MotoGP 18 angespielt: Das Motorradrennspiel für Profis & Einsteiger

Vor kurzem durften wir MotoGP 18 ausgiebig anspielen. Das Motorradrennspiel, das Anfang Juni erscheint, begeisterte dabei mit Realismus und einem Schwierigkeitsgrad, der von Einsteigern bis Profis jeden Spielertyp anspricht.

  • von Sebastian Weber am 22.05.2018, 11:47 Uhr
MotoGP 18

Rennspiele gibt es nun ja einige auf dem Markt und dabei kommen PS-Junkies auf ihre Kosten, ob sie nun auf Action oder Simulation stehen. Ob Need for Speed: Payback, Gran Turismo Sport, The Crew 2 oder Codemasters-Spiele wie Dirt oder F1 2018 – sie alle drehen sich um Autos.

Fans von Motorrädern dagegen haben weniger Auswahl, doch mit MotoGP 18 bekommen auch die Freunde der PS-starken Zweiräder neues Futter. Das Motorradrennspiel, das am 07. Juni 2018 für den PC, die PlayStation 4, die Xbox One und die Nintendo Switch erscheint, spricht nämlich sowohl Einsteiger als auch echte Profis an.

Realismus dank offizieller Lizenz

Wir konnten MotoGP 18 kürzlich ausgiebig anspielen und wollen euch daher ein wenig erläutern, was euch im Rennspiel bald erwartet.

Zunächst vorweg: Bei MotoGP 18 handelt es sich um ein klassisches Rennspiel. Das bedeutet, dass ihr weniger Action und Story erwarten solltet und stattdessen vielmehr eine Simulation vorgesetzt bekommt.

Dabei könnt ihr euch einen eigenen Fahrer erstellen und euch dann in Wettbewerbe aus der MotoGP-Rennliga, also der Motorrad-Weltmeisterschaft stürzen. Dabei heizt ihr nicht nur über die originalen Strecken des Rennzirkus, sondern trefft auch auf die bekannten Fahrer wie Valentino Rossi.

MotoGP 18 hat die offizielle Lizenz der Rennliga, sodass alle 19 Strecken im Spiel enthalten sind, über welche die echten Rennfarer auch flitzen. Die sind dazu noch sehr detailgetreu nachgebildet, immerhin sind die Entwickler jede Piste mit Drohnen abgeflogen, um sie Zentimeter für Zentimeter zu scannen.

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Ein Rennspiel für Einsteiger und Profis

Nach dem Start von MotoGP 18 empfiehlt es sich für die meisten Spieler sicherlich, sich die Tutorials zu Gemüte zu führen. In diesen lernt ihr die Steuerung der Motorräder und deren Eigenheiten kennen, wobei die Lernmissionen anfangs einsteigerfreundlich und mit jeder Menge Fahrhilfen daher kommen. Je weiter ihr dann voranschreitet, desto herausfordernder wird die Fahrschule, bis ihr schließlich Übungen absolvieren müsst, die im Grunde ohne Fahrhilfen anstehen.

Dank des Tutorials könnt ihr euch also langsam herantasten, welchen Schwierigkeitsgrad ihr einstellt. Absolute Anfänger können zum Beispiel alle Fahrhilfen aktivieren. Dann bremst euer Motorrad vor einer Kurve automatisch ein wenig ab und lässt euch auch gar nicht mehr beschleunigen, sodass ihr relativ problemlos durch die Schikanen kommt.

Dank Ideallinie wisst ihr außerdem immer, wann ihr zu schnell seid oder ob eure Geschwindigkeit passt, zudem kippt euer Fahrer mit seiner Maschine im Grunde nie um, egal wie gewagt euer Fahrmanöver auch sein mag.

Diejenigen unter euch, die bereits MotoGP-Teile gespielt haben und sich mit Motorradrennen somit auskennen, können diese Hilfestellungen natürlich deaktivieren und den Schwierigkeitsgrad somit nach oben schrauben. Dann zeigt euch MotoGP 18 keine Ideallinie an und ihr müsst selbst abschätzen, wann ihr bremst oder ob ihr zu schnell seid.

Auch bremst euer Motorrad dann nicht mehr automatisch ab, die Lenkung ist behäbiger, da die Gewichtsverlagerung eures Fahrers realitätsnäher umgesetzt wird. So kann es auch schnell geschehen, dass es euch in einer Kurve vom Bock fegt, weil ihr zu schnell wart und euch daher zu steil in die Kurve legen musstet.

Dazu könnt ihr auch noch am Verhalten der KI-Kontrahenten schrauben. Während sie auf einfacher Einstellung quasi immer auf euch warten und selbst Fehler machen, fahren sie auf höheren Schwierigkeitsgraden einfach erbarmungslos davon, wenn ihr nicht perfekt fahrt.

Je nachdem, wie ihr euch die Herausforderung einstellt, spielt dann auch noch das Setup eures Motorrads eine wichtige Rolle. Dort können sich diejenigen, die sich ein wenig mit der Materie auskennen, nach Lust und Laune austoben und an den Reifen herumprobieren oder ihr Bike so konfigurieren, dass es eher gut beschleunigt und dafür eine geringere Höchstgeschwindigkeit hat oder umgekehrt.

Ein Rennspiel mit Unreal Engine

Damit MotoGP 18 all diese Einstellungen und eure Fahrweise auch glaubwürdig auf die Piste überträgt, haben die Entwickler das Physik-System grundlegend überarbeitet und dabei auch am Kollisionssystem sowie der künstlichen Intelligenz gearbeitet.

Möglich macht das aber auch der Wechsel auf die Unreal Engine, die ihr sonst eher aus Spielen wie Hellblade: Senua’s Sacrifice, A Way Out oder Days Gone kennt.

Sie sorgt aber nicht nur für ein realistisches Fahrverhalten, sondern auch für hübsche Grafik. Natürlich könnt ihr bei MotoGP 18 keinen Optikkracher wie God of War erwarten. Doch die Motorräder sind allesamt sehr detailreich gestaltet und auch die Fahrer lassen ihre echten Vorbilder gut erkennen.

Das liegt unter anderem auch daran, dass für die Figuren die Gesichter der Rennprofis gescannt wurden, damit ihre Pixelversionen authentisch aussehen.

MotoGP 18 als eSport-Disziplin

Wer sich dann lange genug mit dem Karriere-Modus beschäftigt hat, der kann sich auch in Mehrspielerrennen stürzen und gegen menschliche Kontrahenten fahren.

Dank der sogenannten MotoGP ID könnt ihr euch spielend mit euren Freunden messen. Dabei handelt es sich um eine Art MotoGP-Statistik, die für jeden Spieler angelegt wird und die festhält, wie viele Siege ihr errungen habt, welche Strecke ihr häufig fahrt und so weiter. So könnt ihr eure Kumpels ganz gezielt herausfordern und wisst vorher vielleicht bereits, welche Piste ihnen nicht liegt.

Entwickler Milestone plant hier außerdem, eine eSport-Liga aufzuziehen. Die gab es in vorherigen Teilen von MotoGP auch, doch MotoGP 18 soll dabei noch einen Schritt weitergehen.

Denn während früher diese Wettbewerbe auf die PlayStation 4 beschränkt waren, soll der eSport-Part von MotoGP 18 auf alle Plattformen ausgeweitet werden.

Sebastian Weber

Ersteindruck

Um vorweg ehrlich zu sein: Ich mag Rennspiele, aber ich wurde noch nie so richtig warm mit Motorradrennspielen. Das eine oder andere MotoGP lief schon auf meinen Konsolen und auch Tourist Trophy, das die Gran-Turismo-Macher seinerzeit für die PS2 veröffentlicht haben, habe ich damals ausprobiert. Doch die Steuerung der Motorräder ist mir als Autofahrer immer zu ungewohnt, um langfristig Spaß und vor allem auch Erfolg zu haben.
Umso überraschter war ich, wie kurzweilig das Anspielen von MotoGP 18 tatsächlich war. Gut, auf den höchsten Schwierigkeitsgradeinstellungen, also mit wenigen bis keinen Fahrhilfen und schwerer KI, sah ich in den Rennen kein Land, war aber durchaus beeindruckt, wie realitätsnah MotoGP 18 meine Fahrfehler direkt in totales Versagen übersetzt hat. In den leichteren Einstellungen dagegen war es enorm unterhaltsam, die Mopeds über die Pisten zu schlängeln, mit dem richtigen Bremspunkt zu spielen und den Fahrer sich so in die Kurve legen zu lassen, dass er nur knapp dem Crash entging.
Somit bin ich fest davon überzeugt, dass jeder Spieler, der mit dem Motorradrennsport etwas anfangen kann, mit MotoGP 18 voll auf seine Kosten kommt – egal ob Neueinsteiger oder Profi. Und hübsch aussehen tut es auch noch!

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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Seit den ersten Pixelmännchen auf einem Commodore PET, liebt Sebastian Videospiele und hat heute vom PC, über Xbox One, PlayStation 4 bis hin zur Nintendo Switch alles zu Hause stehen, was virtuelle Welten auf den Bildschirm bringt. Dabei sind vor allem Rollenspiele und Action-Titel die erste Wahl.