Resident Evil 2 Remake – Das hat sich verändert

Während der E3 im vergangenen Juni hat Capcom endlich das langersehnte Remake von Resident Evil 2 gezeigt. Wir werfen einen Blick darauf, wo sich Remake und Original überschneiden und wo es sinnvolle Neuerungen gibt.

  • von Andreas Sperling am 03.07.2018, 14:45 Uhr

Auf der E3 wurde von Capcom zum ersten Mal das Resident Evil 2 Remake gezeigt. Für alle Fans des Originals stellt sich natürlich die Frage, wie nah das Remake am Vorbild ist und wo es sinnvolle und zeitgemäße Neuerungen bietet.

Die Kamera

Die offensichtlichste Veränderung dürfte der Kamerawinkel sein. Wo Resident Evil 2 (1998) noch eine statische Perspektive bot, zieht uns das Remake mit der Over-the-Shoulder-Sicht nun direkt ins Geschehen.

Dies bietet uns sowohl Vor- als auch Nachteile. Die klassische Sicht punktet vor allem durch die cineastische Inszenierung. Aber auch der Faktor der unbekannten Bedrohung im nächsten Bildabschnitt trägt ungemein zum Gruselfaktor bei. Wieso also hat sich Capcom für die Over-the-Shoulder-Perspektive entschieden?

Grund dafür dürften zwei Faktoren sein. Einerseits lässt es sich leichter steuern, andererseits erscheinen die Gegner bei einem Angriff ganz nah und somit bedrohlicher am Bildschirm. Die von vielen Fans geäußerte Befürchtung, durch die eher mit den actionlastigen Resident-Evil-Titeln verbundene Kamera, einen Shooter statt ein Survival-Horror-Spiel zu erhalten, tritt nicht ein.

Rätseleinlagen

Auch wenn Resident Evil 2 (1998) zu einen der besten Teile der Reihe zählt, so ist es bei den Rätseln doch ein wenig schwach auf der Brust. Wie sich aus der Demo entnehmen lässt, hat Capcom hier den Umfang deutlich erhöht.

So muss man für die weiße Statue in der Haupthalle nicht nur eine, sondern gleich drei Medaillen zum Einsetzen suchen. Und auch das Entwickeln von Fotos, welches damals zwar vorhanden, aber nicht relevant war, scheint nun als Hilfestellung für weitere Rätseleinlagen zu dienen.

Capcom hat diese Schwäche des Originals also nicht nur erkannt, sondern auch direkt beseitigt.

Neue Areale

Resident Evil 2 (1998) gilt mit Resident Evil 3 (1999) als einer der kürzesten Teile der Hauptreihe. Durch das A- und B-Szenario der beiden Hauptcharaktere Leon S. Kennedy und Claire Redfield, gab es jedoch unglaublich viel Wiederspielwert, da man so die Hauptstory aus vier unterschiedlichen Blickwinkeln mit neuen Sequenzen, Waffen, Räumen, Rätseln und Gegnern spielen konnte.

Dieses sogenannte »Zapping-System« wurde zum Leidwesen vieler Fans im Remake gestrichen. Wie Produzent Yoshiaki Hirabayashi jedoch verriet, wird der Gesamtumfang des Remakes durch neue Areale deutlich erhöht. Resident Evil 2 Remake soll fast doppelt so lang werden wie das Original.

Alle wichtigen Gegner und Storyelemente aus den vier ursprünglichen Szenarien und auch die beiden Bonusspiele »4th Survivor« und »Survivor« sollen enthalten sein. In den Bonusspielen sind der Umbrella-Söldner Hunk sowie ein riesiger Tofu-Block mit einem Messer spielbar.

Noch detailliertere Infos findet ihr in unserem Gameplay- und Trailer-Analyse Video. Dort haben wir uns intensiv durch das aktuell vorhandene Material gewühlt und alle relevanten Fakten zusammengetragen, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Das Resident Evil 2 Remake erscheint am 25. Januar 2019 auf PlayStation 4, Xbox One und für PC.

Andreas Sperling
Andreas Sperling

Erstes Spiel: Moon Patrol (Atari 2600), Super Mario Land, Tetris (Gameboy) Lieblingsgenres: Survival Horror, Action-Adventure, Rollenspiele Lieblingsspiele/-serien: Resident Evil, Catherine, Metal Gear Solid 1 & 3, Dead by Daylight

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