So findet ihr den richtigen Gaming-Monitor für eure Bedürfnisse

Egal, ob ihr auf Konsole oder auf dem PC spielt, der richtige Monitor ist wichtig, um die virtuelle Welt perfekt genießen zu können. Wir verraten euch, was ein guter Gaming-Monitor können sollte.

  • von Sebastian Weber am 28.08.2017, 16:20 Uhr

Vor allem PC-Spieler sitzen oft stundenlang vor ihren Monitoren. Doch auch Konsolen-Fans, die nicht den großen Fernseher im Wohnzimmer nutzen können, greifen gerne auf einen Monitor als Alternative zurück. Doch es gibt einige Punkte, die beim Kauf eines Gaming-Monitors beachtet werden sollten:

1. Wie groß sollte ein Gaming-Monitor sein?

Wenn ihr euch die Monitore anschaut, die heutzutage in den Händlerregalen stehen, dann fällt direkt auf, dass die meisten davon 24 oder 27 Zoll groß sind. 24-Zoll-Bildschirme wie der Acer Predator XB241 oder AOC G2460PF sind dabei eigentlich optimal, da sie für den recht geringen Sitzabstand die passende Größe besitzen. 27 Zoll sind auch beliebt, allerdings muss hier der Sitzabstand passen oder aber die Auflösung hoch genug sein.

Größere Geräte bieten zwar viel Bildfläche, allerdings ist der Sitzabstand in der Regel zu gering für die Größe, daher solltet ihr lieber die kleineren Varianten wählen und dafür ein klares Bild bekommen, statt ein großes verpixeltes. Erst ab 4K-Auflösung gehen größere Monitore in Ordnung, diese verlangen dann aber deutlich mehr Leistung von eurem PC und sind aktuell auch noch deutlich teurer als die kleineren Full-HD-Bildschirme.

Als grobe Faustregel gilt die Bildschirmdiagonale des Monitors mal 1,5 als Sitzabstand. Bei einem 24 Zoll großen Bildschirm wären das also grob 90 Zentimeter, bei 27 Zoll sind es schon knapp 103 Zentimeter.

2. Welches Panel sollte im Monitor verbaut sein?

Das Panel ist das wichtigste Bauteil im Bildschirm, denn es ist das eigentliche Display. Hier gibt es verschiedene Arten, die allesamt ihre Vor- und Nachteile haben. In Gaming-Monitoren kommen aber in der Regel IPS- oder TN-Panels zum Einsatz.

TN-Panels haben den Vorteil, dass sie eine sehr gute Reaktionszeit aufweisen, den Stromverbrauch niedrig ist und auch der Preis sich eher im unteren Bereich ansiedelt.

IPS-Panels dagegen punkten beim Blickwinkel. Das bedeutet, ihr könnt bei IPS-Bildschirmen auch stark von der Seite auf die Bildfläche schauen, ohne, dass das Bild an Qualität verliert, während es dabei bei TN-Displays eventuell schon matter wirken könnte. Dafür fällt die Reaktionszeit schlechter aus.

MVA- und PVA- Panels kommen weniger in Monitoren als in Fernsehern zum Einsatz, sind aber auch nicht so gut für schnelle Spiele geeignet. Daher solltet ihr beim Kauf eher auf TN- und IPS-Displays achten.

3. Welche Anschlüsse sollte der Monitor haben?

Der frühere Standard-Anschluss VGA verschwindet mehr und mehr. Heutige Grafikkarten setzen in der Regel auf DVI und HDMI, teilweise auch Display-Port. Daher solltet ihr darauf achten, dass euer neuer Gaming-Monitor zumindest DVI und HDMI verträgt. Wenn ihr außerdem eine Konsole anschließen wollt, dann ist HDMI sogar Pflicht.

Display-Port ist dagegen keine Pflicht im Moment, ein Monitor, der nur VGA unterstützt, sollte dagegen nicht in Betracht gezogen werden – auch wenn solche Geräte eigentlich nicht mehr auf dem Markt sind.

4. Bildwiederholfrenquenz, Reaktionszeit, FreeSync und G-Sync

Die Bildwiederholfrequenz ist ein wichtiger Indikator, wie flüssig das Bild des Spiels dargestellt werden kann. Je höher hier die Zahl, desto schneller reagiert das Display und desto geschmeidiger wirkt der Bildaufbau.

Die früher üblichen 60 Hz werden aktuell immer mehr von 120 oder mehr Hertz verdrängt. Wer sich daher jetzt einen neuen Gaming-Monitor kauft, der sollte direkt zu einem 144-Hz-Bildschirm greifen, um den aktuellen Standard zu nutzen. Gerade bei rasanten Shootern und ähnlich schnellen Spielen, ist eine höhere Hertz-Zahl empfehlenswert.

Die Reaktionszeit gibt euch ebenfalls darüber Aufschluss, wie schnell der Monitor euch das Bild ausspuckt. Die Zahl beschreibt die Zeit, die vergeht, bis die LCD-Kristalle im Display das neue Bild anzeigen. Während früher 20ms rasant schnell waren, sind heute Gaming-Monitor eher im Bereich um 1ms.

Generell gilt: Wenn ihr euch einen Bildschirm kauft, um darauf zu spielen und vor allem actionreiche Spiele, dann sollte die Reaktionszeit auf jeden Fall unter 10ms liegen. Je niedriger, desto besser natürlich.

FreeSync und G-Sync sind schließlich noch zwei Technologien, welche zur Verbesserung des Bildes beitragen. FreeSync ist dabei eine Softwarelösung für AMD-Grafikkarten. G-Sync ist eine Technologie von NVidia, die ab einer NVidia GeForce GTX 970 verfügbar ist.

Beide optimieren die Kommunikation zwischen Grafikkarte und Bildschirm und passen die Bildwiederholrate des Monitors dynamisch an die FPS-Zahl des Spiels an. FPS bedeutet »Frames per second«, also wie viele Bilder pro Sekunde der PC berechnet und darstellt. Wenn die Hertz-Zahl hierauf angepasst wird, dann minimiert dies Darstellungsfehler, ähnlich wie eine hohe Hertz-Zahl und führt zu einer geschmeidigeren Darstellung des Spiels.

5. Welche Auflösung sollte der Gaming-Monitor unterstützen?

Die passende Auflösung hängt von vielen Faktoren ab. Standard ist heute eigentlich mindestens Full-HD, also 1920 × 1080 Pixel. Diese Auflösung reicht bei 24- bzw. 27-Zoll-Bildschirmen meist aus, um ein klares Bild passend zum Sitzabstand darzustellen.

4K-Bildschirme stellen die Spiele in noch schärferen Bildern dar, da sie über die vierfache Auflösung verfügen. Da bedeutet aber gleichzeitig auch, dass euer PC deutlich mehr leisten muss, denn mit der höheren Auflösung steigt auch der Rechenaufwand für die Mühle unter dem Schreibtisch.

Daher solltet ihr vor dem Kauf abwägen, ob die höhere 4K-Auflösung für eure Zwecke notwendig ist.

Wenn ihr einen besonders großen Monitor nutzen möchtet und einen Highend-PC besitzt, dann spricht nichts gegen einen 4K-fähigen Monitor. Allerdings fallen diese aktuell noch etwas teurer aus.

Wenn ihr dagegen sowieso mit einem 24-Zoll-Monitor liebäugelt und ihr ein wenig sparsamer davonkommen möchtet, dann genügt ein Full-HD-Monitor in der Regel.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.