Super Mario Odyssey: Tipps für Bosskämpfe, Münzen, geheime Orte & Late Game

Super Mario Odyssey ist riesig. Damit ihr in den Welten voller Münzen, Geheimgänge und Bosskämpfen den Überblick behaltet, geben wir euch nicht nur eine Einschätzung vom Spiel selbst, sondern zusätzlich auch noch Tipps, die ihr für Super Mario Odyssey beachten solltet.

  • von Ann-Kathrin Kuhls am 25.10.2017, 17:17 Uhr

Es ist wieder soweit: Dino-Fiesling Bowser schnappt Mario seine herzallerliebste Peach vor der Nase weg. Und dieses Mal will Bowser sie nicht nur entführen, sondern auch noch heiraten!

Dazu hat er sich direkt ein ganzes Team an bösen Weddingplannern zusammengestellt, die quer über die Welt fliegen und aus allen Königreichen Hochzeits-Accessoires zusammenklauen. Eine Torte hier, ein Kleid da – und auch eine Tiara aus dem Hutland.

Dabei handelt es sich jedoch um ein lebendes Krönchen. Deren Freund muss, genau wie Mario, zusehen, wie die Liebe seines Lebens entführt wird und schließt sich deswegen mit dem Klempner zusammen. Gemeinsam reisen sie mit dem Luftschiff Odyssey (das ebenfalls ein riesiger Hut ist) hinter der Gruppe her.

Mit Vollgas ins Frittenfett

So erkunden sie, wie es sich für Super Mario gehört, die unterschiedlichsten Welten. Wälder, Strände, Polarregionen und ein knallbunter Snack-Canyon mit Frittierfett-Wasser sind nur ein paar davon.

Im Lauf der Kampagne besuchen wir 14 Welten, dazu kommen aber noch weitere, die wir aus Spoilergründen nicht verraten wollen. (Und bevor jemand fragt: Natürlich gibt es auch eine Unterwasserwelt.) Nintendo hatte bereits im Vorfeld versprochen, die Spieler mit jedem Königreich zu überraschen, und das ist ihnen gelungen. 

Die Welten sind nicht nur in ihren Settings grundverschieden, auch Feinde und Freunde sind in jedem Königreich anders. Klassiker wie Gumbas oder Kugelwillis sehen aber natürlich trotzdem in jeder Welt (bis auf ihre Kopfbedeckungen) gleich aus.

Aber die Nixen Unterwasser, die Dia-de-los-muertos-Skelette in der südamerikanisch angehauchten Wüste oder die stylischen Stadtbewohner sind in jeder Welt eine Überraschung. Unser Chefredakteur Sebastian war vom Setting so begeistert, dass er seitdem eine Switch auf seiner Einkaufsliste hat. Super Mario Odyssey ist aber nicht nur schick. Es ist auch klug.

Capern nicht Kapern

Der besondere Clou auf Marios Rettungsmission ist nämlich sein neuer Freund Cappy. Der kann Feinde (und manchmal auch Schinken) kapern, sodass Mario dann die Kontrolle übernehmen kann.

Das bedeutet, dass je nach Feindlage aus dem Klempner ein Gumba wird. Oder ein Panzer. Oder ein Kugelwilli. Die Möglichkeiten sind enorm. So rennen wir dann von Feind zu Feind und schleudern ihm unsere Kappe ins Gesicht, nur um herauszufinden, wie die mit buschigem dunkelbraunen Schnurrbart aussehen.

Es verlangt aber bisweilen auch ganz schöne Gehirnakrobatik von uns. Jeder der Gegner hat besondere Fähigkeiten, die uns Passagen eröffnen, an die wir vorher vielleicht gar nicht gedacht haben. Zum Beispiel fliegt ein Kugel-Willi problemlos über Treibsand und Abgründe und durchbricht scheinbar steinharte Mauern. Lebendige Feuerbälle fliegen durch Lava und Fische brauchen unter Wasser keinen Sauerstoff.

Keine Arme, keine Kekse

Dabei sind die Fähigkeiten aber auch gut ausbalanciert. Jede Stärke bringt eine Schwäche mit sich. Kugel-Willis explodieren irgendwann, Feuerbälle verpuffen auf normalem Boden und Fische haben keine Arme und können sich deswegen nicht gegen andere Fische oder gewalttätige Algen wehren (Ja, die gibt es. Und sie haben ein wirklich finsteres Gesicht). Dadurch ist ein gecaperter Feind kein Garant für Unbesiegbarkeit. Vielmehr tragen sie dazu bei, dass das Gameplay und vor allem die Steuerung nie eintönig wird. 

Ganz nebenbei warten natürlich auch diversen Geschicklichkeits- und Jump-and-Run-Passagen, immerhin ist Super Mario Odyssey im Herzen immer noch ein Plattformer. Hier spaltet ein ganz bestimmter Aspekt die Lager: Die 3D-Ansicht.

Egal ob Super Mario Sunshine, Super Mario 64 oder jetzt Odyssey: Um den Sprung korrekt zu timen, ist räumliches Sehen ein Muss. Glücklicherweise lässt sich der Blickwinkel in Super Mario Odyssey beim Laufen verstellen. So können wir aus dem schwer einzuschätzenden Sprung nach vorne einen sehr übersichtlichen Sprung nach hinten machen.

Wohlige Nostalgie

Neben dem »normalen« Gameplay in den Königreichen gibt es (wie auch schon in den Vorgängern) hinter Geheimtüren oder versteckten Rohren natürlich wieder kleinere Level auf uns, in denen wir unsere Geschicklichkeit, unser Timing oder einfach unsere Schnelligkeit beweisen müssen.

Nettes Detail: Ein paar dieser Level schmeißen uns im Sidescroller-Modus im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand. Dort müssen wir dann im 8-Bit-Pixellook beweisen, was wir noch aus den alten Spielen behalten haben. Das Benutzen des Sprintbuttons zum Beispiel.

Präzisionsfrage

Gerade, wenn es um Präzision geht, wird die Steuerung zum Problem: Super Mario Odyssey soll mit von der Switch gelösten Joy-Cons gespielt werden. Natürlich sind auch der Charge Grip, der Pro Controller und der Handheldmodus eine Option.

Bei besonderen Manövern wie dem Rundwurf oder dem Um-die-Ecke-Werfen fällt aber auf, dass die mit den Joy-Cons im Hinterkopf entworfen wurden. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau. Wir haben im Spielverlauf immer wieder mit Charge Grip oder im Handheldmodus gespielt und haben keine Stelle gefunden, an dem die Steuerung zum Problem geworden wäre. 

Zuletzt noch zu einem für Mario-Spiele sehr wichtigen Thema: Wie steht es mit dem Late Game? Kurze Antwort: Sehr gut. Die Königreiche verändern sich im Laufe des Spiels optisch wie inhaltlich.

Das Großtstadtkönigreich New Donk City beispielsweise beginnt im Regen und ist auf bestimmte Straßenzüge beschränkt. Wenn wir aber den Boss besiegt haben, scheint die Sonne. Alle Straßen und Dachterrassen sind begehbar und viele Häuser öffnen ihre Türen und damit den Zugang zu kleinen Minispielen.

Late Game? Aber sicher!

Und das ist nicht genug: Nach der Kampagne werden in den Königreichen noch einmal neue Bereiche freigeschaltet so wie zwei weitere Welten, in denen wir ebenfalls forschen und entdecken können.

Die Minispiele steigen im Laufe des Spiels im Anspruch, sodass auch Odyssey-Veteranen weiter gefordert werden. Wir empfehlen auch, nach der Kampagne unbedingt weiterzuspielen. Allein schon, weil mit weiterem Spielfortschritt auch noch zusätzliche Kostüme freigeschaltet werden.  

Insgesamt können wir festhalten, dass Super Mario Odyssey bis zum Rand voll mit Inhalt steckt. Hier beweist Nintendo wieder einmal, dass sie die Meister des Jump&Runs sind. Kein Wunder: In Sachen Mario haben die Japaner ja auch über zwanzig Jahre Erfahrung. Trotzdem: Nur weil jemand etwas lange macht, muss das ja noch lange nicht heißen, dass es dann automatisch gut wird.

Super Mario Odyssey hat sich bewusst nicht sklavisch an die alten Spiele gehalten, sondern mit neuen Feinden, Welten und Steuerungselementen für angenehme Überraschungen gesorgt. Dabei haben sie aber so viel klassische Elemente beibehalten, dass auch Super Mario Odyssey immer noch aus jeder Pore Nintendo schreit.  

Wer nach unserem Test Lust auf Mario bekommen hat, dem legen wir an dieser Stelle noch ein paar Tipps ans Herz:

Lauft überall hin

Während die Welten in Super Mario Odyssey offen sind, gibt es trotzdem eine Art Route, der ihr folgt. Natürlich könnt ihr jederzeit zurück und hin und herlaufen. Trotzdem klärt ihr immer ein Areal nach dem anderen. Weil die aber weit verzweigt sind, lautet unser erster Tipp: Lauft überall hin. Ihr habt eine kleine Höhle entdeckt? Rein da. Ihr seht einen kleinen Pfad, der vom großen abzweigt? Nichts wie hin. Super Mario Odyssey belohnt Abenteurer

Werft Cappy auf alles

Ebenso Forscher. Mit Marios Freund Cappy können wir andere Lebewesen (und Gegenstände) Capern und werden so zum Gumba, zum Panzer, zum T-Rex und sogar zum Schinken. Die Bewohner der Welt kommen mit ihren besonderen Kräften oft an Stellen, die Mario selbst gar nicht erreicht.

Als Knolle kann man sich eben viel weiter Strecken als als Klempner. Daran müsst ihr euch zwar erst gewöhnen, aber werft Cappy wirklich auf alles. Zum Beispiel auf die Kugelwillis, mit denen ihr dann durch Wände düst. Oder sammelt mit ihm weit entfernte Münzen ein. Oder oder oder. Wir haben ein paar Mal sogar Statuen mit Cappy zum Leben erweckt. Aber wo und wann verraten wir nicht.

Denkt um die Ecke

Mario hetzt das gesamte Spiel hinter Peach und Bowser her, um deren Hochzeit zu verhindern. Dafür sucht er in jedem Level das Schiff der Broodals und kämpft gegen einen von ihnen. Bis er da angekommen ist, hat er meistens genug Monde zusammen um sofort weiterzuziehen. Muss er aber nicht. Stattdessen können wir ihn auch einfach noch einmal eine Runde drehen lassen. Zum Einen verändern sich viele Welten, nachdem sie befreit wurden.

New Donk City wird von Regnerisch-Dunkel zu Sonnig-Hell. Zum anderen gibt es dort dann noch mehr Rätsel und Monde zu entdecken. Und, nicht zu vergessen: Wenn ihr die Gebietsmünzen gesammelt habt, könnt ihr euch im Shop tolle Andenken und Sticker für die Odyssey kaufen, die dann im Schiff gestapelt werden. Oh, und die Kostüme der Welten natürlich. Da wird jeder glücklich. 

Habt keine Angst vorm Fallen und Sterben

Als letztes raten wir euch noch: Habt keine Angst vorm Fallen und Sterben. In Mario Odyssey geht es viel um Geschicklichkeit, also kann es gut sein, dass ihr hin und wieder sterbt. Das kostet euch Münzen.

Macht euch aber keine Gedanken: Wenn ihr sterbt und keine Münzen mehr habt, wacht ihr ganz normal am letzten Checkpunkt wieder auf – nur eben ohne Münzen. Zwar könnt ihr euch dann im Shop erstmal keine neuen Kostüme mehr kaufen – Spielfortschritt habt ihr aber nicht verloren.

Außerdem hat Fallen einen zweiten Vorteil: Oft entdeckt ihr da Verstecktes. Zum einen fallen euch beim Fallen vielleicht Münzverstecke am Weltenrand auf, die ihr so nie gesehen hättet. Zum anderen findet ihr vielleicht ganz neue Gebiete. Wir haben so eins im Forstland gefunden. Aber wir sagen euch natürlich nicht, wo. 

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Ann-Kathrin Kuhls
Ann-Kathrin Kuhls

Erstes Spiel: Jazz Jackrabbit Lieblingsgenres: Action-Adventure, (Japan-)Rollenspiele, Strategie Lieblingsspiele/-serien: Final Fantasy, The Last of Us, Alice: Madness Returns, XCOM: Enemy Unknown