Xbox One S und Project Scorpio: Was kann die neue Xbox One?

Auf der Microsoft-Pressekonferenz hat der Publisher gleich zwei neue Konsolen vorgestellt: Die schmalere Xbox One S und das Gaming-Monster Project Scorpio.

  • von Ann-Kathrin Kuhls am 14.06.2016, 10:28 Uhr

Wenn wir die neuen X-Box-Modelle nebeneinander stellen, sieht das wahrscheinlich aus wie ein Familienausflug. Die vierzig Prozent kleinere Xbox One S wirkt regelrecht niedlich neben ihren beiden großen Brüdern. In dem kleinen Kerlchen steckt aber so einiges: In Sachen Technik steht sie der aktuellen Xbox One nicht nur in nichts nach, sie steckt sie in manchen Bereichen auch noch mühelos in die Tasche.

Das macht die Xbox One S aus:

  • 40 Prozent kleiner als das Original (Die bisherige One wirkt vor allem neben der PS4 sehr massig)
  • Bis zu 2 TB interner Festplattenspeicher
  • IR-Blaster (für Infrarotkopplungen mit anderen Geräten)
  • Integrierter Akku (Die kleine Box am Ladekabel ist jetzt in der Konsole)
  • HDR-Gaming bei HDR-unterstützenden Spielen (HDR: High Dynamic Range Rendering erlaubt beispielsweise höheren Kontrast zwischen hellen und dunklen Stellen)
  • 4k-Video und Blu-Ray
  • Dazu kommt ein neuer Wireless-Controller mit genoppten Griffen für mehr Halt, höherer Reichweite und Unterstützung für Xbox Wireless und Bluetooth
  • Die 500 GB-Version soll ab 299 Dollar zu haben sein (umgerechnet 265 Euro). Zum Vergleich: Die »normale« Xbox One ist im Bundle mit Quantum Break für 280 Euro erhältlich, die 1-Terrabite-Variante kostet 309 Euro.

Zusätzlich zum kleinen Bruder hat Microsoft zudem noch ein weiteres Mitglied der Familie angekündigt: Project Scorpio, eine Art Super-Xbox-One: Nach Angaben des Entwickler-Teams sogar die stärkste Konsole, die bis jetzt gebaut wurde.

Laut Microsoft wird der in die Scorpio-Xbox eingebaute Grafikprozessor der fähigste sein, der bis jetzt in einer Konsole verbaut wurde. Er erlaubt Rendering mit 60 Herz und dekomprimierte Pixel. Das würde eine erheblich bessere Auflösung erlauben: Bis jetzt werden die Pixel komprimiert, sobald zu viel auf dem Bild los ist (beispielsweise durch eine Explosion oder eine Verfolgungsjagd).

So wird die Bildwiederholungsrate (Herz) konstant gehalten, damit das Bild nicht ins Stottern gerät. Wenn aber stetig mit 60  Herz gerendert werden kann, müssen die Pixel nicht komprimiert werden, und die Auflösung bleibt konstant in Full HD (1080p).

Damit die Konsole das schaffen kann, muss auch die Leistung der Xbox One erhöht werden. Dazu bekommt der Konsolen-Gigant 8 CPU Kerne eingesetzt und erhält eine Speicherbandbreite von 320 GB pro Sekunde. So können Daten um ein vielfaches schneller verarbeitet werden. Zusammen mit dem neuen Grafikprozessor soll so hochauflösendes 4k-Gaming möglich sein.

Ann-Kathrin Kuhls
Ann-Kathrin Kuhls

Erstes Spiel: Jazz Jackrabbit Lieblingsgenres: Action-Adventure, (Japan-)Rollenspiele, Strategie Lieblingsspiele/-serien: Final Fantasy, The Last of Us, Alice: Madness Returns, XCOM: Enemy Unknown