Sea of Thieves: Emotionen und Motivationen als Spielmotor

Sea of Thieves soll ein Wechselbad der Gefühle werden, wenn es nach den Entwicklern von Rare geht.

  • von Patricia Geiger am 29.08.2017, 14:30 Uhr

Während der gamescom hatten wir die Möglichkeit, mit Rare-Studiochef Craig Duncan und Senior Designerin Shelley Preston über Sea of Thieves zu sprechen – alle Informationen zum Piraten-MMO findet ihr in unserer großen Übersicht. Dabei erklärten sie, dass es von Anfang an zu den Grundprinzipien des Spiels gehören sollte, die Spieler ein Wechselbad der Gefühle erleben zu lassen.

Ausgangspunkt war dafür ein Emotionsrad, das vom Psychologen Robert Plutchik erstellt wurde:

»Schon von Anfang an wollten wir mit Sea of Thieves ein Spiel machen, in dem Spieler all diese Emotionen erleben können«, erklärt Shelley Preston. »Wir wollten dabei nicht eindimensional sein, sondern eine große Bandbreite abdecken.«

Um sicher zu gehen, dass sie dieses Ziel auch erreichen, notieren sich die Entwickler bei Tests die Vorkommnisse und wie es ihnen dabei ergeht. Wie reagieren sie darauf, wenn sie einen Hai sehen oder von ihrer Crew zurückgelassen werden?

Spieler-Feedback wird zum Werkzeug

Mit der Einführung von Kampf-Features in der geschlossenen Alpha kam dann das Feedback der Spieler dazu – vieles davon verärgert und negativ, weil das Balancing noch nicht stimmte. Statt sich zu verstecken, nutzten die Entwickler dieses Feedback aber als Werkzeug und wussten entsprechend, wo sie mit den Verbesserungen anfangen mussten.

Auch jetzt noch nutzt Rare die Rückmeldungen der Spieler, um aus der Masse herauszulesen, welche Features noch eingebaut werden könnten. »Wir haben noch nie so gearbeitet. Traditioneller Weise lässt man die eisernen Rollläden herunter, verschwindet für ein paar Jahre, macht ein Spiel und bringt es dann heraus,« so Preston.

Ein Traum-Piratenspiel für alle

Sea of Thieves hingegen eigne sich ganz hervorragend dafür, es gemeinsam mit den Spielern zu entwickeln. Es gehe dabei nicht nur darum, die technischen Aspekte des Spiels zu testen. Stattdessen wollen die Entwickler auch ausloten, ob sie »das Piratenspiel entwickeln, dass ihr schon immer wolltet«.

»Jeder hat eine andere Vorstellung davon, was die Magie eines Piratenabenteuers ausmacht. Egal ob es Fluch der Karibik oder Die Schatzinsel ist, für mich sind es die Goonies. Bei Sea of Thieves geht es darum, den Kern des Ganzen zu finden und in ein Spiel zu verwandeln, um damit für so viele Menschen wie möglich eine besondere Erfahrung zu schaffen.«

Die Spieler verändern Sea of Thieves

Das besondere an Sea of Thieves ist, dass sich das Spiel durch die Spieler verändert. Je nachdem, mit wem man zusammen unterwegs ist, verändert sich das Spiel von Abenteuer zu Abenteuer, denn jeder Spieler hat eine andere Motivation.

Die Ankündigung von Crossplay unterstreicht das: »Je mehr Spieler mit unterschiedlichen Motivationen wir in dieser Welt haben, desto spannender wird es. Man sieht ein Segel am Horizont und weiß nicht so genau, wer das ist und was sie vorhaben.«

Rare hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Sea of Thieves die Barrieren zwischen den Spielern einzureißen. »Wir wissen, dass es ein Spiel ist, das mit Freunden am meisten Spaß macht. Es ist aber nicht nötig, gemeinsam mit Freunden ins Spiel zu starten. Uns gefällt der Gedanke, dass die Spieler durch Sea of Thieves neue Freunde finden können.«

Dazu dient sowohl das Matchmaking im Spiel als auch das bereits jetzt stark frequentierte Forum, in dem Konsolen- und PC-Spieler in regem Austausch miteinander sind.

Aber auch die Spielerfahrung an sich dient dazu, dass die Freizeit-Piraten sich anfreunden. Erfolgserlebnisse wie erreichte Ziele, gefundene Schätze oder der Stolz über gelöste Rätsel tragen zu einem Gemeinschaftsgefühl bei, das natürlich entsteht und den Spielern nicht aufgezwungen wird. Genauso der gemeinsame Ärger, wenn man von einer anderen Crew überfallen wird und Schätze gestohlen werden.

Einen genauen Release-Termin für Sea of Thieves gibt es aktuell noch nicht. Das Spiel soll im Frühjahr 2018 für Xbox One und PC erscheinen. Wer bereits vorher an der geschlossenen technischen Alpha teilnehmen möchte, kann sich dafür anmelden. Wir erklären euch, wie die Registrierung funktioniert.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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