Microsoft nimmt Änderungen an Windows-7-Support zurück

Die Veränderungen bei der Veröffentlichung von Windows 7-Updates werden nun doch nicht wie angekündigt durchgeführt.

  • von Stephan Freundorfer am 24.03.2016, 14:58 Uhr

Windows 7 ist zwar inzwischen ein vergleichsweise altes Betriebssystem, aber trotzdem noch immer das beliebteste Windows weltweit. Im Januar 2016 hatte Microsoft jedoch angekündigt, dass PCs, die neue Prozessoren einsetzen, schon ab Juli 2017 keine neuen Updates für Windows 7 erhalten sollen. Davon betroffen wären auch Rechner gewesen, die die aktuellen Skylake-Prozessoren von Intel wie den Core i7-6700K oder den Core i5-6600K verwenden. Microsoft hatte als Grund angegeben, dass Windows 7 und auch Windows 8.1 für einen hohen Support-Aufwand sorgen, da viele neue Funktionen dort nicht vorhanden sind und daher emuliert werden müssten.

Außerdem wollte Microsoft die Funktionen der neuen CPUs tiefer in das Betriebssystem integrieren und diese nur noch mit Windows 10 unterstützen. Die Kritik an dieser Ankündigung, die von manchen PC-Nutzern auch als eine Art Zwang zu Windows 10 gesehen wurde, hat zu einem Umdenken bei Microsoft geführt. Sowohl Windows 7 als auch Windows 8.1 werden nun noch bis zum Juli 2018 Updates erhalten. Danach will Microsoft die beiden älteren Betriebssysteme auch weiterhin mit kritischen Sicherheitsupdates versorgen, bis die ursprünglich vorgesehene Lebensdauer dieser Windows-Versionen endet. Bei Windows 7 ist das am 14. Januar 2020 und bei Windows 8.1 am 10. Januar 2023 der Fall. 

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer