Pokémon ohne GO: Mit diesen Spielen geht ihr offline auf Monsterjagd

Pokémon GO ist ein Riesen-Hype, bei dem gern vergessen wird: Es gibt jede Menge weitere großartige Pokémon-Games. Wir stellen die aktuellsten vor.

  • von Stephan Freundorfer am 28.07.2016, 10:01 Uhr

Jeder jagt Monster: Seit die japanischen Videospielkreaturen dank der iOS- und Android-App Pokémon GO auch mit einem Allerwelts-Smartphone statt exklusiv auf einer Nintendo-Hardware eingefangen werden können, sind die Pokémon in die Mitte der Gesellschaft gerückt.

Viele Millionen Poké-Fans gab’s aber schon vorher: Seit gut 20 Jahren faszinieren und motivieren die Jagd- und Sammel-Rollenspiele, die auf jedem Nintendo-Handheld – vom klassischen Game Boy bis zum modernen 3DS – zu den bestverkauften Titeln gehörten und gehören.

Wessen Interesse an den Monstern und den zugehörigen Games durch Pokémon GO geweckt wurde, oder wer gerne auch mal offline, ohne Belastung von Smartphone-Akku und mobilem Datenvolumen, mit Pikachu, Glumanda oder Traumato seinen Spaß haben will, der sollte sich diese aktuellen Pokémon-Games für 3DS (und sogar Wii U) mal genauer ansehen.

 

Pokémon X/Y (3DS)

Starter-Pokémon: Igamaro, Fynx, Froxy
Gesamtzahl Pokémon: 595
Unterschiede zwischen den beiden Spielen: Jeweils 20 exklusive Monster, je sechs exklusive Mega-Steine

Ende 2013 brach mit den beiden 3DS-Spiele Pokémon X bzw. Pokémon Y eine neue Generation von Pokémon-Spielen an. Zum ersten Mal jagt der Spieler in einer europäisch anmutenden Region (Vorbild ist Frankreich), zum ersten Mal setzen die Entwickler durchgehend auf 3D-Grafik. Zudem wird mit den Feen ein neuer Pokémon-Typ eingeführt, was deren Zahl auf insgesamt 18 erhöht.

Wie von den Pokémon-RPGs gewohnt, erkundet der Spieler als junger Trainer seine Umgebung, sucht und sammelt zahllose Kreaturen, beweist sich in acht Pokémon-Arenen und rettet im Kampf gegen ein Team übler Halunken die Welt. Neu für Serienkenner ist die Mega-Entwicklung: Sie lässt sich durch auffindbare Mega-Steine auslösen und verleiht einem Monster für die Dauer eines Kampfes ein neues Aussehen, neue Werte und Fähigkeiten. Ebenfalls sein Debüt feiert das PokéMonAmi-Feature, durch das sich via Touchscreen, Mikro und Kamera des Handhelds eine besondere Bindung mit den Pokémon aufbauen lässt.

 

Pokémon Omega Rubin/Alpha Saphir (3DS)

Starter-Pokémon: Geckarbor, Flemmli, Hydropi
Gesamtzahl Pokémon: 211
Unterschiede zwischen den beiden Spielen: Je 23 exklusive Monster, je drei Monster, deren Häufigkeit variiert

Wie seit der Game Boy Advance-Ära (in der die Ur-Pokémon-Abenteuer Rot und Blau als Feuerrot und Blattgrün neu veröffentlicht wurden) üblich hat Nintendo auch dem 3DS Remakes früherer Pokémon-Episoden veröffentlicht. Seit Ende 2014 dürfen unter den Titeln Pokémon Omega Rubin bzw. Alpha Saphir die GBA-Episoden Rubin bzw. Saphir neu erlebt werden.

Die Grundmechanik ist serientypisch (der Spieler ist ein junger Trainer, der über das Erkämpfen von acht Arena-Orden und weitere Auseinandersetzung zum Pokémon-Champion aufsteigen will), als Schauplatz dient die Region Hoenn, die von der japanischen Insel Kyushu inspiriert ist. Wie Pokémon X und Y setzen die Remakes auf ausgefeilte 3D-Optik, bestimmte Pokémon können eine Mega-Entwicklung durchmachen und es darf eine zusätzliche Story-Episode gespielt werden.

 

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit (3DS)

Starter-Pokémon: Pikachu, Serpifeu, Floink, Ottaro, Milza
Gesamtzahl Pokémon: 144

Die Mystery Dungeon-Titel sind Spin-Offs der Pokémon-Rollenspiele, die seit 2005 vom japanischen Entwicklerstudio Chunsoft gefertigt werden. Wie in den anderen Titeln der Reihe schlüpft der Spieler auch im ersten 3DS-Mystery Dungeon in die Rolle eines Menschen, der in ein Pokémon verwandelt wird und sich an der Seite seiner Monsterfreunde durch Zufallshöhlen kämpft.

Grund für die taktischen Auseinandersetzungen in den mysteriösen Höhlen: Die negativen Emotionen der Pokémon sind für die Bildung eines Kältekerns verantwortlich, der größer wird und die Welt zu vernichten droht. Hüter des Kältekerns ist Kyurem, ein legendäres Pokémon der Typen Drache und Eis, gegen das der Spieler natürlich auch anzukämpfen hat.

 

Pokémon Super Mystery Dungeon (3DS)

Starter-Pokémon: 20 (aus allen Hauptspielen plus Pikachu und Riolu)
Gesamtzahl Pokémon: 720

Auch in Super Mystery Dungeon, dem zehnten (bzw. siebten in Europa erhältlichen) Teil der Pokémon Mystery Dungeon-Reihe, wird die menschliche Spielfigur in eines der beliebten Monster verwandelt, um anschließend Zufallshöhlen zu erkunden und ihre Bewohner zu vermöbeln.

Pokémon Super Mystery Dungeon besticht durch Umfang – alle bis dato existierenden Pokémon, 720 Stück, machen dem Spiel in schickem 3D ihre Aufwartung. Das bedeutet, dass auch Kreaturen des Feen-Typs enthalten sind, zudem gibt es Mega-Entwicklungen wie in Pokémon X/Y.

 

Pokémon Rumble World (3DS)

Gesamtzahl Pokémon: 719

Als Nintendo-Avatar Mii wird ein Spielzeugland bereist, in dem sich zahllose Pokémon-Spielfiguren herumtreiben. Die müssen mit Figuren aus der eigenen Sammlung in flachen, actionreichen Kämpfen besiegt werden, um sie unter Umständen in den individuellen Fundus zu überführen.

Pokémon Rumble World bietet zwar eine riesige Zahl an Kreaturen und sogar Mega-Entwicklungen, die als Free-to-Play-Spiel angelegte Action (die physische Version beinhaltet alle kostenpflichtigen Extras) ist aber arg simpel und abwechslungsarm. Leider das aktuell schwächste Pokémon-Spiel für 3DS.

 

Pokémon Tekken (Wii U)

Gesamtzahl Pokémon: 16 (+ 30 in Helfer-Teams)

In einer Gemeinschaftsarbeit der Tekken-Macher Bandai Namco und der Pokémon Company entstand der Spielhallenautomat Pokkén Tournament, der bei uns seit Frühjahr 2016 in der Wii U-Umsetzung Pokémon Tekken erhältlich ist.

Das Kampfsystem bietet eine gelungene Mischung aus Fernattacken und Nahangriffen, Helfer-Monster bringen taktische Würze, die recht individuell agierenden Monster liefern ausreichend Lernpotenzial. Im Solo-Modus wird das Geprügel (für einen Pokémon-Titel) aber etwas arg schnell eintönig, als Mehrspielerspaß wandert Pokémon Tekken dagegen immer wieder gerne ins Wii U-Laufwerk.

 

Pokémon Sonne/Mond

Gesamtzahl Pokémon: über 800 (Schätzung)
Starter-Pokémon: Robbal, Bauz, Flamiau

Ab dem 23. November geht die Pokémon-Rollenspielreihe mit Veröffentlichung von Pokémon Sonne bzw. Mond in die siebte Generation. Diesmal schickt das Spiel angehende Monstersammler und -trainer in die Inselwelt Alola, die von den Hawaii-Inseln inspiriert ist.

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer

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