PES 19: Auch ohne Bundesliga meisterlich?

Pro Evolution Soccer fehlt seit jeher das dicke Lizenzpaket des Konkurrenten FIFA. Dafür hat es spielerisch fast immer die Nase vorn – auch dieses Jahr wieder? Wir konnten uns den neuesten Ableger der Serie bei der gamescom anschauen.

  • von Jonas Gössling am 04.09.2018, 14:13 Uhr
PES 2019: Die besten Spieler

Der Zweikampf zwischen PES und FIFA tobt seit einer gefühlten Ewigkeit. Das eine Spiel hat mehr Lizenzen, das andere die besseren Spielmechaniken – das galt zumindest einige Zeit lang. Mittlerweile gucken die Serien sich das eine oder andere vom Konkurrenten ab und gleichen sich immer mehr an.

Auf der gamescom 2018 ist klar geworden: PES 19 hat sich etwa bei seinen individuellen Spielstilen einiger prominenter Kicker ordentlich von FIFA inspirieren lassen. Aber nicht nur das könnte den neuesten Ableger zum Besten machen – auch wenn das altbekannte Problem für Bundesliga-Fans bestehen bleibt.

Mehr Individualität

Auch wenn PES spielerisch oft die Nase vorn hatte – bekannte Gesichter haben sich nicht zwangsläufig wie ihr reales Pendant verhalten. Das ändert sich mit den individuellen Spielerstilen. Größen wie Liverpools Mohamed Salah, oder Barcelonas Lionel Messi bewegen sich im Spiel nun entsprechend ihrer Vorbilder.

Messi dribbelt so etwa mit seinen markanten kleinen Schritten, Salah unverkennbarer Sprint ist ebenfalls drin. Wegen dem enormen Aufwand dieser Umsetzung, läuft natürlich nicht jeder Spieler so realitätsnah über den virtuellen Rasen.

Auch MyClub nähert sich dem erfolgreichen FIFA Ultimate Team an und soll die Statistiken der Spieler in Zukunft wöchentlich aktuell halten. Ob das aber genauso motivierend wie sein Vorbild wird, bleibt offen. Gesehen haben wir den Modus auf der gamescom nicht.

Spielerische Detailverbesserungen

Neben den Spielerstilen ist vieles beim Alten geblieben, die Verbesserung findet man im Detail. So erscheint PES 19 nur für die aktuelle Konsolengeneration, also PlayStation 4, Xbox One und PC. Dementsprechend sehen die Stadien und Felder – auch dank aufwändiger Scan-Technik – noch besser aus.

Pässe müsst ihr nun noch genauer timen, Kraft und Richtung also noch besser kontrollieren. Außerdem wechselt ihr dank Einblendungen im Spielgeschehen müde oder verletzte Spieler ohne Ausflug ins Menü aus und unterbrecht so nicht den Spielfluss.

Auch die Erschöpfung der Fußballer macht sich deutlicher bemerkbar, was grade in der Endphase gravierende Auswirkungen hat. Das System hat bei unseren Probepartien den gewünschten Effekt: Wir gehen mit Sprints behutsamer um und überlaufen so zum Schluss unseren kaputten Gegner.

Jonas Gössling

Einschätzung

Ja, auch PES 19 bietet einen Haufen neuer Lizenzen – aber die Bundesliga bleibt wie seit jeher außen vor. Logisch, immerhin hält EA die Rechte für die FIFA-Reihe in der Hand. Abgesehen davon bleibt vieles beim Alten und das bedeutet nichts Schlechtes, im Gegenteil.

PES 19 wird wieder anspruchsvolle und unterhaltsame Partien auf den Rasen zaubern. Verbesserungen, wie die Spielerstile, sind nett, aber auch nicht entscheidend. Viel wichtiger werden der Meisterschaftsmodus und MyClub sein. Denn die sollen euch langfristig bei Laune halten. Zu den beiden haben wir allerdings noch nichts außer Versprechungen gehört. Eine gute Simulation wird PES 19 definitiv, ob man sie unbedingt braucht, wird sich zeigen.

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Jonas Gössling
Jonas Gössling

Jonas liebt Computerspiele, Videospiele - er hat einfach generell viel lieb. Vor allem die Wandlung und die Hintergründe des Mediums fasziniert ihn mit zunehmenden Alter immer mehr und sorgt bei ihm für einiges an Trivia-Wissen.