Nintendo Switch sorgt für Skepsis, Aktie sinkt

Die Enthüllung der Nintendo Switch wurde gemischt von Gamern und schlecht von der Börse aufgenommen. Die Nintendo-Aktie verlor in Folge kräftig an Wert.

  • von Stephan Freundorfer am 24.10.2016, 8:30 Uhr

Der Trailer, mit dem die japanischen Videospielveteranen am vergangenen Dienstag ihre neue Konsolen-Hardware Nintendo Switch ankündigten, erzeugte eine recht gemischte Resonanz auf Gaming-Websites und in Spielerforen rund um die Welt. Neben die Hoffnung, dass Nintendo mit der Switch nicht nur eine mobile, sondern auch eine leistungs- und zu aktuellen Systemen konkurrenzfähige Heimkonsole auf den Markt bringen wird, tritt gewaltige Skepsis: Genügt die Performance des Geräts, um mit der aufgebohrten Hardware von Sony und Microsoft mitzuhalten? Wie lange hält der Akku? Wie komfortabel mögen diese sonderbaren Joy-Con-Controller sein?

Sehr viel mehr als spekulieren geht anhand der drei Trailer-Minuten sowieso nicht, und so müssen sich Gamer aktuell noch mit kleinsten Fitzelchen neuer Informationen begnügen, die zu Nintendo Switch auftauchen. Wie der, dass einer der Schauspieler aus dem Trailer meint, der Switch-Controller wäre einer der komfortabelsten gewesen, den er je in den Händen hatte.

Die Investoren konnte die Enthüllung der neuen Nintendo-Konsole indes nicht überzeugen – nachdem bereits zahlreiche Infos zu Switch im Vorfeld geleakt waren (der Fokus auf Mobilität beispielsweise) und sich als zutreffend erwiesen hatten, fehlte wohl der Überraschungseffekt. Und mangels genauerer Spezifikationen und Daten konnte Nintendo auch nicht das Vertrauen erwecken, mit Nintendo Switch ab März 2017 gegen PS4 und Xbox One konkurrieren zu können. Die Folge: Die Nintendo-Aktie fiel am Tag nach der Enthüllung um 6,5% – noch stärker als 2011 nach der ersten Präsentation der Wii U, als die Aktie 5% ihres Wertes verlor.

Immerhin: Laut einem Nintendo-Sprecher, der im Wallstreet Journal zitiert wird, habe das Unternehmen noch ein paar Asse im Ärmel – allerdings werde man zusätzliche Informationen erst im kommenden Jahr geben. Bis dahin bleiben uns wohl nur Spekulationen und Info-Fitzelchen…

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer