Tunic: Kleiner Fuchs in Links Fußstapfen

Schon bei der E3 hat der drollige Fuchs aus dem Action-Adventure Tunic etliche Herzen gestohlen, jetzt konnten wir selbst in den Pelz des flauschigen Helden schlüpfen.

  • von Patricia Geiger am 16.07.2018, 18:23 Uhr

Bereits nachdem der Trailer zu Tunic bei der diesjährigen Xbox-E3-Pressekonferenz zum ersten Mal gezeigt wurde, ging ein kollektives »Awww, wie süß« durch die sozialen Netzwerke. Das ist natürlich einerseits dem kompletten Stil des Action-Adventures geschuldet, vor allem aber dem Titelhelden.

Der kleine Fuchs, den Spieler durch die knuddelig gestaltete Welt lenken, ist für sich genommen schon extrem drollig. Dass er dann auch noch teilweise gegen nicht minder niedliche Feinde kämpft, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Da ein niedlicher Held aber noch lange nicht alles ist, was ein gutes Spiel ausmacht, waren wir neugierig, wie sich das große Abenteuer des kleinen Kerlchens spielen würde. Eine Gelegenheit, Tunic auszuprobieren, bekamen wir kürzlich bei einem ID@Xbox-Event von Microsoft, bei dem mehrere Titel des Indie-Programms spielbar waren.

Wie Zelda, nur flauschiger

»Wie ein flauschiges Zelda« – so lässt sich Tunic grob umreißen. Der Spieler steuert den kleinen Fuchs in isometrischer Ansicht durch die Level, bekämpft dabei Gegner, sammelt Münzen und öffnet Kisten, die Heiltränke oder Ausrüstung enthalten können.

Wir konnten beim Event den Anfang von Tunic spielen, den ihr im obigen Trailer seht. Unser kleiner Held rafft sich am Strand auf und macht sich dann auf den Weg. In einer Höhle finden wir direkt einen Stock, der uns als Waffe dient. Damit im Anschlag ziehen wir schon bald gegen die ersten – leider ebenfalls ziemlich knuffigen – Gegner ins Gefecht. Wir haben beinahe ein schlechtes Gewissen, während wir ihnen eins überbraten – aber eben nur fast.

Einzeln machen uns die Gegner keine Probleme, allerdings tauchen sie manchmal in Rudeln auf – und dann ziehen sie unserem Fuchs schnell das Fell über die Ohren, wenn wir nicht aufpassen.

Die Level in Tunic sind verschachtelt und schicken uns manchmal über unterschiedliche Ebenen. Um dorthin zu gelangen müssen wir manchmal Leitern erklimmen oder Hebel betätigen. In dem Spielabschnitt, den wir gesehen haben, gab es keine Rätsel – im späteren Spielverlauf wird es sie aber auf jeden Fall geben.

An anderer Stelle müssen wir zunächst eine Waffe finden oder eine Fähigkeit erlernen, bis wir weiterziehen dürfen. So geht es uns am Anfang zum Beispiel mit einem Schwert, mit dem wir dann Bäume stutzen und uns auf diesem Weg neue Bereiche erschließen.

Unverständliche Sprache & knallharte Bossgegner

Auf große Dialoge warten wir in Tunic vergeblich. Unser Fuchs bleibt – zumindest soweit wir gespielt haben – ein stummer Held und die Wegweiser, die wir finden, sind in kryptischen Schriftzeichen gehalten und helfen uns entsprechend wenig weiter. Lediglich manche Wörter sind lesbar und geben so Hinweise zu Rätseln. Allerdings sind diese verständlichen Wörter sehr selten.

Einem Bossgegner sind wir am Ende der Demo auch noch begegnet. Der erinnerte optisch ein wenig an eine Inka-Maske, war jedoch alles andere als starr. Und vor allem extrem stark. Bevor wir selbst überhaupt einen Treffer landen konnten, hatte uns der Schurke schon mit zwei Treffern komplett auf die Bretter geschickt. Einen zweiten Versuch haben wir beim Event zwar nicht bekommen, im fertigen Spiel dürfte das aber anders aussehen.

Patricia Geiger

Drollig mit Chance auf Bosskämpfe

Eigentlich hatten mich die Köpfe hinter Tunic ja schon in dem Moment, als ich den flauschigen Helden zum ersten Mal gesehen habe. Ich gebe zu: Ich habe eine Schwäche für knuffige Charaktere, weshalb beispielsweise auch Unravel und Fe einen besonderen Platz in meinem Spielerherzen haben. Aber trotz meiner Vorliebe für niedliche Dinge ist mir natürlich klar, dass das alleine kein gutes Spiel ausmachen kann.

Daher war ich nach dem Anspielen umso beruhigter, dass Tunic spielmechanisch ebenfalls etwas auf dem Kasten hat. Die Kämpfe gegen normale Gegner wiegen einen in Sicherheit, allerdings kann das schnell ins Auge gehen, wenn man plötzlich mit einer ganzen Meute konfrontiert ist. Und die Bosskämpfe dürften mich auch noch den einen oder anderen Nerv kosten, davon bin ich überzeugt.

Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, mehr von der Welt von Tunic zu sehen und sie bis in den letzten Winkel zu erforschen.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.