Mario + Rabbids Kingdom Battle: Wie ein kunterbuntes XCOM

Ein Crossover der etwas ungewöhnlicheren Art ist eindeutig Mario + Rabbids Kingdom Battle. Wir waren für euch bei Nintendo und haben das Rundenstrategiespiel angespielt.

  • von Patricia Geiger am 23.06.2017, 15:37 Uhr

Im Rahmen eines Post-E3-Events haben wir für euch vor einigen Tagen Nintendo einen Besuch abgestattet und dabei auch zum ersten Mal das Rundenstrategie Mario + Rabbids Kingdom Battle gespielt. In unserer Vorschau verraten wir euch, was euch bei dem ungewöhnlichen Crossover erwartet.

Rabbids in fernen Landen

Die Grundgeschichte von Mario + Rabbids Kingdom Battle ist schnell erklärt. Die Rabbids landen im Pilz-Königreich. Einige von ihnen schließen sich Mario und Co. an, während die anderen weißen Hasen stattdessen jede Menge Chaos stiften. Und zu allem Überfluss wurde das Königreich durch einen geheimnisvollen Wirbel auch noch auseinander gerissen.

Wer die Rabbids kennt, weiß, dass die weißen Hasen auf liebenswerte Art und Weise ziemlich verschroben sind und jede Menge Slapstick-Humor an den Tag legen. Das ist natürlich auch in des wohl berühmtesten Klempners der Welt nicht anders.

Hinzu kommen aber auch noch Rabbids, die offenbar große Fans von Mario und seinen üblichen Begleitern sind – und wie könnten sie das besser zeigen als durch Cosplay? Entsprechend startet Mario sein Abenteuer auch mit den Rabbid-Versionen von Peach und Luigi.

Abenteuer trifft Rundenstrategie

Es ist schwer, Mario + Rabbids Kingdom Battle eindeutig einem Genre zuzuordnen. Einerseits enthält das Spiel Elemente der klassischen Mario-Spiele, andererseits aber auch völlig neue Bausteine.

Mario-getreu sammeln wir unterwegs Münzen ein, während wir zwischen den einzelnen Kämpfen durch das Pilz-Königreich wuseln. Hier warten auch Labyrinthe, Zeitherausforderungen und Sonderlevel, mit deren erfolgreichem Abschluss wir besonders starke Waffen freischalten. Mit den gesammelten Münzen können wir die Waffen dann wiederum kaufen. Es lohnt sich also, auch in die entlegeneren Ecken der Welt zu laufen, um den Kontostand in die Höhe zu treiben.

Ja, richtig – Waffen. Mario und seine Begleiter setzen sich mit diversen Kanonen gegen die aufmüpfigen Rabbids zur Wehr. Aber keine Sorge, im Spiel kommt kein weißes Häschen zu Schaden – sind sie besiegt, werden sie einfach wegteleportiert. 

Sowohl unterwegs in der Welt als auch im Kampf steuern wir immer unser Team aus drei Charakteren. Insgesamt stehen dem Spieler im Verlauf des Abenteuers acht Figuren zur Auswahl:

  • Mario
  • Rabbid-Luigi
  • Rabbid-Peach
  • Luigi
  • Yoshi
  • Peach
  • Rabbid-Yoshi
  • Rabbid-Mario

Jeder Charakter verfügt über eigene Fähigkeiten, so ist Rabbid-Peach beispielsweise eine Heilerin und Rabbid-Luigi kann ein Schild erzeugen, das Schaden von ihm abhält.

Die Kämpfe

Alle Nase lang stolpern wir im Spiel über Rabbids, die Rabatz machen und in die Schranken gewiesen werden müssen. Dann geht das Spiel in den Rundenstrategie-Teil über. Jeder der Charaktere in eurem Team hat dabei drei Aktionen: Bewegung, Angriff und Technik. Also im Grunde genommen wie ein kunterbuntes, drolliges XCOM.

Mit etwas Glück haben wir dabei sogar zwei Angriffe pro Charakter. Nämlich dann, wenn sich gegnerische Rabbids nahe genug befinden, dass wir sie wegkicken können. Dabei wählen wir sie beim Bewegungsteil unseres Zuges einfach an und legen erst anschließend fest, wohin wir uns eigentlich bewegen möchten. Schon zieht beispielsweise Rabbid-Luigi einem feindlichen Hasen mit einer Grätsche die Beine weg, bevor er sich wieder in Deckung begibt.

Wir können uns aber nicht nur über das karierte Spielfeld bewegen, sondern am Rand auch noch Röhrensysteme nutzen, die als Abkürzung dienen. So haben wir die Möglichkeit, uns schnell hinter feindliche Rabbids zu bewegen und ihnen in den Rücken zu fallen. Außerdem dürfen wir auch auf unsere Verbündeten springen, die uns dann weiterkatapultieren und so den Bewegungsradius deutlich erhöhen.

Beim Schuss bestimmt unsere Position die Wahrscheinlichkeit, den Gegner zu treffen. Haben wir freie Schussbahn, liegt sie logischerweise bei 100 Prozent, Deckungen verringern den Wert. Um Ecken herum lehnen sich unsere Figuren aber, auch hier bekommen wir also die volle Trefferchance.

Bei der Technik handelt es sich um die individuellen Fähigkeiten der Charaktere, also im Fall von Rabbid-Peach beispielsweise das Heilen. In welcher Reihenfolge die drei Aktionen ausgeführt werden, können wir dabei selbst bestimmen. Wir können also durchaus erstmal einem Gegner eins vor den Latz knallen und uns dann aus dem Staub machen.

Und natürlich kommen auch unsere Rabbid-Gegner mit unterschiedlichen Fähigkeiten und auch in unterschiedlichen Größen daher. Aber mit etwas Geduld bekommt man auch den hartnäckigsten Hasen klein.

Fazit

Die im ersten Moment ungewöhnliche erscheinende Kombination funktioniert ausgezeichnet und auch wenn man normalerweise kein Fan von Rundenstrategie ist, macht Mario + Rabbids Kingdom Battle riesigen Spaß. Die knallbunte Welt, in der die Mario-Charaktere auf ihre Rabbid-Gegenstücke treffen, ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und lässt einen nicht zu schnell wieder los. Spielerisch ähnelt das Spiel XCOM, ist aber deutlich zugänglicher als das Vorbild. Und ganz abgesehen davon tragen auch die Rabbids mit ihrem ganz typischen Humor dazu bei, dass man lange im Pilz-Königreich bleiben möchte. 

We want YOU on Facebook! Werdet Teil unserer Community und bleibt immer auf dem Laufenden.

Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.