BOXVR im Test: Fitnesstraining in VR mit hohem Spaßfaktor

BOXVR vereint knallharte Workouts mit Videospielelementen. Was erst einmal paradox klingt, funktioniert beim Titel aus dem Hause fitXR erstaunlich gut. Wie schafft das Fitnessspiel es, uns zu motivieren?

  • von Oliver Schmiedchen am 21.06.2019, 15:44 Uhr
BOXVR-Header

Ob Videospiele echter Sport sind, wird noch immer leidenschaftlich diskutiert. Bei BOXVR stellt sich diese Frage (aus anderen Gründen) überhaupt nicht. Wer bei diesem Fitness-Spiel nicht in Schweiß ausbricht, macht definitiv etwas falsch. Ach ja: Mächtig Spaß macht das Ganze auch noch!

  1. BOXVR: Im Schweiße unseres Angesichts
  2. Guitar Hero? Box Hero!
  3. Schweißtreibende Spielmodi
  4. Unsere Wertung

BOXVR: Im Schweiße unseres Angesichts

Ihr besitzt ein Virtual Reality-Headset nebst Bewegungscontrollern? Ihr treibt nur keinen Sport, weil ihr dazu nicht nach draußen oder ins Fitnessstudio gehen wollt? Ab jetzt habt ihr keine Ausreden mehr: BOXVR bringt schweißtreibende Workouts direkt in euer Wohnzimmer.

Schon der Startbildschirm zeigt: bei BOXVR geht es schnell und schnörkellos zur Sache. Das Menü ist nämlich eine virtuelle Umkleidekabine. Wir empfehlen euch, dies als Wink mit dem Zaunpfahl anzusehen und ausschließlich in Sportkleidung zu spielen – euch wird nämlich sehr schnell sehr warm werden.

Guitar Hero? Box Hero!

Im Optionsmenü geben wir unsere Körpergröße und unser Gewicht ein. Diese Informationen nutzt das Spiel, um bei den Workouts unseren Kalorienverbrauch zu berechnen. Anschließend machen wir uns in einem kurzen Tutorial mit der Steuerung vertraut, die sehr simpel gehalten ist und eher Parallelen zu Beat Saber als zum VR-Boxspiel Creed: Rise to Glory aufweist.

Während des Trainings benötigen wir nämlich keinen einzigen Knopf auf unseren Bewegungscontrollern. Wir halten sie lediglich in der Hand und boxen im Takt der Musik anfliegende Ballons weg.

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Je nach Farbe des Ballons müssen wir das mit einem geraden Schlag, einem Haken oder einem Schwinger erledigen. Zusätzlich gibt es Objekte, die wir beidhändig wegblocken müssen. Damit unsere Beine auch etwas zu tun haben, müssen wir ab und an anfliegenden Balken ausweichen, indem wir uns wegducken. Das Tracking funktioniert dabei perfekt, alles fühlt sich „richtig“ an. Das haptische Feedback unserer Controller, die bei jedem Treffer vibrieren, kommt ebenfalls der Immersion zugute.

Schweißtreibende Spielmodi

Das Gameplay dürfte jedem, der schon einmal Guitar Hero oder Beat Saber gespielt hat, schnell in Fleisch und Blut übergehen. Je mehr Aktionen ihr nacheinander korrekt ausführt, desto höher wird euer Punktemultiplikator und damit euer Highscore, den ihr nach getaner „Arbeit“ in Bestenlisten mit anderen Spielern und Freunden vergleichen könnt. Aktuell habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Spielmodi plus Mehrspielermodus.

Es gibt vorgefertigte Workouts, mit denen ihr wahlweise eure Schnelligkeit, Kraft oder Ausdauer fokussiert trainieren könnt. Außerdem gibt es einen Endlosmodus, in dem es gilt, möglichst alle Aktionen korrekt auszuführen – wer zu viele Fehler hintereinander macht, sieht hier den „Game Over“-Bildschirm.

Falls euch die Begleitmusik des Spiels nicht zusagt, könnt ihr in einem weiteren Modus ähnlich wie in Audioshield eure eigenen Songs importieren, zu denen BOXVR dann ein rhythmisch passendes Workout kreiert. Dabei habt ihr sogar die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden.

Das Ganze funktioniert überraschend gut, besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden passen die Boxsequenzen perfekt zu den Beats unserer Songs – Zumindest, solang ihr Rhythmus-betonte Musik (Hip Hop / Elektro) nutzt, bei Rock-Songs will sich leider kein rechtes Taktgefühl einstellen.

Unsere Wertung

Virtual Reality hat nicht nur im Profisport seinen Platz, sondern eignet sich auch hervorragend als Workout-Instrument, das beweisen Spiele wie Beat Saber, Audica, Sprint Vector – und ganz besonders BOXVR, denn hier steht der Trainings-Aspekt klar im Vordergrund, was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut.

Oliver Schmiedchen

Mein Fazit:

Wer eine zünftige Runde BOXVR gespielt hat und dann immer noch allen Ernstes behaupten möchte, dass Videospiele und Sport sich gegenseitig ausschließen, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Besonders die Workouts zur eigenen Musik machen mächtig Laune und verleiten mich immer wieder dazu, noch ein Lied dranzuhängen. Das Resultat: eine spaßige Spielerfahrung, viel Bewegung und ein ordentlicher Muskelkater am nächsten Tag. BOXVR ist für mich eine tolle Möglichkeit, wirksam und mit hohem Spaßfaktor Sport zu treiben, ohne dafür ins Fitnessstudio zu gehen - wer innerhalb der eigenen vier Wände trainieren möchte, sollte sich das Spiel unbedingt genauer ansehen.

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Getestet mit: Oculus Rift

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Oliver Schmiedchen
Oliver Schmiedchen

Gamer aus Leidenschaft, dabei seit PlayStation 1-Zeiten. Aktuell zuhause auf Xbox One und in Sachen VR auf dem PC. Hält die SEGA Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten. Feiert Musik von Gucci Mane über Led Zeppelin bis Adam Beyer.

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