Star Wars: So entstand das Lichtschwert von Luke Skywalker

Zum 40. Geburtstag von »Star Wars: Episode 4 - Eine neue Hoffnung« hat die Webseite neue Einblicke in die Entstehung des Films gegeben. Darunter auch die Entstehungsgeschichte des Lichtschwerts von Luke Skywalker.

  • von Patricia Geiger am 30.05.2017, 14:13 Uhr

Wie die Lichtschwerter im Star-Wars-Universum hergestellt werden, ist Fans dank des umfangreichen Kanons bestens bekannt. Zum 40. Geburtstag von »Episode 4: Eine neue Hoffnung« gibt es nun aber auch neue Einblicke hinter die Kulissen – und wie das Lichtschwert hier entstand.

Jeder Padawan baut sein eigenes Lichtschwert

Innerhalb des Film-Universums der Sternenkriege gehört der Bau eines eigenen Lichtschwerts zur Ausbildung jedes Padawan, also Jedi-Schülers. Für den Bau der Waffe sammeln die Padawane Kristalle, zu denen sie mithilfe der Macht eine Verbindung aufbauen. Die Kristalle werden unter Anleitung des Jedi-Meisters in das Lichtschwert eingesetzt, wobei der Meister einen traditionellen Vers rezitiert. Dadurch wird die Verbundenheit und Bedeutung für Padawan und Lichtschwert zum Ausdruck gebracht.

Bei der Gestaltung des Griffs orientieren sich die Schüler meist an dem Lichtschwert ihres Meisters, um auf diese Weise Respekt zu zollen. Der Griff des Lichtschwerts, das Luke Skywalker selbst baut, ist dem seines ersten Meisters Obi-Wan Kenobi sehr ähnlich, die Klinge dagegen grün wie bei seinem zweiten Jedi-Meister Yoda. Einige Jedi bauen jedoch ein neues Lichtschwert, wenn sie den Rang des Meisters erreicht haben, um ihre eigene Persönlichkeit zu reflektieren.

Bildquelle: Lucasfilm Ltd.

So entstand das Lichtschwert 1977

Auf die Suche nach einem Kristall musste Roger Christian, der Requisiteur, der das Lichtschwert für Luke Skywalker in »Eine neue Hoffnung« gebaut hat, nicht gehen. Einfach war der Bau aber dennoch nicht, denn George Lucas hatte ganz eigene Vorstellungen, wie die Waffe auszusehen hatte.

»Ich wusste, dass es eine großartige Erfindung von George war. Ich wusste auch, dass es [das Lichtschwert] das ikonische Bild des Films werden würde, wenn überhaupt irgendetwas das schaffen würde. Es war genauso wichtig wie Excalibur für Merlin und König Artus«, erinnert sich Roger Christian im Interview mit StarWars.com an die Anfänge der Waffe.

Das Special-Effects-Team unter der Leitung von John Stears hatte Lucas bereits einige Prototypen vorgestellt, die »schrecklich aussahen« und entsprechend einer nach dem anderen abgelehnt wurden. Dadurch wurde die Zeit immer knapper, denn die Requisiten mussten alle im Vorfeld der Dreharbeiten an das Filmset in Tunesien geschickt werden.

Die Aufgabe fiel schließlich Roger Christian zu, der bereits das Fernglas für Luke gebaut hatte. Bei der Suche nach Teilen dafür war er in einem Kamerageschäft im Zentrum Londons auf diverse Boxen mit alten Kamerateilen gestoßen. Darin ließ ihn der Besitzer des Geschäfts störbern, nachdem Christian nach Dingen, »die seltsam, wunderlich oder einfach anders« aussehen gefragt hatte, die etwas mit Kameras oder Blitzgeräten zu tun hatten. Direkt in der ersten Kiste fand er eine Graflex inklusive Blitzgerät – eine Kamera, wie sie etwa von den 1920er- bis in die 1940er-Jahren verwendet wurde. »Ich habe sie rausgenommen und wusste, dass ich den Heiligen Gral gefunden hatte.«

Bildquelle: Lucasfilm Ltd.
  

Dabei hatte Christian vor allem das Blitzgerät ins Visier genommen. »Es hatte den roten Auslöser-Knopf, es hatte einen weiteren Knopf, ein ordentliches Gewicht und genau die richtige Größe. Also habe ich es mitgenommen, bin ins Auto gestiegen und zurück ins Studio gerast.« Dort hat er den Griff des Blitzgeräts mit einem Teil kombiniert, das er auch für den Handgriff der Waffen der Sturmtruppen verwendet hatte. Hinzu kamen noch Teile eines zerlegten Taschenrechners. 

Als die einzelnen Teile kombiniert waren, präsentierte er seinen neuen Lichtschwert-Prototyp schließlich George Lucas. »[Er] hielt es einfach nur und lächelte. Das ist die größte Zustimmung, die man von George bekommen kann.« Danach kam lediglich noch eine Halterung hinzu, mit der Luke das Lichtschwert im Film an seinem Gürtel befestigen konnte und anschließend wurden mehrere dieser Lichtschwert-Griffe gebaut.

»Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die Menschen mit etwas so Einfachem so sehr identifizieren, aber es ist so ikonisch. Es lässt mich heute noch lächeln. Ich meine: Es ist ein wichtiger Teil der Geschichte von ›Das Erwachen der Macht‹. Es kommt voll zur Geltung, 40 Jahre später, etwas, dass ich zum Preis von etwa 12 britischen Pfund gebaut habe.«

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.