Resident Evil 3, Silent Hill & mehr: Diese Games brauchen ein Remake

Remakes bieten die perfekte Möglichkeit für Entwickler, ein beliebtes Spiel in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Diese fünf Titel – von Silent Hill bis Resident Evil 3 – verdienen unbedingt eine Frischzellenkur.

  • von Andreas Sperling am 03.08.2018, 16:47 Uhr
Resident Evil verdient ein Remake

Silent Hill

Nachdem im April 2015 die Entwicklung von Silent Hills eingestellt wurde, ist es mächtig still um die Reihe geworden. Ein Remake des ersten Teils würde die perfekte Gelegenheit bieten, um die Serie neu zu starten – ohne die bisherige Story verwerfen zu müssen.

Silent Hill gehört zu den besten Survival-Horror-Games, die je erschienen sind, ist jedoch in Sachen Grafik und Steuerung ein wenig angestaubt. Kein Wunder, erschien das Original doch bereits 1999 exklusiv für die PlayStation.

Allein die Vorstellung, erneut durch die schaurigen Gänge des Alchemilla Hospitals oder der Grundschule zu laufen, lässt mich vor Freude erschauern. Wir können nur hoffen, dass sich Konami endlich aufrafft und zu früherer Stärke zurückkehrt. Ein Remake zu Silent Hill wäre die perfekte Gelegenheit dafür.

Fahrenheit

Bereits 2005 brachte Entwickler Quantic Dream (Detroit: Become Human) das erste Spiel mit dem für sie typischen, interaktiven Storytelling auf den Markt. Fahrenheit besticht durch eine großartige Story mit gut geschriebenen Charakteren, die sich um eine spannende Verschwörung und übernatürliche Phänomene dreht.

Einzig das Gameplay wirkt ein wenig überholt und könnte so Leute mit seiner Unzugänglichkeit vor den Kopf stoßen. 2015 erschien zwar ein Remaster, welches jedoch nur grafische Veränderungen mit sich brachte.

Ein Remake von Fahrenheit könnte Quantic Dream zum Anlass nehmen, um ihr komplettes Gameplay-Konzept anspruchsvoller zu gestalten und den Fokus von Quick-Time-Events wegzulenken. Obwohl die Geschichten ihrer Titel immer spannend geschrieben sind, mangelt es ihnen oft an innovativen Spielmechaniken, die über reines Knöpfe drücken hinaus gehen.

Dino Crisis

Ich kenne kaum eine Spiele-Reihe, die so viel Potenzial hatte wie Dino Crisis und gleichzeitig mit so viel Karacho gegen die Wand gefahren wurde. 1999 erschien der Survival-Horror auf der PlayStation und kann am besten als »Resident Evil mit Dinosauriern« bezeichnet werden.

Kein Wunder, stammt Dino Crisis doch vom gleichen Entwickler wie diese Horror-Reihe, nämlich von Capcom. Bereits der zweite Teil driftete stark in Richtung Action und verwarf alle Eigenschaften und Qualitäten, die Dino Crisis so großartig machten.

Teil 3, welcher in einem Weltraum-Setting spielte, war dann in meinen Augen nur noch langweiliger Trash und zog die gesamte Reihe endgültig in den Abgrund.

Doch es besteht Hoffnung. Im Dezember 2017 twitterte Capcoms »Research & Development Division 1« – welche auch für das Resident Evil 2 Remake verantwortlich ist – dass sie sich an die Arbeit für ein Dino-Crisis-Remake machen würden, sofern es sich nur genug Leute wünschten.

Onimusha

Onimusha ist eine weitere Spiele-Serie von Capcom, die nicht den Sprung in die aktuelle Generation geschafft hat. Dieses Mal lag es jedoch weder an mangelnder Qualität noch an Genre-Identifikations-Problemen wie bei Dino Crisis. Ganze vier Haupteile und zwei Spin-Offs sind bis 2006 erschienen.

In Onimusha 3 spielt sogar der französische Schauspieler Jean Reno (»Léon – Der Profi«) eine Hauptrolle. Und doch war irgendwann die Luft raus und es fehlten neue Ansätze, um die Serie am Leben zu halten. Bei Onimusha handelt es sich um eine Mischung aus Action-Adventure und Survival-Horror, die sowohl im feudalen Japan als auch in der Moderne angesiedelt ist.

Mit einer Vielzahl an Hieb-, Stich-, Nah- und Fernkampfwaffen sowie Magie müsst ihr diverse Dämonen – teils sehr blutig  niederstrecken, während ihr zum Vorantreiben der Story nebenbei Rätsel löst.

Onimusha besticht durch eine einzigartige Ästhetik, eine spannende Geschichte, fordernde Puzzle-Einlagen und schleimigen Monster-Gore. Es wäre einfach zu schade, bliebe die Marke weiterhin so ungenutzt. Also los Capcom, schickt uns wieder auf Dämonen-Jagd!

Resident Evil 3

Nach dem Hype um das Resident Evil 2 Remake, welches auf der Spielemesse E3 2018 mit einem Trailer enthüllt wurde, wäre ein Remake des dritten Teils sicherlich ein Selbstläufer. War es damals schon blanker Terror, wenn ihr von Nemesis durch die engen Gassen Raccoon Citys gejagt wurdet, so böten sich nun die technischen Möglichkeiten das Ganze noch weiter auf die Spitze zu treiben.

Beispielsweise könnte Capcom den wortkargen B.O.W. [Bio-Organische-Waffe] Nemesis durch Wände krachen und Jill regelrecht durch das Mobiliar des Police-Departments prügeln lassen. Vorbei sind die Zeiten von rettenden Tür-Animationen, die uns zumindest 3 Sekunden durchschnaufen lassen.

Nun müssen nur noch die Verkaufszahlen des Resident Evil 2 Remakes überzeugen. Dann dürfte den nächsten schaurigen Schritten durch Raccoon City nichts mehr im Wege stehen.

Mit der Vielzahl an bereits veröffentlichten Remakes, Remaster und Reboots kann schnell Verwirrung aufkommen. Ab wann ist ein Remake eigentlich ein Remake und wann ist es ein Remaster? Wann gilt etwas als Reboot und wann als Soft-Reboot?

Die Grenzen verlaufen teilweise sehr fließend und die Definitionen sind nicht immer ganz einfach. Aus diesem Grund haben wir für euch ein Video auf die Beine gestellt, um ein für alle Mal Klarheit zu schaffen.

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Andreas Sperling
Andreas Sperling

Erstes Spiel: Moon Patrol (Atari 2600), Super Mario Land, Tetris (Gameboy) Lieblingsgenres: Survival Horror, Action-Adventure, Rollenspiele Lieblingsspiele/-serien: Resident Evil, Catherine, Metal Gear Solid 1 & 3, Dead by Daylight