und Böse – aber das mit ganz viel Charme. Deadly Premonition hat auf PC ganz klar mit einigen Rucklern zu kämpfen, ist jedoch so unterhaltsam, dass ihr diese Fehlerchen in Kauf nehmen solltet.

Amnesia: The Dark Descent

Ein Klassiker der jüngeren Videospielgeschichte, der in dieser Liste nicht fehlen darf. Unbewaffnet und ohne Hinweise auf die eigene Identität findet sich Hauptcharakter Daniel in einer riesigen Burg wieder, in der sich unheimliche Kreaturen an seine Fersen heften. Dementsprechend vorsichtig müsst ihr bei der Erkundung des Gemäuers vorgehen. Riskante Sprint-Manöver? Fehlanzeige. Ihr solltet euch lieber auf behutsame Stealth-Taktiken konzentrieren.

Daniel aus Amnesia: The Dark Descent ist nämlich – ähnlich wie die Protagonisten von Outlast oder Resident Evil 7 – kein Charakter, der mit solchen Extremsituationen vertraut ist. Aus diesem Grund müsst ihr darauf achten, ihn nicht zu viel Stress auszusetzen.

Hört er angsteinflößende Geräusche, trifft auf Gegner oder verbringt zu viel Zeit im Dunkeln, verliert Daniel seinen Verstand. Das führt dazu, dass er seine Umgebung anders wahrnimmt, als sie in Wirklichkeit ist.

Anstehende Horror-Releases 2017

All diese Spiele sind meiner Meinung nach fantastische Vertreter des Horror-Genres, sie alle haben bekommen in absehbarer Zeit aber reichlich Konkurrenz. Dazu zählen unter anderem Visage, das sich stark am Playable Teaser zu Silent Hills orientiert, sowie Scorn – ein Horror-Adventure, das aussieht wie von H.R. Giger selbst erschaffen.

Welche Horror-Releases euch im Jahr 2017 noch erwarten, habe ich an anderer Stelle für euch zusammengefasst.

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Constanze Thiel
Constanze Thiel

Winterkind. Superbeast. Lipstick stains & video games. Mother of Xenomorphs. Fährt am Wochenende gerne mit ihren Pokémon raus nach Silent Hill.

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