Mass Effect Andromeda: Große Präsentation zum Spiel am N7-Day

Die Entscheidungen aus der Mass-Effect-Trilogie werden sich laut BioWares General Manager Aaryn Flynn nicht auf die Handlung von Andromeda auswirken.

  • von Patricia Geiger am 21.06.2016, 11:10 Uhr

Das gewählte Ende von Mass Effect 3 wird sich nicht auf Mass Effect Andromeda auswirken, wie Aaryn Flynn, General Manager des Entwicklerstudios BioWare, nun gegenüber Eurogamer in einem Interview nochmals bestätigt hat. »Wir haben die persönliche Entscheidung in den Enden von Mass Effect 3 aufgegriffen, dabei wollen wir es belassen«, so Flynn. »Wir möchten [mit Andromeda] eine neue Geschichte erzählen – und es wäre schwierig, gleichzeitig eine neue Geschichte daraus zu machen und vorauszusetzen, dass man das Ende [der vergangenen Trilogie] kennt.«

Um ein neues Kapitel im Mass-Effect-Universum aufzuschlagen, hat BioWare die Handlung in eine neue Galaxie verschoben – außerhalb des Wirkungsbereichs der Trilogie und der dort getroffenen Entscheidungen. Diese hatten sich schließlich »nur« auf die Milchstraße beschränkt. Ob Andromeda während oder nach der Trilogie spielt, ist daher auch nicht mehr ganz so relevant – und rückt noch weiter in den Hintergrund, wenn man bedenkt »wie lange es dauert, zwischen Galaxien zu reisen«, wie Creative Director Mac Walters ergänzt.

Laut Flynn habe man das Setting so gewählt, damit alle zuvor getroffenen Entscheidungen in den Kanon des Universums passen, aber trotzdem eine neue Geschichte erzählt werden kann. Und obwohl BioWare sich bislang nicht weiter zu der Fantheorie geäußert hat, dass schon vor dem Ende von Mass Effect 3 eine Art Arche mit Einwohnern der Milchstraße die Galaxie verlassen hat, deutete Flynn auf Umwegen an, dass Andromeda nicht zwangsläufig nach der Trilogie ansetzt – indem er sich auf das mögliche Synthese-Ende bezog. »Nur um das klarzustellen: Wir werden keine Leute mit grüner Haut sehen.«

Die komplette Hintergrundgeschichte der Trilogie wolle man aber nicht über Bord werfen. »Uns ist es wichtig, für Fans auch Elemente aus der Trilogie im Hintergrund zu haben. Natürlich soll das eine neue Geschichte werden, aber wir möchten, das Spieler Dinge finden und merken ›Oh, ich erinnere mich an diesen Charakter‹«, erklärt Walters.

»Es gibt einen Zusammenschluss der in der Milchstraße beheimateten Rassen«, fügt er hinzu. Dieser Zusammenschluss dürfte vermutlich dem Citadel-Rat in der Trilogie nicht unähnlich sein. »Wir mussten einen Weg finden, um sicherzustellen, das bereits bekannte Rassen den Spieler auf der Reise begleiten, um neue Spezies kennenzulernen.« Traditionell für die Mass-Effect-Reihe werde es dabei auch wieder Leute geben, die mehr oder weniger gerne zusammenarbeiten.

BioWare hat inzwischen auch bestätigt, dass es erst zum N7-Day (dem 7. November), der jährlichen Feier zum Mass-Effect-Franchise, wieder neues Material von Andromeda zu sehen gibt. Man wird also warten, bis Titanfall 2 und Battlefield 1 erschienen sind. »Wir hätten [bei der E3] mehr zeigen und über mehr sprechen können“, meint Flynn. »Aber da unser Spiel erst nächstes Frühjahr erscheint, können wir die ganzen Informationen veröffentlichen, wenn die anderen Spiele draußen sind. Wir werden dann mit einer großen Präsentation bereitstehen und alle Details veröffentlichen.«

Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.

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