Need for Speed Payback: So spielt sich der Rennspiel-Kracher

Mit Need for Speed Payback möchte Electronic Arts seine Rennspielreihe wieder mehr in Richtung der Erwartungen der Fans an ein klassisches Need for Speed lenken. Auf der gamescom sind wir einige Runden Probe gefahren und verraten euch, ob der Plan aufgeht.

  • von Sebastian Weber am 25.08.2017, 0:06 Uhr

Insgesamt vier Abschnitte bekommen wir zu Gesicht: Einmal den allerersten Story-Abschnitt aus der Kampagne von Need for Speed Payback. Der soll uns zeigen, wie die Entwickler das klassische Rennenfahren mit Polizeiverfolgungsjagden, Story und Zwischensequenzen mischen.

Dann gibt es ein Offroad-Rennen sowie ein Rennen gegen die Cops, die wir möglichst schnell abhängen müssen. Zum Schluss dürfen wir jene Passage noch einmal selbst spielen, die wir bereits von der E3 2017 kennen, die im Juni in Los Angeles stattfand.

Wie Fast & Furious als Videospiel

Die Entwickler sagen selbst, dass sie Need for Speed Payback wie einen Actionfilm zum selbst spielen gestalten möchten. Daher ist die Story-Mission aus der Kampagne extrem actionreich inszeniert. Dabei möchte der von euch gespielte Held mit seiner Crew aus zwei Mitstreitern ein innovatives und unbezahlbares Elektro-Rennauto während eines Rennens stehlen. Dazu haben die drei einen perfiden Plan ersonnen, den sie in der Eröffnungszwischensequenz in Spielgrafik diskutieren.

Dabei lernen wir auch den aktuellen Antagonisten kennen und danach wechselt Need for Speed Payback nahtlos von Cutscene zum Rennstart – wir dürfen endlich losbrettern. Es folgt zunächst ein reguläres Straßenrennen durch Las Vegas, bei dem sich die drei Gauner die ganze Zeit über per Funk unterhalten und sich über den Plan austauschen.

Der besteht schließlich darin, dass einer der Teamkameraden mit einem Autotransporter neben der Rennstrecke wartet, auf den wir in einer Zwischensequenz in vollem Tempo auffahren und so von der Piste springen und mit der Nobelkarosse verschwinden.

Flucht vor der Polizei

Das ruft natürlich die Polizei auf den Plan, sodass wir uns mit dem Geschoss zunächst ein Rennen mit den Gesetzeshütern liefern. Kurz darauf tritt Kamerad Nummer 2 auf den Plan und rammt mit seinem stabilen BMW das erste Polizeiauto weg, ebenfalls wieder in einer kurzen Cutscene präsentiert. Dann wechselt die Perspektive und wir spielen plötzlich den BMW-Fahrer, um uns mit den Bullen herumzuschlagen.

Dabei fällt auf, dass Need for Speed Payback ganz eindeutig wenig Wert auf Realismus legt. Die Wagen sind zwar extrem detailliert gestaltet und das sogar mit einem rudimentären Schadensmodell, doch dass der BMW einen Polizeiwagen nach dem nächsten von der Strecke rammt, ohne dabei groß in Mitleidenschaft gezogen zu werden, das ist natürlich nicht allzu glaubwürdig – wenn auch grandios inszeniert.

Rache als Motivation

Nachdem die Gesetzeshüter schließlich gebändigt sind, wechselt die Perspektive abermals und wir steuern wieder das Diebesgut. Als wir aber endlich am vereinbarten Treffpunkt ankommen, liegt unser geplanter Ansprechpartner tot auf dem Boden und die Karre wird uns von dem Kartell, das Las Vegas kontrolliert, unterm Hintern weggeklaut. Zu allem Übel taucht auch noch der eigentliche Besitzer und vorherige Arbeitgeber unseres Helden auf und stellt uns ein Ultimatum: Entweder wir arbeiten für ihn und helfen ihm, das Kartell auszuschalten oder aber er knipst uns das Licht aus – keine allzu schwere Entscheidung.

Dann endet die Story-Mission. Doch der kurze Abschnitt zeigte eindrucksvoll, wie spielend die Entwickler Cutscenes, Dialoge und Co. mit den Rennfahrten verknüpfen. So reißen sie den Spieler immer wieder kurz aus der Hektik des Fahrens heraus, treiben die Geschichte voran und lassen dann direkt weiterfahren, ohne dass es störend wirkt.

Outdoor-Piste und Polizeigeplänkel

Nach dieser storylastigen Ausfahrt, dürfen wir zwei Rennarten ausprobieren, die in der riesigen, offenen Spielwelt warten. Bei der ersten handelt es sich um eine Offroad-Herausforderung, wo wir einfach gegen einige Gegner ein Rennen fahren müssen. Abseits vom schlichten Gewinnen könnt ihr zum Start aber auch noch eine Wette abschließen.

Dabei bekommt ihr eine Extra-Herausforderung, die ihr erfüllen müsst und die euch eine Extrabelohnung einbringt. Erfüllt ihr sie nicht, dann müsst ihr euren Wetteinsatz einlösen, also im Grunde Strafe zahlen.

Das Rennen selbst erweist sich als überraschend offen. Die Offroadstrecke ist recht weitläufig und erlaubt aller Abkürzungen oder alternative Wege, um ans Ziel zu gelangen. Dabei nutzen aber auch die KI-Gegner gerne mal hier und da den kürzeren Weg, um euch eventuell zu überholen.

Mit Diebesgut entkommen

Der zweite Spielmodus in der freien Welt ist ein verstecktes Item, das ihr aufsammeln könnt. Sobald ihr das macht, sind plötzlich Polizeistreifen hinter euch her. Ab dem Moment müsst ihr den Sheriffs entkommen, sei es, indem ihr sie von der Strecke rammt oder indem ihr sie schlicht abhängt. Das spielt sich entsprechend actionreich und rasant und macht so eine Menge Laune.

Apropos actionreich und rasant. Zum Schluss dürfen wir noch die Passage von der E3 2017 anspielen, in der die Crew einen Lastwagen kapern möchte, der am Ende über den Highway flieht, dabei brennende und explodierende Fässer verliert und dazu noch von Schergen des Kartells beschützt wird. Hier spielt Need for Speed Payback schließlich alle Karten aus und brennt ein Effektfeuerwerk und jede Menge Action ab. Hier kommt es auf Reaktionsschnelligkeit und Fingerspitzengefühl beim Fahren an. Gleichzeitig sieht all das absolut Spitze aus.

Need for Speed Payback erscheint am 10. November 2017 für den PC, die PlayStation 4 sowie die Xbox One und dürfte alle Fans von arcadigen, actionreichen Rennspielen glücklich machen, auch wenn wir zum Beispiel den Tuning-Part noch nicht ausprobieren konnten.

 

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.

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