Vorsicht, Fußgänger! PS-Chaos mit Carmaggedon – Max Damage

Das Aufreger-Spiel der 1990er-Jahre kehrt in wenigen Monaten auf den Bildschirm zurück: Das neue Carmageddon ist blutig und überkandidelt wie das knapp 20 Jahre alte Original, besitzt aber auch genug spielerische Reize, um erwachsene Racing- und Geschicklichkeitsfans glücklich zu machen.

  • von Stephan Freundorfer am 06.04.2016, 9:06 Uhr

Mit Carmageddon schockten die englischen Entwickler Stainless Games vor beinahe zwei Jahrzehnten die Unterhaltungswelt – schließlich konnten PC-Spieler beim Rasen durch dreidimensionale Szenerien blutspritzend Fußgänger überfahren, mussten es oft sogar auch, um zusätzliche Sekunden zur Vollendung eines Levels zu erhalten. Zu hart für Deutschland: Hier wurden die Menschen durch Roboter ersetzt, die schwarzes Öl bluteten.

Nun kehrt eine Neuauflage des Skandalspiels unter dem Titel Carmageddon – Max Damage zurück. Ab Anfang Juni werden PS4- und Xbox One-Spieler am Steuer von insgesamt 30 Fahrzeugen Unheil in sieben weitläufigen Umgebungen anrichten dürfen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das Spiel diesmal unverändert bei uns erscheint: In Zeiten eines Grand Theft Auto V und Mortal Kombat X dürfte das Überfahren von Comic-Männchen keinen großen Protest von Jugendschützern mehr hervorrufen.

Carmageddon – Max Damage will vor allem mit einer großen Menge an Beschäftigungsmöglichkeiten punkten: In den Landschaften können Rennen gefahren, zahllose Geheimnisse und Power-Ups gefunden und natürlich Hunderte von Passanten aufs Korn genommen werden, die Fahrzeuge lassen sich aufbohren, bis zu sechs Spieler geben sich in Online-Multiplayer-Modi Saures. Ein erstes Anspielen hat den GAMEZ-Redakteuren Spaß gemacht – ob Carmageddon – Max Damage mit seinem plumpen Witz aber dauerhaft Laune machen kann, lässt sich erst mit der finalen Version feststellen.

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer