Marvel’s Spider-Man: Warum Batman-Fans den PS4-Titel spielen sollten

Marvel's Spider-Man erreicht euch im Herbst 2018, wir haben schon reingeschnuppert und informieren euch unter anderem über die Steuerung des PS4-Titels, eine mögliche Fortsetzung sowie den Schwerpunkt der darin erzählten Geschichte.

  • von Constanze Thiel am 02.08.2018, 16:01 Uhr
Marvel's Spider-Man: Warum DC-Fans es mögen werden & Fortsetzung nicht unwahrscheinlich ist

Weshalb das Action-Adventure rund um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft für DC- und Videospiel-Fans genau der richtige Einstiegspunkt ins Marvel-Universum ist und weshalb das »Man« in Spider-Man darin eine wichtige Rolle einnimmt, lest ihr im Anschluss.

Weit vor Release von Marvel’s Spider-Man am 07. September 2018 hatten wir vor Kurzem die Möglichkeit, den Exklusivtitel für PlayStation 4 bereits anzuspielen und konnten beim Interview mit Bryan Intihar – dem kreativen Leiter – unter anderem eine Andeutung auf eine Fortsetzung aufzuschnappen.

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Flink wie eine Spinne oder eine Katze

Superheld, Open World, böse Buben verhauen – welches Spiel der jüngeren Vergangenheit habt ihr bei diesen Schlagwörtern sofort vor Augen? Richtig, Batman: Arkham Knight aus der Trilogie von Rocksteady.

Wem sich der Fledermausmann darin zu wuchtig gespielt hat, dem wird Marvel’s Spider-Man zusagen. Vom Spielgefühl her lässt sich die Steuerung am ehesten mit der Art und Weise vergleichen, wie sich Catwoman in der Arkham-Reihe spielt: Wendig und flink schwingt ihr euch durch die Weltgeschichte und erklimmt mühelos Gebäudefassaden.

Besonders spaßig ist im Kampf übrigens das Verschießen von Netzen. Dadurch macht Spider-Man seine Feinde bewegungsunfähig, indem er sie damit an Wände klebt oder sie ganz einfach an Ort und Stelle einspinnt. Gleichzeitig kann sich der Superheld mit den Fäden Objekte aus der näheren Umgebung greifen und seine Widersacher mit Gullydeckeln, Mülleimern oder Feuerlöschern umhauen.

Dank des Free-Flow-Kampfsystems visiert ihr Gegner automatisch an, wenn ihr die Kamera bewegt. Eure Angriffsziele weisen dann einen weißlichen Rahmen auf. Zusätzlich stehen euch in Marvel’s Spider-Man ein ganzer Haufen unterschiedlicher Superhelden-Anzüge sowie zahlreiche Gadgets zur Verfügung. Individueller Kampfstil wird hier groß geschrieben.

In den anderthalb bis zwei Stunden Spielzeit, die wir mit dem Action-Adventure verbracht haben, ließen sich bei Puzzles wie dem Entschlüsseln von Funksignalen oder den verschiedenen Feind-Typen – die beispielsweise versuchen, sich durch Schilde strategische Vorteile zu verschaffen und nur hinterrücks richtig attackiert werden können – weitere Gemeinsamkeiten mit der Arkham-Reihe feststellen.

Als wir Bryan Intihar, dem kreativen Leiter bei der Entwicklung von Marvel’s Spider-Man, unseren Eindruck schilderten, fasste er die Parallelen zur Arkham-Reihe als Kompliment auf. Diese sei für ihre »hohe Qualität« bekannt und wenn Spieler zwischen diesen Titeln und dem, was sein Team geschaffen hat, Ähnlichkeiten sehen, hätten sie ihre Arbeit gut gemacht, sagte Intihar.

Fortsetzung sogar schon geplant?

Da für Marvel’s Spider-Man der Release von neuen Story-Kapiteln im März 2019 als DLC angedacht ist und uns der Kinofilm Venom mit Tom Hardy in der Hauptrolle noch 2018 ins Haus steht, wollten wir außerdem wissen, wie die Chancen für einen Auftritt des Bösewichts im PS4-Spiel stehen.

Zwar machte Bryan Intihar keine konkrete Aussage zum Auftauchen von Venom – empfahl uns lediglich »die Augen offen zu halten« – doch er lieferte einen möglichen Hinweis darauf, dass Marvel’s Spider-Man möglicherweise eine Fortsetzung spendiert bekommen könnte:

»Man kann nicht jeden [Bösewicht] in das erste… Man kann nicht jeden in ein Spiel packen, ansonsten wird das zu herausfordernd für die Story, die erzählt werden soll.«

Wer nicht genug von Spidey bekommen kann, der kann sich also vielleicht darauf freuen, dass bereits eine Fortsetzung zu Marvel’s Spider-Man aus dem Hause Insomniac Games geplant ist.

»Man« in Spider-Man wird groß geschrieben

Die Story des Action-Adventures basiert nicht auf Comics oder Filmen, die bereits existieren. Stattdessen nehme sich der Titel die DNA dieser Spider-Man-Geschichten zum Vorbild und stelle Partnerschaften in den Mittelpunkt. Dadurch wird die menschliche Seite des Superhelden beleuchtet, der durch seine On-Off-Freundin Mary Jane oder seine Lehrmeister erkennt, dass er anderen vertrauen kann.

Besonderen Pfiff bekommt die Geschichte von Marvel’s Spider-Man dadurch, dass die Welten von Superheld und Normalo Peter Parker aufeinander treffen.

Als er 23 Jahre alt, und damit schon seit acht Jahren in der Haut des Superhelden unterwegs ist, findet Peter Parker heraus, dass die Stadt von einer Bösewicht-Truppe namens »Inner Demons« (dt. Innere Dämonen) bedroht wird, an deren Spitze der durchtriebene Mister Negative steht. Hinter diesem Superbösewicht steckt jedoch Martin Li, der in New York City Hilfseinrichtungen für Obdachlose betreibt, wo wiederum Peters Tante May arbeitet.

Sowohl beim Entwerfen dieser Story als auch bei der Arbeit am Kampfsystem fürs Action-Adventure habe Marvel dem Team von Insomniac Games große Freiräume gegeben, verriet Bryan Intihar bei unserem Interview: »Als Marvel gemerkt hat, dass wir den Charakter Spider-Man verstehen, waren sie mehr als bereit, uns verschiedene Dinge ausprobieren zu lassen.«

Trotz Vorbesteller-Boni fair

Spätestens seit dem Tumult um Lootboxen in Star Wars: Battlefront 2 sind die Sinne von Gaming-Fans bezüglich Pay-to-win-Elementen geschärft. Da es sich bei Marvel’s Spider-Man um ein reines Singleplayer-Spiel handelt, sind die Vorzeichen selbstverständlich grundsätzlich andere. Jedoch erhalten Vorbesteller – egal welcher Edition – drei Anzüge, eine Portion Erfahrungspunkte sowie eine frühere Freischalt-Möglichkeit für ein Gadget.

Laut dem kreativen Leiter Bryan Intihar handelt es sich dabei um drei Anzüge: Spider-Punk, Iron Spider aus Avengers: Infinity War sowie ein Kostüm, das Insomniac Games in Zusammenarbeit mit einem Künstler von Marvel erarbeitet habe. Alle drei verleihen der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft ganz bestimmte, individuelle Kräfte.

Bestellt ihr vor und erhaltet die Anzüge als Bonus, werden alle drei an einem bestimmten Punkt der Story in Marvel’s Spider-Man automatisch freigeschaltet. Ihr müsst ohne Vorbestellung also ein bisschen mehr Zeit ins PS4-Spiel investieren. Für waschechte Spidey-Anhänger dürfte das aber gar kein Problem sein.

Übrigens: Beim Anspielen haben wir herausgefunden, dass es unzählige freispielbare Anzüge für den Superhelden gibt. Drei mehr oder weniger machen dabei kaum einen nennenswerten Vorsprung aus.

Marvel’s Spider-Man erscheinz am 07. September 2018 exklusiv auf PlayStation 4. und wird von Insomniac Games entwickelt. Das Studio brachte in der Vergangenheit Reihen wie Spyro oder Ratchet & Clank auf den Markt. Von diesem Entwickler stammen ebenfalls die Titel Sunset Overdrive oder Edge of Nowhere.

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Constanze Thiel
Constanze Thiel

Winterkind. Superbeast. Lipstick stains & video games. Mother of Xenomorphs. Fährt am Wochenende gerne mit ihren Pokémon raus nach Silent Hill.