Metal Gear bei knapp 50 Millionen, Konami sieht VR als Chance

Bei der Verkündung der Quartalsergebnisse hat Videospielveteran Konami verraten, dass bislang über 49 Millionen Metal Gear-Spiele verkauft wurden.

  • von Stephan Freundorfer am 02.08.2016, 9:30 Uhr

Auch wenn der Konami bei uns kaum mehr als klassischer Videospielhersteller sichtbar ist, verdient das japanische Traditionsunternehmen noch immer ordentlich Geld mit digitaler Unterhaltung. Im Geschäftsbericht für das vergangene Quartal verkündet man eine über 35-prozentige Gewinnsteigerung im Vergleich zum Vorjahr (auf rund 50,7 Millionen Euro), wobei über die Hälfte des Gesamtumsatzes von rund 431 Millionen Euro auf die Digital Entertainment-Sparte entfällt.

Dabei hat Konami – vor allem bei uns – kaum mehr klassische Games im Programm, Pro Evolution Soccer ist die letzte große Marke, die noch ihren Weg auf europäische Konsolen findet. Dafür macht man vor allem mit Mobiltiteln Umsatz, mit Baseball, Fußballmanagement (PES Club Manager), Mah-Jong oder dem Kartenklassiker Yu-Gi-Oh!

Interessant an dem Finanzbericht ist die Information, dass Spiele der Metal Gear-Serie bis März 2016 über 49,2 Millionen verkauft wurden – 1987 war das erste Metal Gear für den MSX-Computer erschienen, vor allem die Metal Gear Solid-Schleichabenteuer feierten in den letzten 20 Jahren gewaltige Erfolge. Snake-Vater Hideo Kojima hat Konami zwar den Rücken gekehrt, sein langjähriger Arbeitgeber ist aber immer noch im Besitz der Marke und hat jüngst einen Metal Gear Solid Snake Eater-Pachinko-Automaten veröffentlicht (was für ordentlicher Entrüstung der Fans geführt hat, wie die Kommentare unter diesem Video beweisen).  

Vielleicht dürfen Gamer sich aber in Zukunft wieder auf mehr klassische Produkte von Konami freuen: Im Ausblick auf die kommenden Monate bis März 2017 heißt es: „Während wir weiter mit der Zeit gehen und neue Herausforderungen annehmen, wollen wir den Kunden eine ‚wertvolle Zeit‘ bescheren, was die Produktion neuer Spiele, die Virtual Reality nutzen, sowie die ernsthafte Entwicklung von eSport miteinschließt.“

Stephan Freundorfer
Stephan Freundorfer