MXGP Pro: Offroad-Spaß mit dem Motorrad

Motocross-Fans dürfen ab Ende Juni mit MXGP Pro virtuell mit ihren Mopeds durch den Schlamm und über Stock und Stein heizen. Wir haben das Motorradrennspiel ausprobiert und verraten euch, ob das Spaß macht.

  • von Sebastian Weber am 28.05.2018, 9:01 Uhr
MXGP Pro

Was der Rallye-Sport für Autofahrer ist, ist Motocross für Motorradliebhaber. Denn bei den Wettbewerben mit den Offroad-Maschinen geht es weitaus dreckiger und rauer zu, als bei den im Vergleich gesitteten Runden über Asphalt-Rennkurse. Genau das möchte MXGP Pro nun authentisch auf die Konsolen und den PC bringen.

Entwickler Milestone bringt zwar Anfang Juni das klassische Motorradrennspiel MotoGP 18 auf den Markt, doch bereits rund drei Wochen später folgt mit MXGP Pro das Offroad-Kontrastprogramm für die PlayStation 4, die Xbox One und den PC. Wir haben das Rennspiel vor Kurzem ausführlich angespielt und verraten euch daher nun, was euch ab dem 29. Juni 2018 mit MXGP Pro erwartet.

MXGP Pro: Klassisches Motocross-Rennspiel

Wie auch das bereits angesprochene MotoGP 18, verzichtet MXGP Pro auf eine Story oder ähnliche Späße und setzt euch stattdessen einen Karrieremodus vor, in dem ihr vom Grünschnabel-Rennfahrer zum Champion aufsteigen könnt und sollt.

Dafür könnt ihr in verschiedenen Events antreten oder ganze Meisterschaften für euch entscheiden.

Bevor es soweit ist, sollten Neueinsteiger in die Welt des Motocross aber zunächst einmal die Tutorials und Herausforderungen spielen und vor allem bestehen. MXGP Pro simuliert euren Bock und euren Fahrer nämlich erbarmungslos.

Wenn ihr nach einem Sprung also nicht im passenden Winkel wieder landet oder das Gewicht eures Sportlers zur falschen Zeit in die falsche Richtung verlagert, dann fetzt es den Kerl schneller von seiner Maschine, als ihr MXGP buchstabieren könnt.

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Das mag zwar realitätsnah sein, ist aber gerade für Anfänger oftmals nur schwer ersichtlich, wo genau der Fehler lag. Und das, obwohl im »einfachen Schwierigkeitsgrad« MXGP Pro viele Fahrfehler verzeiht.

Aber: Je mehr Runden ihr über die verschiedenen Offroad-Pisten dreht, desto sicherer geht euch Steuerung der Zweiräder von der Hand und desto seltener macht ihr Fehler, die euch nicht einleuchten.

Dabei könnt ihr ziemlich präzise einstellen, wie knifflig die KI zu schlagen sein soll und welche Fahrhilfen euch unter die Arme greifen. Von Arcade-Rennspiel bis hin zu Simulation ist hier alles möglich, je nachdem welche Herausforderung ihr sucht.

Mini-Open-World als Trainingsparcours

Ein guter Start in eure Karriere in MXGP Pro ist aber die sogenannte Compound-Gegend. Dort findet ihr zum einen die Tutorials, die euch die Eigenheiten des Motocross nach und nach beibringt. Zum anderen könnt ihr dort aber auch in rund 30 Challenges euer Können unter Beweis stellen, etwa in Zeitrennen.

Bei diesen heizt ihr über eine Strecke und dürft keine Fahrfehler machen. Sobald ihr eine Runde beendet habt, erscheint eure zuvor gefahrene Zeit als Geisterfahrer, gegen den ihr antretet. So könnt ihr aus vorherigen Fehlern lernen und euren Fahrstil nach und nach optimieren.

Insgesamt ist dieses Compound rund einen Quadratkilometer groß und komplett frei befahrbar. Dort findet ihr Waldgebiete, angelegte Pisten, Asphaltstraßen, Sprungschanzen und so weiter. Wer mag, kann somit schon in diesem Bereich von MXGP Pro etliche Stunden verbringen.

Offizielle MXGP-Lizenz

Daneben gibt es aber auch »richtige« Rennen. Da MXGP Pro die offizielle Lizenz der Motocross-Liga MXGP besitzt, könnt ihr euch über die originalen Strecken und Fahrer aus der Saison 2017 freuen. Drei von den Profis standen den Entwicklern übrigens als Berater zur Seite und spielten zum Beispiel Probe, um zu analysieren, ob MXGP Pro das Renngeschehen auch realitätsnah einfängt.

Wer sich nun fragt, warum die Entwickler nicht die aktuelle Saison 2018 im Spiel abbilden: Die Strecken für die echten Wettbewerbe werden für jedes Rennen extra angelegt und sind daher immer erst im Jahr darauf für das Spiel nachbaubar.

Die beinhalteten Strecken führen euch rund um den Globus, sodass ihr jede Menge Auswahl an Pisten habt. Dazu könnt ihr auch noch verschiedene Parameter festlegen, etwa ob ihr bei Sonnenschein fahren möchtet oder aber bei Regenwetter. Das wiederum verändert die erforderliche Fahrweise.

Von Fahrhilfen und Co.

Apropos Fahrweise: Wie bereits angedeutet, könnt ihr die Herausforderung der Rennen nach Belieben anpassen. Ob ihr mit Fahrhilfen starten wollt oder mit wenigen bis keinen, das ist euch überlassen. Ebenso, wie gut die KI-Gegner auf den Pisten agieren.

Da die Motocross-Kurse euch häufig Sprünge oder rutschigen Untergrund vorsetzen, sind Streckenkenntnis und eine geschickte Hand bei Gas sowie Bremse und dem Gleichgewicht eures Fahrers essentiell.

Bei Sprüngen und Kurven müsst ihr euch nämlich immer korrekt nach vorne, hinten, links oder rechts lehnen, damit ihr nicht von der Strecke oder gegen einen Baum fliegt. Wer hier das Timing versemmelt, dem fährt das Fahrerfeld im Nu davon.

Auf Wunsch könnt ihr vor den Rennen deshalb eine Rückspuloption erlauben. Dann könnt ihr bei Fahrfehlern einen bestimmten Zeitraum zurückdrehen und euch wieder auf die Strecke setzen lassen, um nicht das gesamte Rennen kurz vor dem Ziel zu verlieren.

Wem das dagegen wie Cheaten anmutet, der begibt sich stattdessen in die Werkstatt und schraubt an seiner Maschine herum, um sein Motorrad an die Strecke und die eigene Fahrweise anzupassen.

Technisch beinahe tadellos

Abseits von all den spielerischen Inhalten punktet MXGP Pro aber auch technisch. Die Steuerung der Vorschauversion funktionierte auf der PlayStation 4 tadellos. Die beiden Sticks dienen hierbei zum Lenken und zur Gewichtsverlagerung des Fahrers bei Srpüngen und Kurven. Bereits nach wenigen Runde geht das wunderbar von der Hand.

Auch grafisch leistet sich MXGP Pro wenig Patzer. Dank der Unreal Engine sehen die Landschaften, Motorräder und Fahrer ziemlich detailliert aus und auch in den Rennen, in denen 20 Fahrer gleichzeitig auf den Pisten unterwegs sind, brach die Performance nie ein. Einziger Kritikpunkt, der sich aber sicherlich noch ändert bis zur Veröffentlichung:

In den Ingame-Shops, in denen ihr euch mit im Spiel verdienten Geld neue Klamotten und Helme etc. kaufen könnt, luden die Texturen nur sehr schleppend nach. So war beim Wechsel von einem Helm zum nächsten für ein paar Sekunden nur ein Pixelbatzen zu sehen, bis die PlayStation 4 den Helm komplett geladen und angzeigt hat.

Da MXGP Pro aber erst am 29. Juni 2018 für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One erscheint, haben die Entwickler hier noch ein wenig Zeit, das zu optimieren.

Sebastian Weber

Ersteindruck

Die ersten paar Runden auf den Pisten von MXGP Pro sind ungewohnt. Man rast über die Strecke, es folgt ein Sprung und bei der Landung haut es den Fahrer einfach vom Motorrad, obwohl es eigentlich nach sanftem und fast schon perfektem Aufsetzen aussah. Erst mit der Zeit gewöhnt man sich hier an die Eigenheiten, doch umso großer sind dadurch die Erfolgerlebnisse später.
Daher musste ich erst ein wenig warm werden mit MXGP Pro, doch dann hatte ich meinen Spaß damit. Allerdings hätte ich mir hier und da gewünscht, dass das Verlassen der vorgegebenen Kurse nicht ganz so hart geahndet wird – MXGP Pro setzt einen beinahe sofort wieder zurück auf die Strecke, sodass Plätze verloren gehen. Aber das ist vielleicht einfach nur Regelkonform.
Wer mit Motorradspielen etwas anfangen kann und sonst auch auf Rallye-Spiele steht – denn mit diesen ist MXGP Pro vermutlich am besten zu vergleichen –, der sollte Ende Juni definitiv einen Blick wagen!

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.