Super Mario Run sprengt Rekorde und erntet Kritik

Super Mario Run wird in vier Tagen 40 Millionen Mal heruntergeladen. Nintendos erstes Mobile-Hüpfspiel erntet wegen hohem Preis und Online-Pflicht aber viel Kritik.

  • von Stephan Freundorfer am 22.12.2016, 9:24 Uhr

Seit dem 15. Dezember dürfen iPhone- und iPad-Nutzer Nintendo-Ikone Mario über ihr Mobilgerät hüpfen lassen – und tun das auch in gewaltiger Zahl! Nintendo Japan hat in einer Pressemitteilung verkündet, dass Super Mario Run in nur vier Tagen ganze 40 Millionen Mal aus dem App-Store heruntergeladen wurde.

Damit habe Super Mario Run “den bisherigen Rekord im App-Store gesprengt“, wie Apple-Marketing-Chef Phil Schiller zitiert wird. Der Grund für irre Zahl an Downloads dürfte aber nicht nur an der großen Popularität des altgedienten Nintendo-Stars liegen, sondern auch daran, dass die App kostenlos heruntergeladen werden darf. Zunächst.

Allerdings ist der Preis des Spiels auch einer von zwei großen Kritikpunkten, die dazu führen, dass Super Mario Run in den App-Stores weltweit von den Nutzern abgestraft wird: In der deutschen Filiale hat die App aktuell rund 1.400 Bewertungen und einen Schnitt von 2,5 von 5 Sternen. Denn die App lässt die Spieler nur drei von insgesamt 24 Levels (in sechs Welten) gratis ausprobieren – das gesamte Hüpf-Abenteuer schlägt mit 9,99 Euro zu Buche. Preise, die Mobile-Spieler nicht gewohnt sind.

Kritikpunkt Nr. 2: Super Mario Run muss zum Spielen immer online sein, verbraucht also Datenvolumen, wenn man unterwegs ist, bzw. versagt an Orten mit schlechtem Netz (z.B. öffentlicher Nah- oder Zugverkehr) gerne mal den Dienst. Ein Unding bei einem Spiel, das man schnell mal zwischendurch oder zur Highscore-Jagd zocken will. Grund für diese unbeliebte Entscheidung ist, dass Nintendo Raubkopierern das Leben schwer machen will. Ändern dürfte sich am Online-Zwang von Super Mario Run in Zukunft trotz der Beschwerden der User nichts – die Veröffentlichung für die von diesem Thema erheblich stärker geplagten Android-Geräte steht ja erst noch bevor.

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer