Star Wars: Battlefront 2 Vorschau – Kampagne mit Gänsehaut-Potenzial

Bei einem Preview-Event zu Star Wars: Battlefront 2 haben wir erstmals die Singleplayer-Kampagne angespielt. Dabei hat die Geschichte von Iden Versio jede Menge Gänsehaut-Potenzial.

  • von Patricia Geiger am 19.10.2017, 11:51 Uhr

Im Rahmen eines Preview-Events zu Star Wars: Battlefront 2 hatte ich die Möglichkeit, zum ersten Mal einen Blick auf die Kampagne des Shooters zu werfen. Bereits während der Gamescom hatte ich schon den Starfighter-Assault im Multiplayer genauer unter die Lupe genommen und mir natürlich auch in der Beta einen Eindruck von den darin verfügbaren Modi gemacht.

Jetzt war es aber endlich soweit und ich durfte in die Rolle von Iden Versio schlüpfen und ihre Geschichte zu erleben. Dabei hatte ich rund anderthalb Stunden Zeit, um den Prolog sowie die ersten beiden Missionen der Story abzuschließen und die Level noch ein bisschen zu erkunden.

ACHTUNG: Hier folgen Spoiler zum Beginn der Kampagne von Star Wars: Battlefront 2. Wer nichts zur Geschichte lesen möchte, liest hier weiter.

So beginnt die Kampagne von Battlefront 2

Wer erwartet, direkt mit Iden Versio auf Endor zu landen, wie es die Trailer bislang suggeriert haben, der irrt. Die Kampagne von Battlefront beginnt auf einem Rebellenschiff, in dem Iden verhört wird.

Statt der Kommandantin des Inferno Squads lenke ich zuerst ihren Droiden ID-10. Mit dem schleiche – beziehungsweise schwebe – ich über die Schiffsgänge und durch Luftschächte, um Iden aus ihrer Zelle zu befreien. Der Droide ist dabei nicht ganz wehrlos: Theoretisch kann ich mit ihm Gegner per Elektroschock ausschalten, wenn ich entdeckt werde. Mehr Spaß macht die Sequenz aber auf jeden Fall schleichend.

Iden befindet sich im Besitz eines Codes, den die Rebellen ihr entlocken möchten. Was sie allerdings nicht wissen: Iden hat sich ganz gezielt festnehmen lassen. Die Rebellen sind an eine Übertragung gelangt, die Pläne des Imperiums gefährden würden, weshalb sie dringend gelöscht werden muss.

Nachdem Iden befreit ist, schlüpfe ich in ihre Rolle. Ohne Blaster schleiche ich nun in menschlicher Gestalt über die Gänge das Rebellenschiff und schalte Gegner im Nahkampf aus. Während der Schleichsequenz bleibe ich an sicheren Stellen immer wieder kurz stehen, um die Atmosphäre aufzusaugen.

Beispielsweise gibt es da eine Übertragung von Admiral Ackbar, der die Rebellen erneut auf den Kampf gegen die imperialen Streitkräfte einschwört. Ich hätte eigentlich schon längst weitergehen können, weil sie rein gar nichts zum Spielgeschehen beiträgt, aber die Ansprache des Mon-Calamari-Admirals fesselt einfach viel zu sehr.

Irgendwann bekomme ich dann aber doch einen Blaster in die Hände. Damit kämpfe ich mich bis zur Übertragung durch und lösche sie wie vorgesehen, um anschließend vom Rest des Inferno Squads abgeholt zu werden.

Auf dem Weg zum Missionsziel müssen dabei nicht alle Gegner niedergemäht werden. Unterwegs reicht es zwischenzeitlich auch einfach, durch einen Raum zu sprinten und anschließend auf eine Türsteuerung zu schießen, um die Gegner auf Distanz zu halten. Der Droide öffnet dabei Türen, ich kann ihn aber ebenfalls auf Rebellensoldaten hetzen.

Pures Entsetzen über die Zerstörung des Todessterns

Vom Rebellenschiff aus geht es direkt weiter auf den Waldmond Endor. Dann kommt die Szene, die bereits mehrfach in Trailern zu sehen war und die Fans bereits aus einer anderen Perspektive bestens kennen: Der zweite Todesstern explodiert.

Obwohl es nichts neues ist, kein besonderer Kniff der Entwickler oder eine unerwartete Wendung ist die Szene trotzdem mein persönliches Highlight der Kampagne – oder zumindest des Abschnitts, den ich davon bisher kenne.

Das liegt vor allem an der durch und durch menschlichen Reaktion von Iden und ihren Squad-Mitgliedern Del und Hask. Nach dem großen Knall nehmen sie – auch das hat man schon gesehen – ihre Helme ab und ihnen steht das blanke Entsetzen für einen kurzen Moment ins Gesicht geschrieben.

Die vollkommene Ungläubigkeit darüber, dass auch die zweite Superwaffe des Imperiums zerstört wurde, lässt die Elitesoldaten realistisch, greifbar und eben tatsächlich menschlich wirken, wenn sie wie vom Schlag getroffen einige Schritte rückwärts taumeln. Es dauert dann aber nur einen kurzen Augenblick, bevor sie sich wieder hinter ihrer professionellen Maske verstecken und sich dazu zwingen, ihre Mission fortzusetzen.

In diesem Moment hatte ich definitiv eine Gänsehaut, wie sie fast nur Star Wars erzeugen kann.

Ab in den TIE-Fighter

Die Bodenmission endet damit, TIE-Fighter zu sichern – dann geht es für das Inferno Squad ab in den Weltraum. Ich durchquere das Trümmerfeld des Todessterns und dabei wird mir viel deutlicher bewusst, welche Ausmaße dieses Monstrum gehabt hat, als es die Erweiterung zum ersten Battlefront vermitteln konnte.

Nach einigen kleinen Scharmützeln trifft sich Iden dann an Bord des Sternenzerstörers »Eviscerator« mit ihrem Vater Admiral Garrick Versio. Die dann folgende Szene ist bereits bekannt: Es geht um Operation Asche.

Jetzt kenne ich aber auch endlich Idens nächsten Auftag: Sie soll zur Schiffswerft über Fondor fliegen und auf dem dort liegenden Sternenzerstörer »Dauntless« Satelliten sicherstellen, da die Werft von den Rebellen angegriffen wird. Nach einer Raumschlacht geht es ins Innere des Schiffs und zurück in den Infanteriekampf, bis die Satelliten gesichert sind. Damit endet die zweite Mission der Kampagne.

Operation Asche in Aktion

Abseits der spielbaren Demo bekam ich eine weitere Cutscene zu sehen, in der die Operation Asche in die Tat umgesetzt wird. Ziel der Operation ist es, Naboo sowie einige andere Planeten durch Klimaumwandler unbewohnbar zu machen – auch Idens Heimatwelt Vardos, wie ihr Vater ihr erklärt.

An Bord der Eviscerator muss sie dabei zusehen, wie die von ihr gesicherten Satelliten in Stellung gebracht werden und ihre Arbeit aufnehmen. Es kommt zum Streit zwischen Vater und Tochter, denn im Gegensatz zu Iden scheint es Garrick gleichgültig zu sein, was mit dem Planeten passiert, solange es das Imperium voranbringt.

Diese Szene scheint einen persönlichen Bruch zwischen den Charakteren anzudeuten – und bereits zuvor hat Iden Äußerungen getätigt, die laut ihrem Mitstreiter Hask durchaus als verräterisch eingestuft werden könnten. Wie weit sich die Kommandantin des Inferno Squads tatsächlich vom Imperium abwendet, bleibt aber noch abzuwarten.

So spielt es sich als Elite-Soldatin

Große Gameplay-Unterschiede zwischen Single- und Multiplayer gibt es nicht. Iden verfügt jedoch teilweise über andere Ausrüstung und Fähigkeiten als die Einheiten, die in der Beta enthalten waren.

Mit dem Droiden ID-10 kann sie die Umgebung scannen und hebt damit auch Gegner hervor, die hinter Deckungen sind. Dieser Scan wird jedoch in dem Moment aufgehoben, wenn ID-10 einen Gegner per Stromschlag lahmlegen soll. Die Pulskanone ist im Prinzip ein Scharfschützengewehr und gehört auch zu ihrem Helden-Arsenal im Multiplayer. Da muss sie – Stand jetzt – zwar auf ihren Scan verzichten, bekommt dafür aber ein Droiden-Schild.

Spätestens im Raumkampf merken wir dann jedoch keinen Unterschied mehr, denn der TIE-Fighter unterscheidet sich lediglich in der Waffenzusammensetzung leicht von den normalen Multiplayer-Fluggeräten. Neue Varianten gab es hier keine zu sehen.

Wiederspielwert der Missionen

Insgesamt soll die Kampagne übrigens laut der Entwickler etwa sieben Stunden Spielzeit umfassen. Hinzu kommt noch, dass die Missionen für Sammelwütige auch Wiederspielwert bieten, denn hier gibt es einige Collectibles, die darauf warten, gefunden zu werden. Entsprechend streckt sich die Spielzeit dann natürlich.

Spiel gegen Bots

Einzig die KI lässt aktuell noch leicht zu wünschen übrig. Die Gegner im normalen Schwierigkeitsgrad stellen absolut keine Herausforderung dar, die Mitstreiter sind dafür fast einen Tick zu clever. Das bringt den Schwierigkeitsgrad zumindest in den Infanterie-Abschnitten etwas aus dem Gleichgewicht.

In den Raumschlachten passt das Balancing schon besser und ich muss immer wieder mal mit meinem TIE-Fighter die Kurve kratzen, damit ich nicht das gleiche Schicksal erleide wie der Todesstern.

Insgesamt standen in der spielbaren Version drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Ob im finalen Spiel noch mehr dazukommen werden, können wir aktuell nicht sagen.

Kleinere technische Probleme

Gespielt wurde die Demo beim Event auf der PlayStation 4. An einigen Stellen kam es zu Framerate-Einbrüchen und kurzen Soundaussetzern, allerdings war nichts davon so gravierend, dass es den Spielablauf massiv gestört hätte.

Hinzu kommt, dass es sich dabei nicht um das finale Spiel, sondern eine Demoversion handelte. Es ist also davon auszugehen, dass diese Probleme bis zum Release von Star Wars: Battlefront 2 behoben sind.

Jede Menge weitere Infos

Star Wars: Battlefront 2 erscheint am 17. November 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC. Beim Preview-Event hatten ich auch noch die Möglichkeit, mich mit mit dem Kampagnen-Co-Lead Writer Mitch Dyer sowie dem Art Director Chris Matthews zu unterhalten.

Die haben jede Menge zu den Einschränkungen durch das vorgegebene Universum verraten, aber auch die Hintergründe und die Kameradschaft des Inferno Squads genauer beleuchtet. Außerdem bekam ich neue Infos zum Verhältnis von Iden und ihrem Vater, wie die Helden in der Kampagne spielbar werden und wie die Kampagne 30 Jahre Geschichte verpackt, ohne dabei in einzelnen Kapiteln wie die Kampagne von Battlefield 1 erzählt zu werden.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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