Resident Evil 4 Remake – Was ist dran an den Gerüchten?

Wird Resident Evil 4 das nächste Remake? Wir analysieren die Leaks zu Capcoms Horror-Klassiker und erläutern unsere Sicht zur Neuauflage.

  • von Jeffrey Ziegler am 14.04.2020, 17:41 Uhr
Resident Evil 4 Remake Ankündigung Gerücht Leak

Resident Evil 4 hat 2005 für eine Revolution in Capcoms Horrorspiel-Franchise gesorgt. Jetzt könnte der Meilenstein im neuen Gewand zurückkehren.

Resident Evil 4 Remake-Gerüchte – Was ist bisher bekannt?

Verschiedene Quellen berichten, dass Capcom an einem Remake des vierten Resident Evil-Teils arbeitet. Mit der Entwicklung ist das neugegründete Studio M-Two beauftragt, das vom früheren Platinum Games-Chef Tatsuya Minami geleitet wird.

Resident Evil 4 Remake wäre nicht die erste Kooperation zwischen Minami und Capcom. Er hat unter anderem als Produzent an Resident Evil 1 und Resident Evil Zero (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) gearbeitet.

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Das Entwicklerstudio M-Two war außerdem an der Entwicklung des 2020 erschienen Resident Evil 3 Remake (Jetzt bei MediaMarkt kaufen!) beteiligt, jedoch nicht als Hauptentwickler.

Laut videogamecronicles.com wurde zuvor Resident Evil-Legende Shinji Mikami als Leiter für das Projekt angefragt. Der Direktor des originalen Resident Evil 4 wird jedoch nur als externer Berater am Resident Evil 4 Remake mitwirken.

Laut den RE4-Leaks ist das Projekt bereits seit 2018 in Arbeit und der Release für das Jahr 2022 geplant. Ein genaues Veröffentlichungsdatum gibt es jedoch noch nicht.

Anscheinend wird Capcom Resident Evil zu einer jährlichen Serie machen, da das neue Resident Evil: VIllage 2021 erscheinen soll. Beide Spiele werden mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Xbox Series X, die PlayStation 5 und den PC erscheinen.

Braucht Resident Evil 4 überhaupt ein Remake?

RE4 zählt, obwohl es bereits 15 Jahre alt ist, zu den modernen Resident Evil-Spielen. Es war der erste Serienteil, der feste Kameraperspektiven gegen eine Third-Person-Sicht eingetauscht hat.

Das actionreichere Gameplay und die neue Perspektive wurden von folgenden Resident Evil-Spielen übernommen, selbst die neuesten Teile (Resident Evil 2 Remake und Resident Evil 3 Remake) sind nach diesem Spielprinzip aufgebaut. Ein RE4-Remake würde also höchstwahrscheinlich keine Gameplay-Revolution mit sich ziehen.

Ein weiterer Punkt ist, dass es bereits eine Remastered-Version von Resident Evil 4 gibt. RE4 ist das wohl meist portierte Spiel überhaupt und ist auf PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und dem PC in aufpolierter Optik spielbar.

Die Originale der letzten Resident Evil-Remakes waren nur auf veralteten Konsolen spielbar und konnten durch den Wechsel von festen Kameraperspektiven auf Third-Person nochmal komplett neu erschaffen werden. Dadurch wurde ein Mehrwert für neue und alte Spieler geschaffen.

Resident Evil: Code Veronica wäre unter diesen Gesichtspunkten ein besserer Remake-Kandidat, da das Original schlechtere Grafik, feste Kameraperspektiven und einige Gameplay-Schwächen besitzt, die durch eine Neuauflage ausgemerzt werden könnten.

Unserer Meinung nach ist RE4 der Teil, der noch am wenigsten ein Remake braucht. Warum wir dennoch fest an ein Resident Evil 4 Remake glauben, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.

Warum sollte Resident Evil 4 ein Remake bekommen?

Notwendig oder nicht, wir glauben fest daran, dass Capcom früher oder später ein Resident Evil 4 Remake produzieren wird. Der Hauptgrund dafür ist, dass die letzten Resident Evil-Neuauflagen überaus erfolgreich waren.

Das 2020 veröffentlichte Resident Evil 3 Remake hat sich in den ersten fünf Tagen nach Release bereits über zwei Millionen mal verkauft und bereits seit dem Erfolg des RE2-Remakes ist es Capcoms Strategie, sich auf ältere Marken zu konzentrieren.

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Resident Evil 4 ist nebem dem zweiten Teil der beliebteste Ableger der ganzen Serie und wird als absoluter Videospiel-Meilenstein angesehen. Ein Remake, das an die Qualität des Originals anknüpft, sollte ein sicherer Verkaufserfolg für Capcom sein. Genau deswegen ist ein RE4-Remake wahrscheinlicher als ein Code Veronica-Remake, da dieser Teil weitaus unbekannter und unbeliebter ist.

Wie kann RE4-Remake das Original verbessern?

Remakes bieten nicht nur die Möglichkeit beliebte Klassiker in neuer Grafik zu präsentieren, sie bieten auch die Chance einige Schwächen der Originale zu überarbeiten.

Resident Evil 4 war seinerzeit ein nahezu perfektes Spiel, das sich auch heutzutage noch ohne große Probleme ansehen und spielen lässt. Die hier von uns vorgeschlagenen Veränderungen könnten einem potenziellen Remake jedoch den letzten Schliff geben. Grafik und Steuerung werden in jedem Fall auf aktuelle Standards angepasst, darum überspringen wir diese direkt und widmen uns den wichtigen Details.

Die Insel:

Selbst die größten Fans dürften zustimmen, dass die Insel der schwächste Abschnitt von RE4 ist. Viele Sequenzen erinnern eher an Call of Duty als an ein Horrorspiel und das Militär-Setting ist ein starker Kontrast zu den Arealen am Anfang des Spiels. Wir hoffen daher, dass diese Level im Remake überarbeitet werden.

Anstatt sich durch eine ganze Armee zu ballern, könnte man die Actionszenen verkürzen, um einen größeren Fokus auf die Laborräume im Inneren der Insel zu legen. Resident Evil 4 ist ein extrem umfangreiches Spiel und könnte vielleicht sogar ein paar Kürzungen vertragen.

Ashley Graham:

Leons Mission in Resident Evil 4 ist es, die Präsidententochter Ashley aus den Klauen eines mysteriösen Kults zu befreien. Für viele RE-Fans war Ashley jedoch eher ein Klotz am Bein, als ein cooler Nebencharakter. Durch ihr Geschrei zählt sie für viele Gamerinnen und Gamer – neben Navi aus The Legend of Zelda – zu den nervigsten Videospielcharakteren überhaupt.

Wir hoffen also, dass Capcom das Remake nutzt, um Ashley Graham gameplay-technisch als auch charakterlich zu überarbeiten. Als Nebencharakter hat sie das Potenzial, um mehr zu sein als ein schreiendes Mädchen, dass kaum eine eine Aktion ohne Leon ausführen kann.

Ashley ist das Opfer einer Entführung und soll natürlich nicht in eine Elitesoldatin verwandelt werden, jedoch wünschen wir uns eine weniger klischeehafte Darstellung und eine Ashley Graham, die mehr zur Spielerfahrung beiträgt, als immerzu nur gerettet werden zu müssen.

Extras & Bonuslevel:

Dieser Wunsch bezieht sich auf etwas, das Capcom auf keinen Fall ändern sollte. Wir wollen ein Resident Evil 4 Remake mit all seinen Extras. Besonders wichtig ist das Extra-Kapitel “Separate Ways”, das euch das Spiel aus der Sicht von Ada Wong erleben lässt.

Im Original wird die Mini-Kampagne nach Beenden der normalen Story freigeschaltet. Ob diese im Remake in die Hauptkampagne integriert wird oder ein freischaltbares Extra bleibt, ist uns relativ egal, Hauptsache sie ist dabei.

Außerdem sollte die Neuauflage den beliebten Mercenaries-Modus beinhalten. Der wurde in der deutschen Version des originalen Resident Evil 4 nämlich geschnitten. Im Bonus-Modus müsst ihr unter Zeitdruck so viele Zombies wie möglich besiegen, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Dabei stehen mehrere Karten und klassische Resident Evil-Charaktere wie Wesker, Hunk oder Krauser zur Auswahl.

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Sobald es weitere Informationen zu Resident Evil 4 Remake gibt, erfahrt ihr diese natürlich bei uns.

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Jeffrey Ziegler
Jeffrey Ziegler

Fighting Games, Soulslikes, Indie Games & Memes.

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