Valve Index: Optionaler VirtualLink-Adapter storniert

Valve hat offiziell die Unterstützung des VR-Kabelstandards VirtualLink bei der Valve Index abgebrochen. Der versprochene optionale Adapter zum Anschluss der Valve Index an kompatible GPUs wird nicht ausgeliefert. Welche Gründe hat das Unternehmen für diese Entscheidung?

  • von Thomas Grohganz am 06.08.2019, 15:28 Uhr
Valve-Index-Header

Letztes Jahr haben sich die größten Unternehmen der VR-Industrie zusammengetan, um mit VirtualLink einen Standardanschluss für zukünftige Generationen von VR-Brillen am PC zu etablieren. Der USB-Typ-C-Konnektor soll sämtliche Anschlüsse in einem Kabel zusammenfassen und dadurch mehr Komfortabilität für VR-Nutzer*innen ermöglichen. Valve kündigte einen VirtualLink-Adapter für die Valve Index an, doch dieser wurde nun überraschenderweise auf Eis gelegt.

Valve Index – Support des VirtualLink-Adapters gestoppt

Mit dem optionalen VirtualLink-Adapter sollten Käufer*innen der Valve Index ihre VR-Brille an kompatible Grafikkarten anschließen können. Die drei nötigen Verbindungskabel der Valve Index sollten dadurch zusammengefasst am Standard-Konnektor am PC verbunden werden. Der VirtualLink-Anschluss findet sich derzeit hauptsächlich in GPUs der RTX-Serie von Nvidia (unter anderem RTX 2060, RTX 2070, RTX 2080 und RTX 2080 Ti) wieder.

Valve verkündete kürzlich die Stornierung des Adapters. In einer E-Mail an Vorbesteller*innen entschuldigt sich das Unternehmen und geht auf die Gründe für diesen Schritt ein. Darin heißt es, das Adapterkabel erfülle nicht den ursprünglich gedachten Zweck. Ziel war es, zusätzlichen Komfort durch einer zuverlässige USB-C-Verbindung zu schaffen und somit Video-, USB- und Stromverbindung an einem Anschluss zu kombinieren. Dies könne in aktuellen Tests nicht gewährleistet werden.

Technische Probleme und fehlende Verbreitung bei Laptops

Demnach seien mehrere technische Probleme aufgetreten, die für die Stornierung verantwortlich sind. Das Hauptproblem läge darin, dass die Verbindung schlicht nicht zuverlässig genug sei. Es komme zu Störungen, wodurch möglicherweise keine stabile VR-Verbindung zwischen VR-Brille und PC hergestellt werden könne. Ob der hauseigene Adapter oder die VirtualLink-Technologie dafür verantwortlich ist, geht aus der Begründung nicht hervor.

Außerdem ist der VirtualLink-Konnektor bisher noch nicht weit genug verbreitet. Besonders bei Laptops und Gaming-Notebooks, welche am meisten von der Einzelverbindungen profitieren würden, sind die Ports bisher rar gesät. Der Markt mit kompatibler Hardware ist also bisher zu klein. Bisherige Käufer und Käuferinnen erhalten eine Stornierung inklusive Gutschrift auf Steam für ihre Bestellung.

Fraglich ist, wie sich dies auf die Zukunft der VirtualLink-Technologie auswirkt und ob sich der einheitliche Standard-Konnektor zukünftig durchsetzen wird. Kabellose Hardware-Alternativen wie die Oculus Quest bieten deutlich mehr Komfort, können derzeit jedoch nicht mit der Performance von PC-VR-Systemen mithalten.

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Thomas Grohganz
Thomas Grohganz
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