Ninja knackt 2 Millionen Abonnenten auf Mixer

Im August kündigte Streaming-Legende Ninja seinen Wechsel von Twitch zur Konkurrenzplattform Mixer an. Mittlerweile hat er über zwei Millionen Abonnenten.

  • von eSport Studio am 23.09.2019, 8:14 Uhr
Ninja Logo auf Mixer

Am 1. August verkündete Richard Tyler Blevins alias Ninja seinen Wechsel von der Streaming-Plattform Twitch zum Konkurrenzunternehmen Mixer und erschütterte damit die Streamingwelt. Bisher scheint sich dieser Schritt auszuzahlen, da er auf der neuen Plattform im letzten Monat über zwei Millionen Abonnenten sammeln konnte. Noch ist dieser scheinbar so erfolgreiche Wechsel aber mit Vorsicht zu genießen.

Streaming-Legende Ninja

Seine riesige Community und die große Medienpräsenz machen den Streamer Ninja zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der Gaming-Branche. Neben seinen regelmäßigen Streams ist Blevins auch auf YouTube mit 22 Millionen Abonnenten vertreten. Mit Auftritten in Talkshows und auf Events repräsentiert Ninja die Gaming-Branche wie kaum ein anderer nach Außen. Bekannt wurde er vor allem durch seine guten Leistungen im Battle-Royale Hit Fortnite.

Doch zukünftig werden Ninjas Streams nicht mehr wie üblich auf Twitch.tv zu finden sein. Nach acht Jahren auf Twitch beendet der Streamer die Zusammenarbeit und wechselt zum Konkurrenzunternehmen Mixer aus dem Hause Microsoft. Seit August überträgt er dort Gameplay der verschiedensten Spiele wie Fortnite, Gears 5 oder Call of Duty: Modern Warfare. Wie Blevins auf Twitter verriet, erhofft er sich vom Wechsel eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Der Mixer-Deal

Die Streaming-Portal Twitch ist seit Gründung im Jahr 2011 der unumstrittene Platzhirsch unter den Streaming-Plattformen. Jeden Monat broadcasten Millionen von Spielern ihre Videospielerfahrung live, um sie mit anderen Gamern zu teilen. Wegen des großen Erfolgs veranstaltet die Amazon-Tochter jedes Jahr Conventions, auf der Streamer und ihre Zuschauer die Gelegenheit zum persönlichen Kontakt bekommen.

Viel kleiner ist das Konkurrenz-Unternehmen Mixer, das zur Microsoft-Gruppe gehört. Im Jahr 2016 erschienen, sieht sich die vergleichsweise junge Plattform mit einer Herkulesaufgabe konfrontiert: dem etablierten Giganten Twitch den Rang abzulaufen.

Der Ninja-Deal war hierbei ein wichtiger Coup für den neuen Streaming-Herausforderer. Zum Zeitpunkt des Wechsels war Ninja der meistgefolgte Twitch-Streamer der Welt. Von ihm erhofft sich Mixer einen Anstieg der Aufrufzahlen durch die große Zuschauerbasis, die er mit sich auf die Seite bringt.

Entscheidend sind aber auch die bezahlten Abonnements. Zuschauer geben dabei monatlich einen kleinen Betrag und schalten dafür Premium-Funktionen wie besondere Emotes, Sticker und Werbefreiheit frei. Diese Funktion ist optional, und keine Voraussetzung, um den Stream zu schauen.

Während Ninjas Abonnentenzähler auf Twitch zu Hochzeiten bei 250.000 (bezahlten) Subscriptions stand, knackte er im ersten Monat auf Mixer bereits die 2 Millionen-Marke. Aktuell folgen ihm über 2,2 Millionen Nutzer (Stand: 20.09.2019). Diese hohe Zahl trügt aber, da Abonnements für den Ninja-Stream auf Mixer zurzeit nicht kostenpflichtig sind. Noch bis zum 30. September findet eine Sonderaktion statt, mit der Zuschauer ein kostenloses Abonnement für den Kanal abschließen können.

Nach dem Ablauf der Aktion ist zu erwarten, dass der Abonnentenzähler rapide sinken wird, denn dann müssen die Nutzer zahlen. Trotzdem kann der Wechsel für die Plattform als voller Erfolg angesehen werden. Auch wenn die Abonnenten in den nächsten Wochen abnehmen werden, so wurden trotzdem viele neue Zuschauer auf Mixer aufmerksam gemacht und durch die Sonderaktion eine Menge neuer Accounts erstellt.

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Abzuwarten bleibt, ob Mixer sich langfristig auf dem Streamingmarkt etablieren und als echter Konkurrent aus dem Schatten des Giganten Twitch heraustreten kann. Die Verpflichtung von Streaming-Legende Ninja kann dabei als wichtiger Teilerfolg verbucht werden.

von Constantin Krüger

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