Wolfenstein: Cyberpilot – Umstrittener VR-Ableger erschienen

Mit Wolfenstein: Cyberpilot ist erstmals ein VR-Ableger des Wolfenstein-Franchises erschienen. Was erwartet euch in Bethesdas neuen VR-Shooter und mit welchen Problemen hat das VR-Spiel zu kämpfen?

  • von Thomas Grohganz am 29.07.2019, 12:19 Uhr
Wolfenstein: Cyberpilot

Wolfenstein: Cyberpilot wurde erstmals auf der E3 2018 angekündigt und daraufhin als spielbare Demo auf der Gamescom 2018 vorgestellt. Nun ist der erste VR-Ableger des Franchises letzte Woche zeitgleich neben Wolfenstein: Youngblood (Lest unseren Trophäen-Guide hier) erschienen. Gemeinsam mit Entwickler Machine Games und Arkane Studios veröffentlichte Publisher Bethesda (Skyrim VR, Fallout 4 VR, Doom VFR) den VR-Shooter, um euch auf Nazi-Jagd in die virtuelle Realität zu schicken.

Wolfenstein: Cyberpilot – VR-Nazi-Jagd in Kampfrobotern

In Wolfenstein: Cyberpilot schlüpft ihr in einer eigenständigen Geschichte in die Rolle eines Pariser Widerstandskämpfers im Jahr 1980. Als bester Hacker der Stadt nutzt ihr eure technischen Fähigkeiten, um euch Zugriff auf die maschinellen Waffen des Nazi-Regimes zu schaffen und die Kriegsgeräte gegen eure Feinde einzusetzen.

In verschiedenen Leveln dürft ihr in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden mit einem gehackten Panzerhund dank Flammenwerfer ordentlich auf die Faschisten feuern. Neben dem hundeförmigen Kampfroboter stehen fliegende Drohnen zur Verfügung. Damit schleicht ihr euch an euren Gegnern vorbei, verteilt Elektroschocks und hackt Computer. Die letzte Alternative stellt der Zitadelle-Mech da, der euch mit einem Maschinengewehr, Raketen und einem Kraftfeld ausstattet.

Kritik und fehlender Oculus-Rift-Support

Besonders das Gameplay enttäuscht jedoch die VR-Community. Durch fehlende Herausforderungen fühlt sich der VR-Shooter eher wie eine interaktive VR-Erfahrung als ein vollwertiges VR-Spiel an, wie viele enttäuschte Käufer und Käuferinnen kritisieren. In kurzen Tutorials werden die simplen Reparaturen der verschiedenen Kampf-Mechs kurz vorgeführt, um daraufhin im Cockpit des übernommenen Roboters durch schlauchartige Level zu marschieren.

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Auch die KI bietet wenig Anspruch, wodurch der VR-Shooter an eine virtuelle Schießbude erinnert. Insgesamt ein bis maximal drei Stunden Spielzeit erwarten euch im Spiel. Grafisch überzeugt der VR-Shooter deutlich, allerdings treten gelegentlich Unschärfeeffekte in der Ferne auf. Auch die Bewegungssteuerung in der Interaktion mit der Umgebung ist laut Tester*innen gut umgesetzt.

Überraschenderweise wird auf Steam kein offizieller Support für Oculus Rift / Oculus Rift S gelistet. Dennoch könnt ihr ohne Probleme mit der VR-Brille aus dem Hause Oculus spielen. Allerdings werden in Tutorials im Spiel anstelle der Oculus Touch-Controller die Controller der Windows-Mixed-Reality-Brille gezeigt.

Wolfenstein: Cyberpilot ist für 19,99 Euro für HTC Vive / HTC Vive Pro, Windows Mixed Reality und Valve Index (sowie inoffiziell für Oculus Rift / Oculus Rift S) auf Steam sowie für PlayStation VR im PlayStation Store erhältlich. Die internationale Version beinhaltet eine englische Sprachausgabe und explizite NS-Symbolik, während die deutsche Version neben deutscher Sprachausgabe auf Letzteres verzichtet.

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Thomas Grohganz
Thomas Grohganz
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