Werden PC-Spiele dank Steam-Konkurrenz bald billiger?

Steam ist ein praktischer Service für jeden PC-Gamer, für Entwickler ist es allerdings nicht ganz so vorteilhaft. Steam steckt sich nämlich einen hohen Anteil der Verkaufseinnahmen in die Tasche. Viele Entwickler sind damit unzufrieden - ist Besserung in Sicht?

  • von Oliver Schmiedchen am 25.01.2019, 14:03 Uhr
Steam-Gutschein-Karten

Im Rahmen der kommenden Game Developers Conference (GDC) im März führten die Organisatoren hinter der Veranstaltung eine Umfrage unter mehr als 4000 Spieleentwicklern durch. Thema war auch die Preisstruktur der digitalen Spielemarktplatzes Steam.

Entwickler: Steam ist zu teuer!

Aktuell erhebt Valve eine Gebühr von 30% auf den Erlös von auf Steam verkaufter Software. Valves Anteil senkt sich bei Spieleinnahmen ab 10 Millionen US-Dollar auf 25% und ab 50 Millionen USD auf 20%. Das hilft aber nicht vielen Studios, denn Blockbuster wie Resident Evil 2 oder Far Cry 5 wachsen leider nicht auf den Bäumen.

Die GDC-Organisatoren fragten Entwickler nun: “Glauben Sie, dass Steam in seiner aktuellen Form einen Anteil von 30% an den Verkaufserlösen verdient?”. Lediglich 6% der Befragten beantworteten dies mit einem “Ja”, 17% ließen sich noch zu einem “Vielleicht” hinreißen. 27% vertraten die Meinung “eher nicht” und fast ein Drittel (32%) sagte kategorisch “Nein”.

Günstigere Games dank Fortnite-Entwickler?

Durch seine Vormachtstellung auf dem Spielemarkt konnte Valve bisher die Preise fast beliebig diktieren. Wie wichtig Steam für die Entwickler ist, zeigt eine andere Zahl: 73% der Befragten gaben an, mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen über Steam zu generieren. In Zukunft könnte sich das allerdings ändern, schließlich hat Epic Games eine hauseigene Konkurrenzplattform am Markt platziert.

Der Epic Games Store der Fortnite-Macher bietet Entwicklern einen schlagkräftigen Anreiz, ihre Spiele auf der noch jungen Plattform anzubieten. Anstatt 20 – 30% verlangt Epic nämlich lediglich 12% Gewinnbeteiligung, die restlichen 88% fließen den Entwicklerstudios zu. Dadurch könnten die Entwickler ihre Spiele auf Epics Plattform theoretisch günstiger verkaufen, ohne dabei finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen.

Wie viele Studios das am Ende tun werden, bleibt abzuwarten. Spiele wie The Division 2 oder Darksiders 3 sind zum jetzigen Zeitpunkt im Epic Games Store nicht günstiger als auf Steam. Dennoch gilt der alte Wahlspruch “Konkurrenz belebt das Geschäft“. Sofern Epics Store genügend Kunden findet, wird Valve irgendwann nachziehen müssen, um für Spieler und Entwickler attraktiv zu bleiben. Dabei können wir Gamer eigentlich nur gewinnen.

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Oliver Schmiedchen
Oliver Schmiedchen

Gamer aus Leidenschaft, dabei seit PlayStation 1-Zeiten. Aktuell zuhause auf Xbox One und in Sachen VR auf dem PC. Hält die SEGA Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten. Feiert Musik von Gucci Mane über Led Zeppelin bis Adam Beyer.

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