PlayStation PlayLink Line-Up: Hidden Agenda und Frantics

Seit der Vorstellung von PlayLink auf der diesjährigen E3 hat es bisher nur That’s You in den PlayStation Store geschafft. Ein Spiel darüber, wie gut ihr eure Mitspieler kennt. Doch bald stehen die nächsten Titel des PlayLink Line-Ups an. Davon konnten wir den Polizeithriller vom Until Dawn-Entwickler Hidden Agenda und das dänische Indie-Spiel Frantics anspielen.

  • von Benjamin Schäfer am 01.09.2017, 10:53 Uhr

Das Trivia-Ratespiel Wissen ist Macht und der neue SingStar-Ableger Celebration runden das Line-Up ab. Ersteres war zwar auf der gamescom anwesend, konnte von uns aber aufgrund von Zeitmangel nicht angetestet werden. Von SingStar Celebration fehlte hingegen jede Spur.

Allen PlayLink-Titeln gemein ist, dass sie mit dem Smartphone bedient werden. Den DualShock-Controller eurer PlayStation benötigt ihr lediglich zum Starten des Spiels, danach verbindet jeder sein Smartphone mit der Konsole. Buttons, wichtige Informationen, Punktestände, Entscheidungen und auch sonst alles, was ihr zur Interaktion mit dem Spiel benötigt, wird auf eurem Smartphone angezeigt. Allerdings besitzt jedes PlayLink-Spiel seine eigene App, die ihr herunterladen müsst, um spielen zu können. Dabei gibt es die App für Android und iOS-Geräte.

Hidden Agenda

In Hidden Agenda geht es darum, einen Serienmörder ausfindig und dingfest zu machen. Dabei lenken wir gemeinsam mit drei Freunden oder wie in unserem Fall mit drei anderen Videospielredakteuren die Geschicke von verschiedenen am Fall beteiligten Personen. Darunter sind verschiedene Polizisten und eine Anwältin.

Verschiedene Polizisten, weil für jeden Charakter die Chance besteht, dass er oder sie durch unsere Entscheidungen das Zeitliche segnet. Durch unsere gewagten Entscheidungen haben wir es in unserem Testlauf geschafft, unseren Kollegen zu verlieren. Laut Entwickler wird dieser Kollege im Laufe der Geschichte durch einen neuen Polizisten ersetzt, was die Dynamik im Spiel ändern soll und den Wiederspielwert erhöht.

Die Entscheidungen basieren auf dem Mehrheitsprinzip. Kommen wir an eine Stelle im Spiel, die eine Entscheidung verlangt, erscheinen unsere Möglichkeiten auf dem Fernseher und wir können unsere Auswahl über das Smartphone treffen. Herrscht Gleichstand, passiert nichts. Erst wenn eine Mehrheit besteht, geht es weiter.

Zu Beginn einer Partie gibt Hidden Agenda jedem Spieler drei Karten an die Hand, die ihm oder ihr erlauben, eine Entscheidung im Alleingang zu treffen. Spielen wir diese Karte, booten wir unsere Mitspieler aus und bestimmen, wie es weitergeht. Interessant wird diese Fähigkeit erst in Verbindung mit den namensgebenden verdeckten Absichten.

An Schlüsselpunkten des Spiels bekommt ein Spieler eine Hidden Agenda, eine verdeckte Aufgabe, die er umsetzen muss. Bis auf den Spieler mit der Aufgabe weiß niemand, wer die Aufgabe bekommen hat und was sie beinhaltet. In unserem Fall musste der Kollege Sebastian Stange sicherstellen, dass der Verdächtige nicht freigelassen wird.

Hätten wir unbewusst durch unsere Entscheidungen seine Aufgabe torpediert, wäre er in der Lage gewesen einige Entscheidungen im Alleingang zu bestimmen, um seine Agenda durchzusetzen. Gleichzeitig bestimmen die Spieler zu Beginn einer Partie einen Mitspieler, der in einer bestimmten Situation das Ruder in die Hand nimmt. In unserem Fall mussten wir jemanden bestimmen, der in hitzigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann.

Die Geschichte von Hidden Agenda dauert basierend auf den Entscheidungen, die wir treffen, um die drei Stunden und kann somit gemütlich an einem geselligen Abend gespielt werden. Ausschlaggebend für die Entwicklung von Hidden Agenda war die Spielweise vieler Spieler von Until Dawn, die gemeinsam vor der Konsole durch Zurufen die Schicksale der Teenager bestimmt haben. Vom Tempo her spielt sich Hidden Agenda mitunter langsamer als Until Dawn, da wir auf die Mehrheitsentscheidung warten müssen, aber von der Spannung und Atmosphäre büßt es dadurch unserer Meinung nach nichts ein.

Frantics

Verglichen mit Hidden Agenda schlägt Frantics einen leichteren, lustigeren und abgedrehteren Ton an. Bis zu vier Mitspieler treten in mehreren Minispielen gegeneinander an, um den snobbigen Mr. Fox zu belustigen. Um siegreich aus den Minispielen herzugehen, verlangt Frantics von uns, gleichzeitig mit unseren Mitspielern zusammenzuspielen und sie im gleichen Zug zu sabotieren.

Nehmen wir beispielsweise das erste Minispiel, in dem wir uns gegenseitig von einer zugefrorenen Plattform schubsen. Dabei erlaubt uns Frantics nicht nur mit anderen Spielern zusammenzuarbeiten, in dem wir uns aufeinanderstapeln, sondern gibt uns Fähigkeiten an die Hand mit denen wir unsere Mitspieler sabotieren können, in dem ihre Steuerung invertieren oder ihnen eine Rakete auf den Rücken binden.

Wir steuern Frantics ebenfalls mit unserem Android- oder iOS-Smartphone. Beim oben genannten Minispiel halten wir unser Smartphone flach in der Hand und steuern unsere Spielfigur durch neigen und kippen. Unsere Spielfigur erstellt Frantics anhand eines Selfies, den wir am Start einer Partie aufnehmen. Dabei wird uns eine der leicht zerzausten Tiere zugelost, der nach Ansicht von Frantics am besten zu unserer Visage passt.

Ein weiteres Minispiel, das wir bestritten haben, war Autorennen. Prinzipiell geben wir hier lediglich Gas, fahren einen Abhang herunter, über eine Rampe und versuchen als Erster im Ziel zu landen. Vor jeder Hangfahrt erhält jeder Spieler von Mr. Fox ein Autoteil, das er einem seiner Mitstreiter ans Auto bauen darf. Dabei handelt es sich aber keineswegs um hilfreiche Bauteile. Kleine Holzräder, alte Motoren oder einen Tisch als Karosserie gehören zu dem Repertoire, das uns zur Verfügung gestellt wird.

Ähnlich wie in Hidden Agenda verteilt Frantics ebenfalls geheime Aufträge an bestimmte Spieler. Beim Autorennen bekamen wir den Auftrag, dass, wenn das Huhn in unserer Runde gewinnt, wir ebenfalls gewinnen. Daher waren wir bemüht das Huhn nicht zu sabotieren, um unsere Gewinnchancen zu verdoppeln.

Frantics schafft es, innerhalb eines Minispiels Spieler zum Teamwork zu bewegen und sie kurz darauf wieder zu verfeinden. Dadurch entsteht eine Dynamik, die Gerangel, Zurufe und verdeckte Teamabsprachen vor dem Fernseher fördern. Eigenschaften, die in unseren Augen ein gutes Couch-Koop-Spiel ausmachen.

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Benjamin Schäfer
Benjamin Schäfer