Mass Effect: Was bisher geschah

Mit dem Release von Mass Effect Andromeda wird ein neues Kapitel der Saga aufgeschlagen. Wir helfen euch mit der Story der Vorgänger auf die Sprünge.

  • von Patricia Geiger am 16.03.2017, 10:24 Uhr

Mit der Mass-Effect-Reihe entführt BioWare seit zehn Jahren Spieler in die Weiten der Galaxie – und mit dem neuesten Teil der Reihe Mass Effect Andromeda sogar noch weit darüber hinaus. Wer etwas Nachhilfe in Sachen Geschichte der Shepard-Trilogie braucht oder einfach nur seinem Wissen etwas auf die Sprünge helfen will, ist bei uns an der richtigen Stelle. Wir rollen die Geschichte der ersten drei Spiele noch einmal für euch auf, damit ihr fit für Andromeda seid.

Achtung: Da es sich um einen Story-Rückblick handelt, folgen ab hier natürlich auch Spoiler!

Mass Effect

Wir schreiben das Jahr 2183. Die Menschheit kämpft noch immer darum, im interstellaren Machtgefüge den Status der Neuankömmlinge abzulegen. Dazu soll unter anderem der gemeinsame Bau eines Schiffes der Menschen und Turianer dienen – die SSV Normandy. Captain des Schiffs ist David Anderson, der sich im menschlichen Allianz-Militär verdient gemacht hat. Zu seiner Crew gehört Commander Shepard.

Shepards Werdegang legt der Spieler vor dem Start fest: Stammt Shepard von einer Kolonie, die überfallen wurde oder wuchs auf den Straßen der Erde auf? Oder hatte Shepard vielleicht doch Eltern, die beide dem Militär angehörten und wuchs daher im Weltraum auf?

Ebenso können Spieler festlegen, wie sich Shepard den Rang Commander erarbeitet hat – und berühmt oder berühmt-berüchtigt wurde. Hat der Commander fast alleine den Angriff batarianischer Sklavenhändler auf die menschliche Kolonie Elysium abgewehrt, Rache für diesen Überfall genommen und dabei zahlreiche Außerirdische auf Torfan getötet oder überlebte als einziger der Einheit den Angriff von Dreschschlunden auf dem Planeten Akuze?

Die Entscheidungen wirken sich einerseits auf Nebenmissionen sowie Dialogoptionen aus, formen aber auch eine Wahrnehmung von Shepard bei den Charakteren des Spiels.

Bei einer Routinemission der SSV Normandy soll Shepard als möglicher Spectre (Special Tactics and Reconnaissance) geprüft werden. Die Spectres unterstehen nur dem Citadelrat, der höchsten Regierungsebene der Galaxie. Bisher war den Menschen der Zutritt zu den Spectres verweigert worden, weshalb umso mehr Druck auf Shepard lastet.

Die Routinemission geht allerdings schief und der turianische Spectre Nilus, der Shepard prüfen sollte, wird getötet. Sein Mörder ist Saren Arterius, ein weiterer turianischer Spectre, der jedoch abtrünnig geworden ist. Sein Ziel: Ein Sender der Protheaner, einer längst ausgestorbenen Alienrasse, der auf der menschlichen Kolonie Eden Prime gefunden wurde und von der Normandy geborgen werden sollte. Dazu hat er die Geth, eine von den Quarianern erschaffene Roboterrasse, auf seine Seite gebracht.

Shepard erreicht den Sender vor Saren und benutzt ihn unabsichtlich. Dadurch hat der Commander eine Vision von Tod und Zerstörung ganzer Planeten. Der Citadelrat nimmt die Warnungen nicht ernst, lässt sich aber zumindest von Sarens Abtrünnigkeit überzeugen. Shepard wird zum Spectre ernannt und mit der Jagd nach Saren betraut. Dabei stehen Shepard die beiden Allianz-Soldaten Kaidan Alenko und Ashley Williams zur Seite sowie die Quarianerin Tali’Zorah nar Rayya, der Turianer Garrus Vakarian, der Kroganer Urdnot Wrex und die Asari Liara T’Soni.

Diese zieht sich über mehrere Planeten (Therum, Noveria, Feros), wobei sich die Vision Shepards nach und nach als Warnung der Protheaner vor den Reapern entpuppt. Dabei handelt es sich eine technisch weit fortgeschrittene Rasse, die für das Aussterben der Protheaner verantwortlich ist.

Auf dem Planeten Virmire kommt es zum ersten Kampf mit Saren, der durch Reaper-Technologie verändert und indoktriniert wurde. Auf Virmire muss sich der Spieler entscheiden, ob Kaidan oder Ashley den Planeten lebend verlassen und auch Wrex kann sterben, wenn der Spieler vorher nicht genug dafür getan hat, um sich mit dem Kroganer anzufreunden.

Von Virmire geht es über einige Umwege auf den Planeten Ilos. Hier erfährt Shepard mehr zur Hintergrundgeschichte der Protheaner, der Massenportale und der Raumstation Citadel, bei der es sich ebenfalls um ein Portal handelt. Auf Ilos befindet sich die »Röhre«, eine Art Hintertür zur Citadel, die Saren nutzt.

Saren will die Blockierung des Massenportals aufheben und so den Reapern den Weg in die Milchstraße öffnen, was Shepard jedoch noch rechtzeitig verhindern kann. Die vereinten Streitkräfte der Ratsmitglieder sowie der Menschen schaffen es außerdem, den Reaper Sovereign, der Saren beeinflusst hatte, unter Verlusten zur Strecke zu bringen.

Mass Effect 2

Der Citadelrat ignoriert weiterhin Shepards Warnungen vor den Reapern, obwohl sie einen davon selbst zu Gesicht bekommen haben. Die Normandy soll stattdessen letzte Außenposten des Geth-Widerstands beseitigen. Dabei wird das Schiff von Unbekannten, die sich später als Kollektoren entpuppen, angegriffen und zerstört, Shepard stirbt dabei.

Zwei Jahre später, also 2185, erwacht Shepard auf einer unbekannten Raumstation, als diese angegriffen wird. Mithilfe von Miranda Lawson und Jacob Taylor gelingt die Flucht, wobei Shepard feststellt, dass es sich bei den Rettern um Cerberus handelt. Cerberus war im ersten Teil eine Art terroristische Vereinigung, die das Wohl der Menschen vor das der anderen Rassen stellt.

Nun hat die Organisation Shepard im Rahmen des Lazarus-Projekts mit kybernetischen Implantaten wieder zum Leben erweckt, dies jedoch geheim gehalten. Shepard erhält den Spectre-Status zurück, wird jedoch nicht wieder Teil des Militärs und arbeitet widerwillig mit Cerberus zusammen.

Mit der Normandy SR-2, die ebenfalls von Cerberus stammt, und einer neuen Crew, die größtenteils aus Menschen besteht, nimmt Shepard den Kampf gegen die Kollektoren auf. Die unbekannte Alienrasse hat in den vergangenen Jahren ganze Kolonien verschwinden lassen.

Insgesamt kann Shepard bis zu 12 Squadmitglieder anheuern: Neben den Angehörigen von Cerberus ziehen noch Garrus Vakarian, Tali’Zorah vas Neema, der Kroganer Grunt, Jack, Kasumi Goto, die Geth-Einheit Legion, der Salarianer Mordin Solus, die Asari Samara oder Morinth, der Drell Thane Krios und Zaeed Massani in den Kampf.

Shepard findet heraus, dass die Kollektoren von den Reapern genetisch veränderte und versklavte Protheaner sind. Während einer Außenmission wird die Crew der Normandy, mit Ausnahme des Piloten Jeff »Joker« Moreau und der Squadmitglieder, von den Kollektoren entführt.

Es folgt eine Selbstmord-Mission zur Heimatwelt der Kollektoren, die einen Sprung durch das Omega-4-Portal erfordert. Kein Schiff kam bisher nach einem Sprung durch das Portal zurück, da die hohe Strahlung keine genauen Berechnungen zulässt und die Kollektoren ihr übrigens geleistet haben.

Durch Reaper-Technologie schafft die Normandy den Sprung und greift die Heimatwelt der Kollektoren an. Je nach Spielweise kann hier die Besatzung der Normandy gerettet werden oder sterben. Gleiches gilt auch für die Squadmitglieder. Hier kommen im Gegensatz zum restlichen Spiel alle zum Einsatz. Es ist möglich, dass einzelne Squadmitglieder oder sogar alle, einschließlich Shepard, sterben.

Überlebt Shepard, stellt der Commander anschließend die Zusammenarbeit mit Cerberus ein. Im DLC-Inhalt »Die Ankunft«, der eine Art Epilog ist, zerstört Shepard das Bahak-System, die Heimat der Batarianer, um den Reapern den Weg zu versperren. Anschließend stellt Shepard sich dem Allianzmilitär.

Mass Effect 3

Nach der Zerstörung des Bahak-Systems im Jahr 2186 ist Shepard unter Hausarrest und muss sich vor einem Militärgericht der Allianz verantworten, als die Reaper eintreffen und die Erde angreifen. Mit einer Notbesatzung der Normandy flieht Shepard, um die Streitkräfte der Galaxie für den Kampf zu einen.

Auf dem Mars muss Shepard die alte Weggefährtin Liara T’Soni vor einem Cerberus-Angriff schützen. Dabei fallen ihnen Pläne für eine protheanische Waffe im Kampf gegen die Reaper in die Hände. Die Allianz unter Leitung von Admiral Hackett beginnt mit der Konstruktion der Waffe. Shepard versucht derweil, den Citadelrat zur Hilfe zu bewegen, doch die Ratsrassen haben allesamt eigene Abwehrbemühungen und sträuben sich.

Shepard macht sich daraufhin auf den Weg, um diese Probleme zu lösen. Dabei stehen dem Commander vor allem alte Bekannte zur Seite: Je nach Entscheidung und Spielverlauf gehören Kaidan Alenko oder Ashley Williams, Garrus Vakarian und Tali’Zorah vas Normandy zum Squad. Darüber hinaus kämpfen noch Liara T’Soni, der Allianz-Soldat James Vega, die KI EDI sowie der letzte durch Kryostase noch lebende Protheaner Javik an Shepards Seite.

Der Weg führt nach Tuchanka, wo die Kroganer von der Genophage geheilt werden können. Die Salarianer hatten die Genophage erschaffen, um das kriegerische Volk der Kroganer an der Vermehrung zu hindern. Auch der lange schwelende Konflikt zwischen den Quarianern und Geth gehört zu den Aufgaben Shepards. Genauso wie die Aufdeckung eines politischen Komplotts, in das das menschliche Ratsmitglied Donnel Udina verwickelt ist und die scheiternde Verteidigung des Heimatplaneten der Asari.

Der Planet wird nicht nur von den Reapern, sondern auch von Cerberus angegriffen, die Shepard ein wichtiges Bauteil für die Waffe im Kampf gegen die Reaper wegschnappen. Shepard gibt sich nicht geschlagen, greift das Cerberus-Hauptquartier an und zerstört es schließlich.

Von dort aus geht es zurück zum Anfang auf die Erde, wo unter anderem der Reaper Harbinger, der Shepard seit Beginn der Invasion verspottet, wütet. Shepard gelingt es, zum Kontrollraum der Citadel zu gelangen, von wo aus die Waffe abgefeuert wird. Hier wartet Shepards alter Mentor Anderson und der Illusive Man, der Anderson verwundet.

Nach einer letzten Konfrontation mit dem Leiter von Cerberus, der wie einst Saren durch Reaper-Tech indoktriniert wurde, offenbart sich Shepard eine KI, die sich gleichzeitig auch als Lenker der Reaper entpuppt.

Shepard bieten sich mehrere Möglichkeiten, um den Kampf gegen die Reaper zu beenden: Die Synthese aus organischem und synthetischem Leben, die Kontrollübernahme über die Reaper, die daraufhin die Galaxie verlassen oder die Zerstörung der Reaper und allen synthetischen Lebens (also auch der Geth). Darüber hinaus kann Shepard die Reaper auch einfach gewähren lassen, die dann ihren Zerstörungszyklus aller höher entwickelten Zivilisationen fortsetzen.

Sowohl die Synthese als auch Kontrollübernahme bedeuten den sicheren Tod für Shepard, durch die Zerstörung der Reaper gibt es zumindest Hoffnung auf ein Überleben des Commanders – zumindest, wenn das Spiel gründlich genug gespielt wurde und die galaktische Bereitschaft dadurch entsprechend hoch ist. Dieser Wert bestimmt auch, ob die Crew der Normandy überlebt.

Mass Effect Andromeda

Mass Effect Andromeda ist kein direkter Nachfolger der Shepard-Trilogie. Die Andromeda Initiative bricht 2185 auf, also vor der Invasion der Reaper in der Milchstraße – sie haben also keine Ahnung von den Ereignissen aus Mass Effect 3. Die Initiative ist eine privat finanzierte Expedition, um neue Lebensräume für die Rassen der Milchstraße zu erschließen.

Die Rassen des Citadelrats, also Asari, Turianer, Salarianer und Menschen, sind jeweils mit einer eigenen Arche losgeflogen, die jeweils rund 20.000 Insassen umfasst. Zusätzlich ist noch die Nexus unterwegs in die neue Heimat, die als eine neue Art Citadel in der Andromeda-Galaxie dienen soll. Um die Reise zu überstehen, werden die Siedler in einen über 600 Jahre dauernden Kryoschlaf versetzt.

Abgesehen von den bekannten Rassen gibt es allerdings nur wenige Rückbezüge auf die Ereignisse der Shepard-Trilogie. Der Spieler übernimmt die Rolle von Scott oder Sara Ryder, die nach einem Zwischenfall unverhofft die Rolle ihres Vaters als Pathfinder der menschlichen Arche übernehmen. Fans der Reihe finden jedoch zahlreiche Bezugspunkte zu den ersten drei Spielen.

An anderer Stellen haben wir für euch alle Fragen und die passenden Antworten rund um Systemanforderungen Preload & Co. von Mass Effect: Andromeda zusammengefasst, die euch perfekt auf das Rollenspiel vorbereiten.

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Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.