Star Citizen: Bugreport der Woche

Die Fortschritte auf dem Weg zum Update 3.0 für Star Citizen gehen auch in dieser Woche ungehindert weiter. Wird die erste Testgruppe schon in der nächsten Woche zugelassen?

  • von Benjamin Danneberg am 01.10.2017, 10:39 Uhr

Mit dem kommenden Update 3.0 für das Weltraumspiel Star Citizen wird eine neue Phase in der Entwicklung erreicht: Das extrem ambitionierte Project geht von der reinen Alpha in einen Early Access-ähnlichen Zustand über. Zwar werden noch lange nicht alle Features implementiert sein, aber es wird erstmals ein Spiel im Wortsinn, mit einer schon jetzt riesigen Welt, vielen Raumschiffen, Stationen, Außenposten, Missionen, Berufen und so weiter.

Der Bugcounter sinkt weiter

Den Release möchte Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) nicht vergeigen, deshalb wird sich viel Zeit bei der Behebung von Bugs gelassen. Der ursprünglich anvisierte Termin Ende Juni konnte deshalb nicht eingehalten werden, wobei man dazu sagen muss, dass CIG keine festen Termine mehr nennt, sondern nur Daten, die mit einem fetten „Wenn bis dahin alles glatt läuft“-Disclaimer versehen sind. Das bei einem solch großen Projekt mit einer derartigen Detailversessenheit oft nicht alles nach Plan verläuft, ist wenig überraschend.

Nachdem wir in der letzten Woche bei rund sieben Bugs waren, die die Entwickler gern ausräumen wollten, bevor die erste große Testgruppe (die sogenannten Evocati-Tester) das Update in die Finger bekommt, wurde in dieser Woche kurzzeitig der lang ersehnte Nullpunkt erreicht: Es kam zu einem ersten »Go / No-Go«-Meeting.

In dessen Verlauf wurden allerdings weitere fünf Probleme definiert, die vor der Erweiterung des Testerkreises behoben werden sollten. Das war der Stand der Dinge zur Veröffentlichung des aktuellen Around the Verse – Videos, das Freitag früh erschien. Gedreht wird Around the Verse aber meistens schon am Dienstag.

Release von 3.0 an Evocati jederzeit möglich

Freitag abends wird dann die Planung auf der offiziellen Seite aktualisiert. Und siehe da: Es gibt nur noch einen Blocker, der – wenn ihr diesen etwas verspäteten Bugreport lest theoretisch heute – schon behoben sein könnte. Es ist also im Bereich des Möglichen, dass der aktuelle Alpha 3.0-Build jederzeit im Laufe der nächsten Tage an die Evocati-Tester ausgeliefert wird. Innerhalb dieses Builds werden die Tester aber nach und nach verschiedene Funktionalitäten testen und nicht einfach »frei Schnauze« vor sich hin daddeln.

Die ersten Testschwerpunkte werden sich dabei auf die Reise zwischen den Monden konzentrieren, das heißt beispielsweise Auswahl der Ziele über die Star Map und die Schnellreise (die sogenannte Quantum Travel-Mechanik). Darüber hinaus werden von den Entwicklern nach und nach weitere Fokustest-Ziele vorgegeben. Das macht auch absolut Sinn, schließlich hilft es den Entwicklern nicht, wenn täglich Dutzende Bugreports zu völlig verschiedenen Spielaspekten eintrudeln. Ein Thema nach dem anderen scheint da doch die erheblich effizientere Alternative zu sein.

Nach den Bugs ist vor den Bugs

Was bedeutet das für uns? Leider erstmal gar nichts, denn der Bug-Counter wird mit der neuen (aktuell rund 800 Leute umfassenden) Testgruppe wieder erheblich steigen. Es ist nicht davon auszugehen, dass der öffentliche Testserver (der letzte Schritt vor der eigentlichen Veröffentlichung) innerhalb der nächsten vier Wochen zur Verfügung steht. Wir wären jedenfalls überrascht, wenn wir zur CitizenCon 2017 am 27. Oktober in Frankfurt bereits den Startschuss erleben würden.

Stattdessen wird es für die Entwickler noch jede Menge harte Bug-Nüsse zu knacken geben, die die QA-Tester bislang nicht gefunden haben. Das bedeutet aber auch: Je mehr Bugs gefunden werden, desto besser wird das Spielerlebnis bei Release sein. Zumindest ist das die Theorie, und darauf hoffen wir.

Gleichwohl bleiben weitere interessante Fragen, die wir gern beantworten würden: Wie gut wird die Performance auf den Servern sein? Werden die Verbesserungen am Netcode bereits greifen? Der komplett neu entwickelte Netcode wird mit 3.0 wohl noch nicht implementiert werden, wohl aber die Grundlagen. Und das könnte bereits für einen signifikanten Anstieg der FPS-Zahlen auf den Live-Servern sorgen.

Eine Frage der Performance

Die Objekt-Container (jeder Gegenstand, jede Person, jede Station und jeder Planet sind sozusagen ein eigener, modifizierbarer Container mit individuellen Eigenschaften) werden bereits Teil von 3.0 sein, das dazugehörige performanceverbessernde Streaming (nur die jeweils benötigten Daten werden an den PC-Client geliefert; beispielsweise werden die Daten einer Station erst an unseren PC gestreamt, wenn wir uns in die Nähe der Station bewegen) kommt aber auch erst später.

Alle Infos zu Star Citizen & Alpha 3.0

Wir sind gespannt, wie sich die nächsten Wochen entwickeln und halten euch hier auf dem Laufenden. Falls ihr es noch nicht getan habt, lest in unserem Artikel zu den Missionen in Star Citizen nach, wie dynamische Quests generiert werden sollen.    

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Benjamin Danneberg
Benjamin Danneberg

Projektmanager GameZ und des Virtual Reality-Magazins VR-World.com. Außerdem Youtube-Täter auf Game.Play.Me. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy.