Pokémon Go: Anti-Cheat-Maßnahme sperrt gerootete Smartphones aus

Um Moglern einen Riegel vorzuschieben, hat Entwickler Niantic mit dem neuesten Update von Pokémon Go offenbar dafür gesorgt, dass gerootete Android-Smartphones nicht mehr für das Spiel genutzt werden können.

  • von Sebastian Weber am 24.08.2018, 13:30 Uhr

Obwohl Pokémon Go nun schon einige Zeit auf dem Buckel hat, erfreut sich das Mobilegame, dass es für Android und iOS gibt, noch immer großer Beliebtheit.

Vor allem der kompetitive Aspekt, also der Kampf gegen Spieler des feindlichen Teams, hält viele Spieler hier bei der Stange, dazu kommt der Sammelfaktor für die verschiedensten Taschenmonster.

Niantic möchte Cheatern in Pokémon Go das Leben schwer machen

Daher ist es kein Wunder, dass Cheaten, also das bewusste Mogeln, um sich einen Vorteil zu verschaffen, ein Dorn im Auge von Entwickler Niantic ist. Denn sobald solche Schummler vermehrt Wege finden, wie sie das Online-Spiel austricksen können, könnte das für Unmut bei allen ehrlichen Pokémon-Jägern sorgen.

Genau aus diesem Grund hat Niantic nun im neuesten Update für Pokémon Go auf Version v0.115.2 eine kleine Maßnahme ergriffen, die aber nicht nur solche Spieler betrifft, die tatsächlich cheaten möchten.

Verräterische Spuren im Smartphone-Speicher

Seit dem Update scannt Pokémon Go offenbar im Hintergrund den Speicher jedes Android-Smartphones auf Spuren darauf, dass es gerootet wurde, wie die Website PokemonGoHub berichtet. Im Erfolgsfall verweigert das Spiel dann den Start und weist darauf hin, dass es sich um ein nicht autorisiertes Gerät handelt.

Den Root allerdings einfach nur zu entfernen, das alleine hilft nicht. Denn sobald Pokémon Go irgendwo auf dem internen Speicher oder aber einer Speicherkarte Spuren eines Roots entdeckt, veweigert es bereits den Dienst. In diesem Fall hilft es tatsächlich lediglich, nicht nur wieder ein originales Android zu installieren, sondern dazu noch die Speicher nach Rückständen zu durchsuchen, um sie manuell zu löschen.

Auch ehrliche Spieler können betroffen sein

Besonders ärgerlich dürfte dies aber sein, da ein sogenannter Root auch von ehrlichen Spieler auf ihr Smartphone installiert werden könnte.

Dies schaltet besondere Funktionen frei oder erlaubt tiefgehendere Einstellungen, die im regulären Android nicht möglich sind, weshalb sich solche Änderungen durchaus Beliebtheit erfreuen. Außerdem zeigt der Vorgang auch, dass die Genehmigung, den Speicher des Smartphones auszulesen, von Niantic exzessiver genutzt wird, als vermutet.

Niantic hat sich bisher dazu nicht geäußert, daher bleibt unklar, ob es sich bei dem Fehler beim Start von Pokémon Go vielleicht nur um Einzelfälle handelt oder es tatsächlich von Niantic beabsichtigt ist, gerootete Android-Smartphones künftig auszuschließen.

Diejenigen unter euch, die aber noch spielen können, finden auf unserer Unterseite zu Pokémon Go jede Menge Tipps und Tricks zum beliebten Mobilegame. Unter anderem verraten wir euch, wie ihr Lanturn fangen könnt oder geben euch Hilfestellungen zum Mewtu-Ex-Raid.

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.