League-of-Legends-Entwickler baut eigenes Internet

Weil das Entwicklerstudio Riot von seinem Anbieter nicht genügend Bandweite zugesichert bekam, baute es sich kurzerhand sein eigenes Internet.

  • von Patricia Geiger am 17.03.2016, 11:08 Uhr
League of Legends

Jeden Tag spielen über 34 Millionen Leute das MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena) League of Legends. Das strapaziert die Internetverbindung, nicht nur die der Spieler, sondern auch die der Entwickler und Publisher. Um noch mehr aktive Nutzer zu gewinnen und gleichzeitig einen ungestörten Spielablauf zu garantieren, benötigt Riot mehr Bandweite, als die amerikanischen Internetprovider liefern können.

Also hat das Studio, das jährlich einen Umsatz von circa 624 Millionen Dollar verzeichnet, ein bisschen Geld in die Hand genommen und sein eigenes Internet entworfen, inklusive eigener Glasfaserkabel und einem neuen Datencenter in Chicago. Laut eigenen Angaben wurden die Geschwindigkeit der Verbindung zwischen Servern und Kunden um bis zu achtzig Prozent erhöht, in dem Riot den Weg, den die Daten zurücklegen müssen, extrem verkürzt hat. Bis vor kurzen mussten die Informationen der LoL-Spieler einen Weg von ihrem Router zuhause über den Internetprovider und über jede Menge andere Router in die vielen kleinen Datencenter des Entwicklers und wieder zurück machen. Dank eines eigenen Netzwerks und einem riesigen, zentralen Datencenter sind die Signale jetzt viel schneller an ihrem Zielort.

League of Legends ist eines der am meisten gespielten Spiele der Welt. Neben privaten Spielen erfreuen sich auch Twitch-Streams und E-Sport-Turniere großer Beliebtheit.

Patricia Geiger
Patricia Geiger

Mit der ersten PlayStation ist Patricia den Videospielen verfallen und seitdem nicht mehr davon losgekommen, wobei ihr Herz nach wie vor den Konsolen gehört. Eigentlich dreht sich alles um Rollenspiele, Ego-Shooter und Action-Adventures, ab und an wagt sie sich aber auch an Rundenstrategie oder Jump'n'Runs.