Quill 2.0: Umfassendes VR-Storytelling-Werkzeug veröffentlicht

Oculus veröffentlichte ein neues Update für die Mal- und Animationssoftware Quill, welches die VR-App um zahlreiche Features und Funktionen erweitert. Was beinhaltet das neue Quill 2.0?

  • von Thomas Grohganz am 02.08.2019, 15:30 Uhr
Quill 2.0

Quill von Oculus ist erstmals 2016 erschienen, um Nutzern und Nutzerinnen kreatives 3D-Zeichnen mit den Oculus Touch-Controllern in der virtuellen Realität zu ermöglichen. Im preisgekrönten VR-Film Dear Angelica wurde unter Beweis gestellt, was mit dem VR-Zeichenprogramm möglich ist.

Seitdem wurde die VR-App für Oculus Rift / Oculus Rift S mit diversen Updates weiterentwickelt, um unter anderem Animationen innerhalb der virtuellen Umgebung zu erstellen. Das neuste Update hebt die VR-Software nun auf die nächste Stufe. Dank massiven Verbesserungen sowie zusätzlichen Funktionen wird die App in ein voll umfassendes VR-Werkzeug für Kreativschaffende verwandelt.

Quill 2.0 – Umfassendes VR-Storytelling-Tool

In der neuen Fassung Quill 2.0 werden die bisherigen Werkzeuge zum Zeichnen und Animieren in der VR überarbeitet und um zusätzliche Storytelling-Werkzeuge erweitert. Dadurch werden Kreative nicht länger gezwungen, zwischen verschiedene Tools innerhalb des Entwicklungsprozesses eines VR-Films zu wechseln. Durch die umfassende Universallösung soll sich die Nutzererfahrung für Kreative deutlich verbessern.

In der neuen Animations-Timeline werden sämtliche Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung eines VR-Projekts aufgeführt. Darin können die Kreativschaffenden ihre narrativen Erzählabschnitte unter anderem anordnen, mit passenden Sounds und Musik unterlegen oder Übergänge erzeugen. Umständliche Datentransfers oder das Hantieren mit neuer Software gehören somit der Vergangenheit an.

Neue Features: Keyframes, Stopps, Sequenzschichten und Audio

Diverse Features in der Animations-Timeline optimieren zusätzlich den Arbeitsprozess. Dank Keyframe-Transformationswerkzeugen soll das Animieren von komplexen Objekten deutlich vereinfacht werden. Anstelle der Bearbeitung von Einzelbild-Animationen können nun auch Keyframes in verschiedenen Ebenen, Gruppen und Sequenzen festgelegt werden.

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Dank dem neuen Stopp-Feature können VR-Storyteller ihre Szenen im VR-Film jederzeit pausieren. Dadurch wird die Hauptgeschichte angehalten, um sich auf Nebenszenen zu fokussieren. Die Zuschauer*innen können dadurch Schlüsselmomente in aller Ruhe aus sämtlichen Perspektiven betrachten bis sie sich eigenständig entscheiden, die Handlung fortzusetzen.

Sequenzschichten eröffnen eine neue Ebene, um Loops in verschachtelten Timelines zu erstellen. Die erweiterten räumlichen Audiowerkzeuge erlauben zudem die 3D-Objekte mit bewegten Geräuschen und Ton zu kombinieren. Außerdem können Szenen mit komplexen Audioanforderungen erstellt werden, indem Position oder Richtung der Sounds festgelegt wird.

Sämtliche Änderungen und detaillierte Informationen zum neuen Update und Quill 2.0 findet ihr im offiziellen Oculus Blog.

Quill 2.0 ist kostenlos als Early Access-Version für Oculus Rift / Oculus Rift S im Oculus Store erhältlich. Zur Nutzung sind die Oculus Touch-Controller obligatorisch. Laut Entwickler*innen sollen die kreativen VR-Erzeugnisse aus der VR-Software zukünftig auch mit der autarken Oculus Quest angesehen werden können. Genauere Informationen darüber wurden bisher allerdings noch nicht veröffentlicht.

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Thomas Grohganz
Thomas Grohganz
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