Xbox Scorpio: Technische Details versprechen Super-Konsole

Digital Foundry war bei Microsoft zu Gast und verrät nun, welche Hardware in der kommenden Xbox Project Scorpio verbaut ist.

  • von Sebastian Weber am 06.04.2017, 15:15 Uhr

Die englischen Hardware-Spezialisten von Digital Foundry waren kürzlich bei Microsoft in Redmond in den USA zu Gast und hatten dort exklusiv die Möglichkeit, einen ausführlichen Blick auf das Innenleben der neuen Xbox One mit dem Namen Project Scorpio zu werfen (via Eurogamer).

Dabei wurden nun folgende Bauteile als finale Hardware-Komponenten bekannt:

  • 8-Kern-Prozessor mit 2,3 GHz Taktrate
  • Grafikkarte mit 40 Recheneinheiten mit einer Taktrate von 1.172 MHz
  • 12 GB GDDR5 RAM, mit einer Speicherbandbreite von 326 GB/s
  • 1 TB Festplatte
  • UHD Blu-ray-Laufwerk

Zudem soll die Bauweise der Konsole stark der Xbox One S ähneln und hat zum Beispiel ebenfalls ein innen verbautes Netzteil und verzichtet ebenso auf einen Anschluss für die Kinect-Kamera.

Was bedeuten diese Komponenten?

Zusammengefasst lässt sich laut Digital Foundry sagen, dass der Prozessor der Xbox One Project Scorpio rund 30 Prozent schneller arbeitet als der der Xbox One.

Die Grafikkarte ist ebenfalls rund 4,6-mal schneller. Digital Foundry bezeichnet die Grafikeinheit als »sehr, sehr schnell«, während die CPU nur moderat an Leistung gewinnt.

Außerdem haben Spiele, nachdem man den Speicherbedarf des Betriebssystems von 4 GB abzieht, immer noch 8 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, mit denen sie arbeiten können. Bei der Xbox One waren es lediglich 5 GB.

Im Vergleich zur Konkurrenz der PlayStation 4 Pro soll die Xbox One Project Scorpio aber über deutlich mehr Leistung verfügen.

Wie profitieren Spiele davon?

Digital Foundry sah bei Microsoft nur eine Demo von der in Forza genutzten Engine. Die allerdings lief mit den höchsten Grafikeinstellungen, also dynamischem Wetter, die maximale Zahl an Flitzern und so weiter. Und obwohl die Demo in 4K-Auflösung abgespielt wurde, lief sie mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde.

Im Vergleich: Die Xbox One muss für die gleiche Demo in lediglich Full HD rund 90 Prozent ihrer Leistung abrufen, während die Xbox One Project Scorpio hier nur auf 60 bis 70 Prozent ihrer Leistung zurückgreift.

Später drehten die Microsoft-Mitarbeiter die Grafikqualität noch ein Stück höher auf Einstellungen, die mit den Ultra-Settings auf einem PC vergleichbar wären. Auch hier brach die Bildwiederholrate nicht ein.

Im Endeffekt werden also vor allem Leistungshungrige und die künftigen Spiele in der modernen 4K-Auflösung von der neuen Konsole profitieren.

Aber auch Nutzer, die nur einen normalen Full-HD-Bildschirm nutzen, sollen wohl dank der höheren Leistungsfähigkeit und mit speziellen Grafikmodi in den Spielen ein deutlich eindrucksvolleres Erlebnis erwarten können.

Was kostet die Konsole?

Die Frage wird zu guter Letzt im Artikel von Digital Foundry nicht beantwortet, da Microsoft sich hier noch nicht äußert. Die Hardware-Experten gehen aber davon aus, dass die Xbox One Project Scorpio vermutlich teurer sein wird, als die PlayStation 4 Pro und schätzen, dass ein Preis von 499 Dollar realistisch sein dürfte (was vermutlich gleichbedeutend mit 499 Euro ist).

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.