Vampyr soll das klassische Vampirbild zurückbringen

Blutsauger statt glitzernder Fee: Mit ihrem Action-Rollenspiel Vampyr wollen Dontnod das klassische Vampirbild zurückbringen. 15 Minuten neues Gameplay von der Gamescom gibt einen besseren Einblick, wie dieses Bild aussehen soll.

  • von Patricia Geiger am 29.08.2016, 12:03 Uhr
Vampyr - Pre-Alpha Gameplay Trailer

Bei der Gamescom haben die Entwickler Dontnod neue Details zu ihrem Action-Rollenspiel Vampyr verraten. Nun gibt es auch rund 15 Minuten neues Gameplay zum Spiel zu sehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg kehrt der Arzt Jonathan E. Reid nach London zurück, kommt aber von einer Katastrophe in die nächste. Die Stadt wird von der Spanischen Grippe heimgesucht. Und als wäre das nicht schlimm genug, wird Jonathan von einem Vampir zu seinesgleichen gemacht. Fortan steckt er in der Zwickmühle, den Menschen helfen zu wollen, aber gleichzeitig seinen Blutdurst unter Kontrolle halten zu müssen.

Prinzipiell kann Jonathan jeden Bürger der Stadt töten, was sich allerdings auf das Ökosystem der Stadt auswirkt. Alle von ihnen haben einen Namen sowie eine Hintergrundgeschichte. Das besondere an Vampyr: Jeder der Bürger ist einzeln erstellt worden, es gibt keine prozedural generierten Menschen im Spiel.

Theoretisch ist es laut den Entwicklern möglich, Vampyr ohne einen einzigen Kill abzuschließen. Soll Jonathan aber doch Töten, hypnotisiert er zunächst einen NPC mit der entsprechenden Fähigkeit. Damit übernimmt er die Kontrolle über die Person und führt sie in eine dunkle Gasse, um sie dann dort zu töten. Dabei hört Jonathan die letzten Gedanken seines Opfers. Je nachdem, wen er tötet oder verschont, entsteht so immer eine etwas andere Geschichte.

Jonathan wird dem klassischen Vampirbild entsprechend stärker, je mehr er tötet. Davon wollen ihn die Vampirjäger abhalten, die in ganz London unterwegs sind. Zusätzlich zur Spanischen Grippe wird die Stadt auch noch von einer neuen Art Vampir bedroht. Die Blutsauger sind dabei im Gegensatz zu Jonathan mehr Monster als denkende Wesen. Er macht es sich zur Aufgabe, den Zusammenhang zwischen den Vampiren und der Spanischen Grippe aufzudecken sowie ein Heilmittel für seinen eigenen Vampirismus zu finden.

Vampyr bietet keine komplett offene Spielwelt, sondern diverse große, frei erkundbare Areale. London ist in Distrikte aufgeteilt, von denen jeder einen eigenen Wert hat, der dessen Zustand angibt. Tötet Jonathan zu viele Menschen in einem Distrikt, versinkt er im Chaos und wird von Monstern überrannt, alle noch lebenden Menschen werden zu Vampiren. Es ist nicht möglich, den Distrikt anschließend wieder zurückzuerobern.

Abgesehen davon gibt es in Vampyr jedoch auch klassische Rollenspiel-Elemente wie beispielsweise das Dialograd. Je nachdem, welche Entscheidungen der Spieler für Jonathan trifft, ändern sich die Beziehungen zwischen ihm und anderen Charakteren, außerdem gibt es mehrere Enden. Keines davon ist jedoch wirklich gut, wie die Entwickler bei der Gamescom verraten haben, schließlich handele es sich bei Vampyr ja um eine düstere Geschichte.

Vampyr soll 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen, einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht.

Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.