Nintendo: Legend of Zelda VR nur schwer vorstellbar, aber möglich

Ein Zelda-Spiel für die virtuelle Realität hat für Nintendo keine Priorität, könnte in Zukunft aber dennoch kommen.

  • von Christopher Krizsak am 14.07.2017, 11:21 Uhr

Dieser Beitrag stammt von unserer Partnerplattform VR-World.com.

Um die VR-Unterstützung der Nintendo Switch ist es schlecht bestellt. Vor einiger Zeit sorgte zwar eine mögliche VR-Brille für die Hybridkonsole für Schlagzeilen, und im Februar hieß es, der VR-Support soll uns ausgereift erreichen, aber seitdem schweigt Nintendo sich zum Thema aus.

In einem kürzlichen Interview mit der Seite GameReactor wurde Producer Eiji Aonuma zur Zukunft von The Legend of Zelda: Breath of the Wild befragt. In Bezug auf ein mögliches VR-Abenteuer von Link sagte er:

»Lassen Sie mich etwas erzählen. Als wir Twilight Princess gemacht haben, haben wir Prüfungen in der Egoperspektive entworfen. Und die habe ich absolut nicht gemocht. Es hat weder wie das Zelda ausgehen, das ich mir vorgestellt habe, noch wie es sich ein Fan der Saga vorstellt. Von diesem Zeitpunkt aus dachten wir, dass wir Link sehen müssen, ob nun im Kampf oder bei der Erkundung. Das ist für uns die Essenz von Zelda.«

Daraufhin sagte Aonuma, dass derzeit wenig Hoffnung auf eine VR-Umsetzung bestehe: »Momentan kann ich mir Zelda in VR nur sehr schwer vorstellen. Wie Sie sich also vorstellen können, hat dies keine Priorität und ist auch kein kurzzeitiges Projekt. Aber ich schließe dies nicht für die Zukunft aus.«

Third Person funktioniert trotzdem in VR

Spiele wie das Action-RPG Chronos, das Jump’n’Run Lucky’s Tale oder das Strategiespiel AirMech Command haben jedoch bewiesen, dass Virtual Reality keinesweges an die Egoperspektive gebunden ist, wie Anouma offensichtlich glaubt. Zudem befindet sich mit dem Mäuseabenteuer Moss derzeit ein Spiel für die PlayStation VR in der Pipeline, das auf ähnliche Mechaniken wie die Zelda-Reihe zurückgreift. Ein weiteres Beispiel ist der frisch angekündigte Plattformer The Lost Bear .

Auch wenn Nintendo mit einer Umsetzung eines so beliebten Franchise wie Zelda der VR-Industrie einen starken Schub verpassen könnte, müssen wir uns also in Geduld üben. Vielleicht gelingt dies ja dem Entwicklerstudio Bethesda, die aktuell an Fallout 4 VR, Skyrim VR und Doom VR arbeiten.

Dass die Fans auf der diesjährigen E3 stundenlange Wartezeiten in Kauf nahmen, um die genannten Spiele lediglich für 10 Minuten zu anzutesten, lässt jedenfalls darauf schließen, dass es am Verlangen nach AAA-Titeln für die virtuelle Realität jedenfalls nicht mangelt.

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Christopher Krizsak
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