Sea of Thieves: Ferry of the Damned könnte als Geisterschiff segeln

Wer in Sea of Thieves stirbt, landet bis zum Respawn auf einem Kahn namens »Ferry of the Damned«. Wir erklären, wie die Wartezeit spannender dort werden könnte.

  • von Patricia Geiger am 05.01.2018, 11:05 Uhr

Das Piratenleben in Sea of Thieves birgt so einige Gefahren: Skelette, Haie, Wasser allgemein und natürlich andere Spieler können euch relativ schnell das Leben aushauchen.

Tote Spieler spawnen nicht sofort wieder neu, sondern müssen zunächst einmal auf der »Ferry of the Damned« (in der deutschen Version vermutlich Fähre der Verdammten) ausharren.

So steht es aktuell um die Ferry of the Damned

Vom letzten Stand der technischen Alpha von Sea of Thieves ausgehend, können Spieler dort zwar immerhin das Oberdeck des Schiffs erkunden, mehr aber auch nicht. Abgesehen davon ist die Fähre nicht Teil der eigentlichen Spielwelt, sondern eine Art abgeschottetes Respawn-Limbo für tote Piraten.

Wir wissen natürlich nicht, ob sich dieser Umstand möglicherweise schon in der anstehenden Closed Beta zum Spiel ändert, aber zumindest vom Alpha-Stand ausgehend haben wir auf Reddit einen ziemlich interessanten Vorschlag gefunden, wie die Wartezeit in Sea of Thieves deutlich spannender gestaltet werden könnte.

Die Ferry of the Damned als Geisterschiff im Spiel

Wie bereits oben erwähnt, stehen tote Piraten in Sea of Thieves aktuell leider tatenlos auf der Ferry of the Damned herum, bis sie endlich wieder ins Spiel einsteigen können. Gut eine halbe Minute müsst ihr dort ausharren, bis sich endlich die Tür zurück in die Spielwelt öffnet.

Gerade in Kämpfen gegen andere Schiffe ist es natürlich ärgerlich, wenn ihr dem Rest eurer Crew nur zuhören, aber nicht eingreifen könnt. Auf diesem Umstand basiert der Vorschlag von Reddit-Nutzer Tapikapi: Die Fähre als Geisterschiff durch die Welt schippern zu lassen, mit toten Piraten als Crew. Also im Prinzip ein bisschen so wie die Sage des Fliegenden Holländers, der bis zum jüngsten Gericht über die Weltmeere segeln muss.

Das Geisterschiff sollte dann aber natürlich nicht nur segeln, sondern auch andere Schiffe angreifen können. So könnten – zumindest in der Theorie – auch gefallene Piraten ihrer Mannschaft zur Seite stehen, bis sie wieder lebendig ins Geschehen von Sea of Thieves zurückkehren dürfen.

Was dagegen spricht

Ein Schiff voller toter Piraten, die aktiv ins Geschehen eingreifen können, stellt zweifellos ein spannendes neues Spielelement dar. Allerdings gibt es auch einige Argumente, die einer Einführung dieser Mechanik in Sea of Thieves widersprechen.

Zunächst einmal wäre da schlicht und ergreifend die Spielerzahl pro Server. In der technischen Alpha waren nie mehr als vier oder fünf Schiffe auf einem Server unterwegs. Sprich: Es waren immer nur rund 20 Spieler gemeinsam in einer Instanzs.

Zu wenig, um aus dieser geringen Spielerzahl auch noch die Besatzung eines Geisterschiffs zu rekrutieren. Wenn die einzelnen Server zum Release mit mehr Crews besiedelt werden sollten, sieht es natürlich schon wieder ganz anders aus.

Außerdem müsste auf jeden Fall eine zeitliche Beschränkung für das Geisterschiff her. Eine Geistercrew, die Schiffe angreifen kann, würde sonst schnell zu übermächtig werden. Außerdem könnte das System in Sea of Thieves durch eine solche Einschränkung nicht missbraucht werden. Als Geist hat man schließlich nichts mehr zu verlieren.

Die Geisterschiff-Mechanik müsste neben ihrer reinen Existenz noch einen zusätzlichen Anreiz bieten, damit Spieler auch tatsächlich Gebrauch davon machen. Fällt dieser aber zu hoch aus, kippt die Balance und Spieler versuchen wieder, absichtlich auf die Fähre zu gelangen. Ein schmaler Grat für die Entwickler, der extrem viel Fingerspitzengefühl erfordern würde.

Es ist also zwar ein spannender Gedanke, als Geist zu segeln, aber auch mit einer Menge Haken verbunden. Wahrscheinlicher ist da schon eher, dass Piraten in Sea of Thieves Haustiere wie Papageien bekommen könnten. Aber vielleicht kommt ja wenigstens noch eine Geisterfraktion ins Spiel, für die dann Aufträge erfüllt werden können.

Sea of Thieves erscheint am 20. März 2018 für Xbox One und PC und wird via Crossplay Spieler der beiden Plattformen verknüpfen.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.