The Last Guardian: Unser Ersteindruck zum PS4-Release

The Last Guardian erscheint heute exklusiv für die PlayStation 4. Wir versorgen euch sowohl mit dem Release-Trailer als auch mit einem Ersteindruck.

  • von Constanze Thiel am 07.12.2016, 9:53 Uhr

Lange haben Spieler, die in den Bann von Ico und Shadow of the Colossus gezogen wurden, auf das Release von The Last Guardian warten müssen. Doch nach fast zehn Jahren erscheint das Action-Adventure heute, am 07. Dezember 2016, endlich für die PS4. Oben findet ihr den Release-Trailer eines Spiels, das eine große Portion rührender Momente, aber auch Passagen voller Frust für euch bereithält.

In The Last Guardian schlüpft ihr in die Rolle eines kleinen, namenlosen Jungen, dessen Körper zu einem Großteil mit rätselhaften Tattoos überzogen ist. Ihr erwacht in einer Höhle neben einem angeketteten Fabelwesen, das aussieht wie eine Mischung aus Greif, Katze und Hund. Und damit startet ein herzerwärmendes Abenteuer, das sich um die besondere Beziehung des Kindes und des mysteriösen Tiers dreht, das vom Jungen Trico genannt wird. An der Kommunikation und Zusammenarbeit mit dem Fabelwesen führt kein Weg vorbei, denn nur so kann sich das ungleiche Gespann einen Weg durch eine gigantische Festungsanlage bahnen.

Da ihr den größten Teil eurer Zeit in The Last Guardian damit verbringt, Tricos Verhalten zu studieren, ihn mit Futter zu versorgen und euch mit dem – durchaus auch mal störrischen – Geschöpf zu arrangieren, ist das Spiel definitiv nichts für die Ungeduldigen unter euch. Der Titel, der unter Shadow of the Colossus-Director Fumito Ueda entstand, überzeugt zwar über weite Strecken mit gutem Design und bietet fantastisch mit der Story verwobene Hinweise, sorgt aber auch oft genug für Frust. Stellenweise habt ihr das Gefühl, von einem scheinbar unlösbaren Problem ins nächste zu stolpern, manchmal versteht Trico eure Befehle nicht oder führt sie nicht wie von euch geplant aus. Hinzu kommen außerdem gelegentliche Glitches und Framerate-Einbrüche.

Doch gerade die Tatsache, dass Trico sich nicht verhält wie ein perfekt programmierter Bestandteil eines Spiels, macht den Zauber von The Last Guardian aus. Wenn das liebenswerte Geschöpf seinen Kopf schief legt, weil es eine Anweisung nicht versteht, entfährt euch vielleicht ein tiefer Seufzer, gleichzeitig bringt euch die leichte Tapsigkeit eures großen Begleiters zum Lächeln. Trico entlohnt eure Geduld immer wieder mit Zuneigungsbekundungen und mutigen Aktionen. Abgesehen von der rührenden Beziehung, die Trico und der Junge zueinander aufbauen, liegen die Stärken von The Last Guardian in der Ruhe, die das Spiel ausstrahlt, und der mysteriösen Geschichte, die ohne viele Worte auskommt.

The Last Guardian ist ein PS4-Exklusivtitel, der seit heute – dem 07. Dezember 2016 – hierzulande auf dem Markt ist. In unserer Übersicht zur PlayStation Experience, die am vergangenen Wochenende stattfand, findet ihr übrigens noch mehr PS4-Highlights.

Constanze Thiel
Constanze Thiel

Winterkind. Superbeast. Lipstick stains & video games. Mother of Xenomorphs. Fährt am Wochenende gerne mit ihren Pokémon raus nach Silent Hill.