Star Wars: Das hat es mit der blauen Milch auf sich

Star-Wars-Fans kennen die blaue Milch selbstverständlich, die zum festen Bestandteil der Filmreihe geworden ist. Wir erklären euch, was sich tatsächlich hinter dem Getränk verbirgt.

  • von Patricia Geiger am 30.05.2017, 15:57 Uhr

In »Star Wars: Episode 4 – Eine neue Hoffnung« bekommt Luke Skywalker von seiner Tante Beru blaue Milch serviert. Der Kanon der Star-Wars-Reihe bietet natürlich eine Erklärung, woher die blaue Milch kommt – dank Einblicken hinter die Kulissen zum 40. Geburtstag des Films wissen wir aber auch, was Mark Hamill da eigentlich wirklich getrunken hat.

Zunächst aber noch eine kurze Erklärung, worum es sich bei der blauen Milch innerhalb des Star-Wars-Universums handelt. Die Milch wird von weiblichen Banthas – Säugetieren, die am ehesten mit Elefanten oder Mammuts vergleichbar sind – produziert und wird als süßliches Erfrischungsgetränk beispielsweise von Feuchtfarmern auf Tatooine, aber auch anderen Planeten des Äußeren Rands (Outer Rim) getrunken.

Dass die Milch ein aber auch darüber hinaus weit verbreitetes Getränk ist, lässt sich daraus schließen, dass sie als Teil einiger Redewendungen auch Einzug in die Alltagssprache der Galaxie gehalten hat. Dabei wird sie oft mit leichten und unterfordernden Aufgaben in Verbindung gebracht – die blaue Milch ist also nichts besonders Spektakuläres.

Das steckt wirklich hinter der blauen Milch

Roger Christian, der als Requisiteur an Episode 4 mitgearbeitet hat und unter anderem auch für das Design des Lichtschwerts von Luke Skywalker verantwortlich war, erdachte das blaue Getränk. Allerdings hatte er dabei mit einigen Hindernissen zu Kämpfen, wie er im Interview mit der Seite StarWars.com verraten hat.

Die größte Herausforderung stellte dabei der Drehort Tunesien dar. »Ich wusste, dass wir in Tunesien sein würden. Milch würde schwer zu bekommen sein und außerdem würde es heiß werden. Ich musste also etwas haben, was trinkbar war, weil ich wusste, dass sie es trinken mussten.« 

Die Lösung fand Roger Christian dann mit dem Stoff Cochenille. Andere Lebensmittelfarbstoffe, die er zuerst ausprobiert hatte, ließen die Milch gerinnen und sorgten für Flocken. Als er dann das richtige Mischverhältnis gefunden hatte, gab er das Rezept an die zuständigen Requisiteure weiter, da er selbst bei den Dreharbeiten nicht mehr anwesend sein, sondern schon wieder am nächsten Set arbeiten würde.

Dass die blaue Milch sich derartig großer Beliebtheit erfreuen würde, hatte Roger Christian 1977 nicht vorhergesehen. »Ich dachte damals immer nur: ›was ist diese blaue Milch?‹ Und dann sah ich sie später auf dem Tisch in ›Rogue One‹. Es ist blaue Milch, es gibt so viele Rückbezüge. Nein, damals dachte ich nur: ›Wie bekomme ich das hin?‹ Bis zur letzten Minute habe ich mich gefragt: ›Wie zum Teufel schaffe ich das?‹ Es war im Skript und ich wollte George nicht enttäuschen, er hatte es sich schließlich ausgedacht.«

Die blaue Milch tauchte nicht nur in Episode 4 und Rogue One auf, sondern auch in Episode 2: Angriff der Klonkrieger. Darüber hinaus ist das Getränk auch in Comics, Romanen und der Animationsserie Star Wars Rebels zu finden, wobei sie hier teilweise auch Banthamilch genannt wird.

Fans der Filme trinken die blaue Milch auch selbst gerne – auf Seiten wie Pinterest, Tumblr und Co. gibt es jede Menge Vorschläge, wie ihr das Getränk selbst ausprobieren könnt.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.